Unsere Leidenschaft ist das Reisen um die Welt. Unser Ziel ist es fremde Kulturen kennen zu lernen und die Kontakte mit Einheimischen zu suchen. Die Eindrücke der wunderbaren Natur und der schönen Landschaften, das herrliche Wetter und viel Sonnenschein sollen immer unser Begleiter sein. Es bereitet uns grosse Freude von unseren Erlebnissen und Abenteuern zu berichten und viele Leser daran teilhaben zu lassen, Marco & Isabella

 

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REISEBERICHT DEUTSCHLAND

 12. Januar 2007 - 14. Januar 2007

Reiseroute

Zürich - Basel - Kassel - Altenbeken - Neuenbeken
Neuenbeken - Paderborn
Neuenbeken - Altenbeken - Kassel - Frankfurt
Frankfurt - Basel - Brugg

Zürich - Basel - Kassel - Altenbeken - Neuenbeken

Freitag 12. Januar
Vor etwa drei Jahren habe ich in einem Forum über Ernährung eine gleichgesinnte Frau aus Deutschland kennengelernt. Wir zwei Frauen haben oft im Chat miteinander geratscht und uns über E-Mail auf dem Laufenden gehalten. Irgendwann stach uns aber die Neugier, wie die andere wohl so aussieht. Wir haben im November 2006 einen Termin vereinbart, wo Marco und ich Renate und ihren Mann Manni in Neuenbeken bei Paderborn besuchen werden. Heute ist es soweit. Marco und ich sitzen im Zug nach Basel, wo wir für die längste Etappe unserer Reise auf den deutschen ICE umsteigen. Nach Basel ist die Gegend eher trostlos, denn das Landschaftsbild wird von Industrie bestimmt. Überall ragen rauchende Kamine in den Himmel, und Lagerhallen besiedeln das Gebiet, so weit das Auge reicht. Nach Frankfurt ändert sich die Landschaft. Es wird überwiegend grün. Wiesen und Wälder leuchten in der Sonne. Man könnte fast meinen, es sei ein goldiger September Tag und nicht mitten im Januar. Auch hier lässt der Winter also auf sich warten. Marco und mir soll es recht sein, da wir beide nichts von Kälte und Schnee halten. Die Fahrt mit dem deutschen ICE ist sehr angenehm. Sogar der vom zuvorkommenden, deutschen Kellner servierte Kaffee schmeckt. Der Kaffee von der Minibar in den Schweizer Zügen schmeckt in der Regel eher bitter. Überhaupt kommt uns das deutsche Volk sehr höflich und hilfsbereit vor. Ein Mann hilft einer fremden Frau ihr Gepäck zu verstauen und verabschiedet sich höflich, als er bei der nächsten Station aussteigt. Nach knapp fünf Stunden treffen wir in Kassel ein. Hier müssen wir umsteigen. Der Zugbegleiter gibt über die Lautsprecher noch die Anschlüsse auf die nächsten Züge bekannt. Das macht er übrigens bei jedem Halt! Nun wissen auch Marco und ich genau, auf welchem Bahnsteig unser nächster Zug fährt. Wir haben aber noch eine Viertelstunde Zeit und schauen uns im Bahnhofsgebäude etwas um. Über eine Rolltreppe gelangen wir in die obere Etage des eher kleinen Bahnhofes. Hier gibt es einige Schnellimbissbuden, kleine Geschäfte und Cafés. Gleich vor dem Bahnhof ist die Busstation der Stadtbusse. Nach diesem kleinen Rundgang wird es für Marco und mich Zeit, wieder zum Bahnsteig zu gehen. Im ICE nach Altenbeken sitzen wir ganz zuvorderst. Nur eine Glastüre trennt uns vom Lokführer. Wir können also vorne aus dem Frontfenster hinausschauen und den Lokführer bei der Arbeit beobachten. Auf dieser Strecke, wie auch schon auf einigen Strecken zuvor, legt der Zug ein flottes Tempo vor. Es könnten so um die 200 km/h sein. Nach einer weiteren Stunde Zugfahrt kommen wir kurz vor 16.00 Uhr in Altenbeken an. Jetzt müssen wir nur noch Manni finden, der uns hier abholen soll. Ich habe Renate vor zwei Tagen noch ein aktuelles Foto von Marco und mir geschickt, damit Manni weiss, wie wir aussehen. Er findet uns auch auf Anhieb. Mit dem kleinen roten Flitzer von Reni werden wir nach Neuenbeken chauffiert, wo die beiden ein Häuschen besitzen. Die Begrüssung ist freudig. Mir kommt es so vor, als kenne ich die beiden schon lange, dabei treffen wir uns heute das erste Mal. Auch Marco fühlt sich gleich wohl hier. Mietze, eine der beiden im Haushalt lebenden Katzendamen, ziert sich nicht lange und lässt sich von uns Fremdlingen streicheln. Tiger, die zweite im Bunde, ist da eher skeptisch, und nach einem kurzen Beschnuppern meiner Finger verzieht sie sich lieber in ihre Ecke. Reni hat heute Geburtstag, deshalb ist auch ihre Tochter noch zu Besuch. Wenig später kommen auch noch die Nachbarn von Reni und Manni zum Kuchen essen und Gratulieren vorbei. Bei Wein, Bier und einem feinen Abendessen verbringen wir einen wunderschönen Abend. Wir reden über Gott und die Welt, und die Zeit vergeht wie im Fluge.

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Neuenbeken - Paderborn

Samstag 13. Januar
In Mannis "Bude", die er oben im ersten Stock uns als Schlafgemach zur Verfügung stellt, haben Marco und ich herrlich geschlafen. Nach einem kräftigen Frühstück sind auch unsere Lebensgeister wieder voll da und wir für neue Taten bereit. Als erstes rüstet Marco Renis und Mannis Computer noch ein bisschen auf. Wenn man schon mal einen Informatiker im Haus hat, dann packt man die Gelegenheit schliesslich gleich beim Schopf. Danach fahren wir zu viert in Renis rotem Flitzer nach Paderborn. Zahlreiche Grünflächen innerhalb der Stadt bieten viele Erholungsmöglichkeiten. Paderborn hat auch eine hübsche Altstadt und einen schönen, grossen Dom, den St. Liborius-Dom. Der imposante Dom stammt im wesentlichen aus dem 13. Jahrhundert. Er besteht aus einer dreischiffigen Hallenkirche mit zwei Querhäusern. Besonders charakteristisch ist der mächtige romanische Westturm aus dem 12. Jahrhundert, der mit einer Höhe von 93 m die Innenstadt weit überragt. In der Krypta, die mit einer Länge von 32 m eine der größten in Deutschland ist, werden die Gebeine des Heiligen Liborius aufbewahrt. Natürlich schauen wir uns die mächtige Kirche genauer an. Schöne Wand- und Deckenmalereien, Rosettenfenster und schöne Fensterbilder verzieren ihr Inneres. In einem Innenhof des Doms gibt es das berühmte Hasenfenster. Dieses bildet drei Hasen ab, die im Kreis angeordnet sind. Im Ganzen haben die Hasen nur drei Ohren, und trotzdem hat jeder Hase einzeln betrachtet seine beiden Löffel. Wir erfahren von einer Frau, die in der Kirche arbeitet, dass die Hasen die Dreifaltigkeit Gottes symbolisieren. Nach diesem geschichtlichen und kirchlichen Ausflug in die Vergangenheit ist uns allen nach etwas frischer Luft zu Mute. Wir schlendern gemütlich durch die Gassen der Altstadt, die links und rechts mit Geschäften und Cafés gesäumt sind. Tatsächlich sehen wir in einem Souvenirladen rote Bettflaschen mit Schweizerkreuz! In einem Restaurant, das berühmt ist für seine Currywurst, lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, eben eine solche zu probieren. Mehr als eine Wurst mit Ketchupsauce und etwas Currypulver obenauf bekommen wir aber nicht vorgesetzt, und wir sind etwas enttäuscht. Eine Erfahrung reicher zieht es uns wieder nach draussen, denn es hat mittlerweile auch aufgehört zu regnen. Zum Abschluss des heutigen Ausfluges in die Stadt setzen wir uns in ein hübsches Kaffee und lassen unsere Lebensgeister mit dem heissen Getränk wieder wecken. Dann wird es auch schon bald dunkel, und wir holen Renis rotes Auto auf dem Parkplatz ab, das uns brav wieder zu Renis und Mannis Haus zurück bringt. Während Marco an Renis Computer rumbastelt und sich mit den spontanen Besuchern Hansi und Bernhard unterhält, bereite ich mit Manni die berühmten Fleischrouladen zu. Fleischrouladen sind überdimensionale Fleischvögel, die im Römertopf geschmort werden. Dazu gibt es Rotkraut und Kartoffeln. Es schmeckt einfach köstlich! Bei Wein, Bier und angeregter Unterhaltung mit Reni, Manni, Hansi, Bernhard und Marco und mir vergeht auch dieser Abend im Nu.

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Neuenbeken - Altenbeken -  Kassel - Frankfurt

Sonntag 14. Januar
Nach einem späten Frühstück heisst es dann schon wieder Abschied nehmen, denn um 12.00 Uhr fährt unser Zug von Altenbeken nach Kassel und nach Frankfurt. Reni und Manni bringen uns mit dem roten Flitzer zum Bahnhof, wo wir uns nun endgültig verabschieden müssen. Wir vereinbaren aber schon ein nächstes Treffen irgendwann im Sommer. Dann trudelt auch schon unser ICE ein. Auch auf dieser Fahrt wird uns von einem Kellner ein köstlicher Kaffee kredenzt. Nach einer knappen Stunde Fahrt müssen wir wiederum in Kassel umsteigen. Marco hat morgen geschäftlich in Frankfurt zu tun, und deshalb nutzen wir die Gelegenheit, auch diese Stadt ein wenig näher kennen zu lernen. Unser Hotel befindet sich gleich neben dem Sackbahnhof, und so müssen wir nach der Ankunft nur noch aus der Bahnhofshalle und links um die Ecke gehen. Nachdem wir uns eingerichtet haben, starten wir unsere Entdeckungstour. Das Wetter ist uns heute gnädig, und es scheint sogar die Sonne. So spazieren wir als erstes dem Main entlang. An diesem Sonntag Nachmittag scheint das Ufer des Flusses die Flaniermeile Nummer 1 von Frankfurt zu sein. Das Stadtbild ist geprägt von viel Industrie, Banken und hohen Häusern. Die imposante Skyline lässt einen an New York erinnern. In der Main-Metropole befindet sich neben der modernen pulsierenden Stadt aber auch eine kleine hübsche Altstadt. Wir schlendern gemütlich durch die mit Riegelhäusern gesäumte Gassen und genehmigen uns in einem der zahlreichen Restaurants einen Kaffee. Danach spazieren wir gemütlich in die Stadt zurück und fahren noch zwei Stationen mit dem Tram. In der Nähe unseres Hotels suchen wir uns eine Kneipe, wo wir ein Bierchen trinken und spanischen Fussball schauen. In einem chinesischen Restaurant essen wir ein feines Menü. Dann wird es Zeit ins Hotel zurückzukehren, denn schliesslich müssen wir beide morgen wieder arbeiten.

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Frankfurt - Basel - Brugg

Montag 15. Januar
Um 08.00 Uhr klingelt der Wecker. Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir ins Restaurant, um uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet zu bedienen. Nach dieser Stärkung wird es Zeit, die Tasche zu packen. Marco muss nun zur Arbeit ins Stadtzentrum von Frankfurt und ich zum Bahnhof, um den direkten Zug nach Basel zu suchen. Ich habe aber genügend Zeit und kann mir noch einen Kaffee genehmigen. Pünktlich um 10.00 Uhr trudelt der ICE ein. Ich finde auch gleich einen freien nicht reservierten Platz, obwohl doch viele Leute in denselben Zug steigen. Die dreistündige Fahrt gestaltet sich auch diesmal sehr gemütlich. In Basel muss ich dann umsteigen, um nach Brugg zu gelangen, denn ich muss heute Nachmittag ja noch arbeiten gehen. Marco kehrt erst heute Abend mit dem direkten Zug bis nach Zürich zurück. Um 22.30 Uhr sind wir beide wieder zu Hause und träumen noch ein wenig von den vielen schönen Eindrücken, die uns dieses Wochenende beschert hat.

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letzte Aktualisierung der Website am 09.02.2007
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