24. Dezember 2005

Die elfstündige Busfahrt von Punta Arenas nach
Ushuaia führte uns mit der Fähre über die Magellanstrasse auf die Insel
Tierra del Fuego und anschliessend über die Grenze nach Argentinien bis
ans Ende der Welt. Wir haben somit den südlichsten Punkt unserer Reise
erreicht. In dieser beeindruckenden Umgebung verbringen wir im Hostal Posada
del duende die Weihnachtstage und planen unsere Weiterreise. |
20. Dezember 2005
Nach einer Fahrt durch die
patagonische Einöde von El Calafate über die Grenze von Chile nach
Puerto Natales erreichen wir Punta Arenas, die grösste Stadt von
Südchile. Im familiären, gemütlichen und heimeligen Hostal Elys House
bleiben wir vier Nächte. Wir wollen von hier aus einen Ausflug zu den
Pinguinen und ins Naturschutzgebiet der Gegend unternehmen. Punta Arenas
ist eine Stadt, in der nicht nur der Tourismus zählt, was uns sehr
gefällt. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit und strahlen
eine enorme Zufriedenheit aus. |
16. Dezember 2005

Nach einer zweieinhalbtägigen Busreise durch die Pampa und Patagonien
sind wir am 14.12. gesund und munter in El Calafate in der Provinz
Santa Cruz angekommen. Im Hostel Calafate finden wir ein gemütliches
Viererzimmer mit Holzbalkon für die nächsten vier Nächte.
Das Wetter ist recht stabil, und es herrschen unerwartet angenehme
Temperaturen. Auffallend sind die langen Tageszeiten. Bereits kurz nach
4 Uhr wird es hell, erst um 22:30 Uhr beginnt es zu dämmern. Heute
besuchten wir den Gletscher Perito Moreno am Lago Argentino, morgen
planen wir eine Fahrt nach Chalten an den Lago Viedma. |
11. Dezember 2005
Marco und ich haben uns definitiv entschlossen, bald in den Süden zu
reisen. Als erstes sind wir quer durch die Pampas von Mendoza nach
Mar del Plata gefahren.
Hier verbringen wir drei Tage im Hotel Edelweiss. Die Stadt ist sehr
gross und beinahe etwas unübersichtlich. In der Nacht herrscht in dieser
Touristenhochburg sehr viel Verkehr. Ausser dem Meer hat die Stadt für
unseren Geschmack zu wenig zu bieten, um eine längere Zeit hier
verbringen zu wollen. Am Montag reisen wir weiter über Bahia Blanca
und Comodoro Rivadavia nach Rio Gallegos. Von dort aus wollen wir
dann weiter ins Feuerland bis nach Ushuaia ans Ende der Welt. |
3. Dezember 2005

Wir haben uns gestern entschieden, noch vier weitere Tage in der Stadt
Mendoza zu verbringen. Im Hostel Huellas Andinas finden wir für diese
Zeit eine günstigere und ruhigere Unterkunft als im Hotel Mayo. In den
nächsten Tagen wollen wir die Umgebung von Mendoza etwas näher kennen
lernen, bevor wir weiterreisen. Der bisherige Höhepunkt in Argentinien
war der Ausflug in die Andenregion Alta Montaña mit dem Blick auf den
atemberaubend hohen und imposanten Aconcagua, den höchsten Berg in
Amerika. |
28. November 2005
Die Wettervorhersagen für den Süden haben sich nicht gebessert. Darum
haben wir uns entschlossen nach San Carlos de Bariloche in den Westen zu
fahren. Wir treffen hier auf kalten Wind und eisig, winterliche
Temperaturen. Weil uns die Umgebung mit den Bergen, Seen und Wäldern so
gut gefällt, bleiben wir für drei Nächte hier. Unsere Weiterreise wird
uns aber in wärmere Gebiete führen. Wir sind noch nicht ganz schlüssig,
ob wir über die Anden nach Puerto Montt in Chile oder in den Norden von
Argentinien fahren. |
18. November 2005

Inzwischen
sind wir von Buenos Aires über Bahia Blanca in die Touristenstadt Puerto
Madryn gereist. Da die Wettervorhersage für den Süden Patagoniens Regen
meldet, bleiben wir eine Woche. Im Hotel Vaskonia haben wir ein schönes
Zimmer mit Satelliten-TV gefunden. Für den Mittwoch haben wir einen
organisierten Trip in das Naturschutzgebiet der Unesco auf der Halbinsel
Valdés gebucht, denn von da aus werden wir Wale, Delfine und Pinguine
beobachten. |
14. November 2005

Vor
zwei Tagen sind wir mit der Calaparana am Hafen von Buenos Aires
angekommen. In der Innenstadt, im Bezirk San Telmo, finden wir im
Hotel Bolivar ein einfaches, günstiges Zimmer. Die Stadt mit ihren 12
Millionen Einwohnern ist riesig. Marco und ich müssen uns daher darauf
beschränken, die Innenstadt etwas kennen zu lernen. Das Zentrum bietet
uns aber genug Sehenswertes für die drei Tage, die wir hier bleiben
werden. Morgen Dienstag werden wir mit dem Nachtbus nach Bahia Blanca
weiterreisen. |
7. November 2005

Langsam
aber sicher steuern wir mit der Calaparana auf Rio de Janeiro zu. Laut
Informationen des Kapitäns laufen wir heute um Mitternacht oder morgen
früh im Hafen von Rio ein. Wir hoffen sehr, das morgen früh eher
zutrifft, damit wir uns die Stadt etwas anschauen können. Vor allem
möchten wir, wenn es möglich ist, mit der Zahnradbahn auf den
Corcovado, auf dem das Wahrzeichen Rio`s, die Jesusstatue, steht. Von
da aus soll man einen herrlichen Blick auf die grosse Stadt haben. |
29. Oktober 2005

Wir
haben es geschafft! Seit gestern um 07.30 Uhr sind wir auf dem Frachter
Calaparana. Wir treffen hier auf eine sehr nette Crew, bei der wir uns
gut aufgehoben fühlen. Auch unsere Kombüse, mit Wohnzimmer, Schlafzimmer
und Bad mit WC und Dusche ist sehr geräumig und luxuriös eingerichtet.
Bereits jetzt fühlen wir uns schon richtig heimisch hier und haben keine
Bedenken für die nächsten Wochen, die wir auf dem Schiff verbringen
werden. |
27. Oktober 2005
Seit gestern sitzen wir in Barcelona fest. Der Hafen wird
von den streikenden Fischern blockiert. Es können keine Schiffe in den
Hafen rein und keine den Hafen verlassen.
Inzwischen hat der Streik der Fischer das ganze Land erfasst, und es ist
völlig unklar, wann diese Blockade wieder aufgehoben wird. Wir bleiben
mit dem Agenten für unsere Frachtschiffreise im Kontakt und harren der
Dinge, die da hoffentlich endlich kommen werden.
Allerletzte Mitteilung (17.30 Uhr): Gemäss Infos aus der
Regionalpresse ist der Streik in Barcelona beendet. Auch unser Agent
bestätigt, dass die Calaparana um Mitternacht einlaufen wird. Wir
bleiben noch eine Nacht in Barcelona und planen morgen früh um 7 Uhr für
die Einschiffung am Hafen zu sein. |
18. Oktober 2005

Das
schlechte Wetter treibt uns weiter bis nach Andalusien. Der Nachtbus
bringt uns von Alicante in die Region Malaga nach Fuengirola. Nach zwei
Nächten im uns wohlbekannten Hostal Agur buchen wir im 2. Stock des
Apparthotels Stella Maris für eine Woche ein einfaches Studio direkt am
Meer. Wir planen bis am 26. Oktober hier zu bleiben, bis wir dann
voraussichtlich am 27. Oktober in Barcelona mit unserer
Frachtschiffsreise starten. |
13. Oktober 2005

Nach
einer Nacht im Zug und einer folgenden Nacht im Bus sind wir gestern in
Denia angekommen. Hier haben wir im Hostal L'Anfora direkt am Hafen ein
Bett bis Sonntag gefunden. Wir geniessen das uns bekannte Städtchen
Denia an der Costa Blanca. Im Moment ist das Wetter hier am schönsten
und wärmsten von ganz Spanien. Am Sonntag planen wir mit der Fähre von
hier auf die Balearen zu fahren. |
3. September 2005

Heute
haben Marco und ich eine Doppelkabine auf dem Containerschiff MS
Calaparana gebucht. Am 27. Oktober geht es ab Barcelona durchs
Mittelmeer und quer über den Atlantik nach Rio de Janeiro und weiter bis
nach Buenos Aires. Die voraussichtliche Reisedauer beträgt etwa 16 Tage.
Wir haben uns entschieden am 10. Oktober die Schweiz zu verlassen.
Deshalb haben wir heute auch noch den spanischen Hotelzug Talgo von
Zürich direkt nach Barcelona gebucht. Diese gemütliche Zugfahrt kennen
wir bereits aus früheren Reisen nach Spanien. Wir freuen uns sehr auf
die abenteuerliche Fahrt mit einem Frachtschiff und sind nun mitten in
den Vorbereitungen. |
2. September 2005
Marco ist wieder gesund! Er hat heute den Bescheid
bekommen. Er muss nur noch ein wenig Geduld haben bis die übrig-
gebliebenen Beschwerden ganz weg sind. |
19. August 2005
Marco war heute zur Kontrolle beim Rheuma-Spezialisten in
Bad Ragaz. Die Medikamente muss er nicht mehr nehmen. Am 2. September
muss Marco mit dem Arzt telefonieren für den definitiven Bescheid über
seine Gesundheit. |
25. Juli 2005
Marco hat sich inzwischen von seiner Krankheit sehr gut
erholt und verspürt nur noch geringe Schmerzen im Knie, Rücken und
Kiefer. Heute hat auch er eine temporäre Arbeit als
Informatik-Servicetechniker gefunden. |
13. Juni 2005
Seit heute arbeitet Isabella
als Aushilfe im Wohnheim Götschihof im Aeugstertal, ihrer alten
Arbeitsstelle. Sie kann hier bis im September temporär arbeiten und
wieder Geld für die Reise nach Südamerika und die Karibik verdienen. |
12. Juni 2005
Wir wohnen während den nächsten 3
Monaten bei Kollegen von Isabella in Hausen am Albis. Maya und Andy
wohnen in einem schönen, alten, selber renovierten Haus. Hier haben
Marco und ich im Untergeschoss so etwas wie eine kleine Wohnung mit
eigenem Eingang, WC und kleiner Küche. Kater Ugo und Katze Lisa haben
sich schnell an uns gewöhnt. Sie schlafen, spielen und schmusen ab und
zu bei uns in der Kellerwohnung.
Bis im Herbst finden wir auch wieder genug Zeit, um unsere nächste Reise
im kommenden Oktober zu planen. |
10. Juni 2005
Marco war heute zum zweiten Mal beim Rheumaspezialisten
Dr. Laubscher in Bad Ragaz. Endlich wurde herausgefunden, welches Leiden
Marco hat. Es ist eine akute Arthritis und heisst Reiter-Syndrom (siehe
Reiter-Syndrom).
Das bedeutet, dass diese Krankheit mit
den richtigen Medikamenten geheilt werden kann. Darüber sind wir beide
sehr froh. Wir entschliessen uns definitiv, ab Oktober 2005 noch einmal
für 6 - 7 Monate auf Reisen zu gehen. Unser Ziel ist es, die Karibik und
Südamerika zu entdecken. |
21. Mai 2005
Interessiert verfolgen wir am TV den Eurovision Song
Contest 2005 aus Kiev. Es sind Interpreten aus insgesamt 24 Ländern im
Final vertreten, darunter auch die Schweiz. Wir hören und sehen einige
schöne Musikstücke, die uns sehr gefallen. Wir bewerten jedes Musikstück
und erstellen eine Rangliste, um unseren Geschmack mit dem
gesamteuropäischen Urteil zu vergleichen. Dabei gibt es interessante
Erkenntnisse. Einerseits zeigt unser Gesamteindruck etwa dieselbe
Beurteilung wie die offizielle Wertung durch die Schweiz, was darauf
schliessen lässt, dass unser Beurteilungsvermögen auf einem guten,
fachlichen Niveau liegt. Andererseits werden von anderen Ländern die
Maximalpunkte an Lieder vergeben, die bei unserem Urteil eher im
hinteren Teil der Rangliste zu finden sind, was eine neutrale,
objektive Beurteilung eher wieder in Frage stellt. |
1. Mai 2005
Uns erreicht die traurige Nachricht, dass ein guter
Kollege von uns völlig unerwartet gestorben ist. Ed war Engländer und
lebte seit einiger Zeit in Las Palmas. Wir sind schockiert und sehr
traurig, dass ein junger, lebensfroher Freund so unvermutet von uns
gegangen ist. Wir senden unsere Anteilnahme an seine Familie uns seine
Freundin und wünschen ihnen in dieser schweren Zeit viel Kraft. |
20. April 2005
Abreise von Las Palmas nach Zürich via Madrid. Wir landen
um 22.00 Uhr sicher am Flughafen in Kloten und werden von Marco's Eltern
empfangen. Wir dürfen für einige Zeit bei ihnen zuhause in Mels bleiben
und uns im blauen Zimmer häuslich einrichten. Auch in Eschenbach bei
Isabella's Eltern sind wir jederzeit herzlich willkommen. Für diese sehr
nette Gastfreundschaft wollen wir uns auf diesem Weg herzlich bedanken. |
19. April 2005
Wir verabschieden uns von unseren neu gewonnenen Freunden, Miriam,
Sanna, Natalia, Patricia, Ed, Dorothea und Margarita. Auch von unseren
sehr hilfsbereiten und warmherzigen Nachbarn Luis und Kati, ihren beiden
Hunden und der Taube Merlin müssen wir uns verabschieden. Uns fällt der
Abschied nicht ganz leicht, und wir sind alle ein bisschen traurig weil
sich unsere Wege nun trennen. Wir tauschen noch unsere E-Mail-Adressen
aus damit wir auf diesem Weg in Kontakt bleiben können. |
12. - 15. April 2005
Marco liegt mit einer Nierenkolik im Spital in Las
Palmas. Ausserdem hat er Probleme mit dem Rücken, dem Knie und dem
rechten Fuss.
Die geplante Reise vom 15. April 2005 nach Teneriffa müssen wir
annullieren.
Während Marcos Spitalaufenthalt entschliessen wir uns unsere Reise zu
unterbrechen und in die Schweiz zurück zu kehren. |
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2. April 2005
Der Tod von Papst Johannes Paul
II löst weltweit grosse Betroffenheit und Trauer aus. Auch hier in Las
Palmas, wo normalerweise um diese Zeit einiges los ist, ist heute Abend
eine bedrückte Stimmung spürbar. Uns bewegt die weltweite Verbundenheit
aller Menschen mit verschiedensteBeeindruckend sind auch die vielen
jungen Menschen, die beten und trauern.r Konfessionen und Kulturen, die den
Tod dieses grossen Mannes bedauern. «Unser geliebter Heiliger Vater
Johannes Paul ist in das Haus des Vaters zurückgekehrt», sagte
Erzbischof Leonardo Sandri bei der Bekanntgabe des Todes auf
dem Petersplatz.
Sein Nachfolger wird eine schwierige Aufgabe erhalten, die Kirche weiter
zu reformieren, zu liberalisieren und den Glauben an Jesus Christus auf
eine zeitgemässe Weise zu verkünden. Auch die Annäherung an die Jugend
wird eine wichtiger Bestandteil bleiben, um die Botschaften Freiheit,
Gerechtigkeit und Frieden glaubwürdig zu verbreiten. Wir möchten an
dieser Stelle auch einen Gedanken zur weiteren Öffnung der Kirche
äussern: Kann der Papst als irdischer Vertreter von Christus zukünftig
als Oberhaupt der Christen und nicht wie bisher nur als Oberhaupt
der Katholiken angesehen werden?
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1. April 2005
Die erste überarbeitete Version unseres
Reisebriefes
ist online! |
30. März 2005
Wir besuchen ein klassisches Klavierkonzert im Auditorium Alfredo
Kraus von Las Palmas. Als Pianist spielte Dezsö Ránki, er gilt aktuell
als einer der besten Pianisten aus Ungarn. Das Konzert dauerte mit einer kurzen
Pause etwa 2.5 Stunden. Folgendes Programm wurde von diesem Künstler auf absolut
professionelle Weise (und das ohne Notenblätter) gespielt:
- Franz Joseph Haydn, Andante con
espressione, Rondo, Presto
- Franz Schubert, Sonate en D mayor op.
53 D.850, Allegro vivace, Con moto, Scherzo, Rondo
- Bela Bartok, Mikrokosmos Vol. 6,
extractos, Variaciones libres, Arpegios divididos, Del diario de una mosca,
Segundas menores - Septimas mayores, Ostinato
- Claude Debussy, Estampas, Pagodas,
Atardecer en Granada, Jardines bajo la lluvia
- Bela Bartok, Out of Doors - Suite, Con
tambores y gaitas, Barcarolla, Musettes, La musica de la noche, La
persecucion
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