Unsere Leidenschaft ist das Reisen um die Welt. Unser Ziel ist es fremde Kulturen kennen zu lernen und die Kontakte mit Einheimischen zu suchen. Die Eindrücke der wunderbaren Natur und der schönen Landschaften, das herrliche Wetter und viel Sonnenschein sollen immer unser Begleiter sein. Es bereitet uns grosse Freude von unseren Erlebnissen und Abenteuern zu berichten und viele Leser daran teilhaben zu lassen, Marco & Isabella

 

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DATENBLATT  "CALAPARANA"

 

Inhalt

Erklärung
Beschreibung
Technische Daten
Leute
Ladung
Route
Navigation
Sicherheit und Qualität
Alltag an Bord

Erklärung

Das folgende Datenblatt der Calaparana wurde von uns während der Fahrt von Europa nach Südamerika erstellt. Die gesammelten Daten beruhen auf Informationen der Crew, sowie einigen, schriftlichen Unterlagen an Bord. Aus diesem Grunde geben wir für den Inhalt keine Garantie auf Vollständigkeit oder Korrektheit.

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Beschreibung

Die M/V Calaparana ist ein Containerschiff im Besitz der deutschen Reederei Rudolf Schepers GmbH. Das Frachtschiff wird gechartert von der italienischen Firma Costa Container Lines. Der Aufbau des Schiffes ist mit der entsprechenden Abkürzung CCL gekennzeichnet. Grosse Konkurrenz auf dem internationalen Markt ist das schweizerische Unternehmen MSC, das wegen der Grösse des Unternehmens in Seemannskreisen auch "MafiaSeeClub" genannt wird. Das Schiff fährt unter der Flagge von Antigua & Barbuda. Der Kiel des Schiffes wurde am 19.06.95 erstellt, das ganze Schiff wurde am 25.01.96 fertig erstellt.

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Technische Daten

Länge: 178 m
Breite: 27.5 m
Höhe ab Kiel: 46.4 m
Leergewicht: 7525 t
Tonnage: 18166 t
maximales Gewicht: 26300 t
maximaler Tiefgang: 10.5 m
Fahrgeschwindigkeit: 17-20 Knoten
Motorenleistung: 13125 KW
Schraubendrehzahl: 128 U/Min
Durchmesser der vierblättrigen Schraube: 6.2 m
Bugkorrekturmotor: 880 KW
drei schiffseigene Lastkranen, Marke Liebherr, maximale Traglast je: 40 t
Treibstoffverbrauch: 58 t/Tag
maximale Containeranzahl: 932 40 Zoll Container + 28 20 Zoll Container oder 1906 20 Zoll Container
maximale Tragkapazität in Kubikmeter: Hold #1 6600 + Hold #2 13000 + Hold #3 9000 + Hold #4 8200 = 36800
Tankkapazität Treibstoff: 2080 Kubikmeter
Tankkapazität Frischwasser: 335 Kubikmeter
Tankkapazität Ballastwasser: 6600 Kubikmeter
Rettungsbootkapazität: 32 Leute
minimale Besatzung: 16 Leute

Die Fahrgeschwindigkeit hängt stark von der Meeresströmung und Windrichtung ab. Im Durchschnitt erreicht das Schiff etwa 19 Knoten.
Als Treibstoff wird Marineöl verwendet, ein unraffiniertes Öl, das erst im Maschinenraum des Schiffes gereinigt und gefiltert wird.
Es werden zwei Arten von Tauseilen verwendet. Dicke schwarze Taue, die komplett aus festgedrehten, harten Schnüren bestehen, werden primär für das Ziehen mit den Schleppern verwendet, sekundär für das Sichern des Schiffes am Hafen. Etwas weniger dicke graue Taue, die innen aus verdrehten, harten Kunststofffasern bestehen  und nur mit einer dünnen Aussenschicht von verdrehten Schnüren aufgebaut sind, dienen hauptsächlich für die Befestigung des Schiffes. Dabei werden jeweils zwei Taue am Bug und am Heck eingesetzt.

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Leute

Im gesamten befinden sich 23 Leute an Bord der Calaparana. Die Mannschaft besteht aus 19 Mitarbeitern. Die Crew ist hierarchisch organisiert gemäss dem folgenden Schema:

Funktion

Master
Chief Officer
2nd Officer
3rd Officer
Chief Engineer
2nd Engineer
Electrician
Bosun
Seaman (5)
Cadet
Oiler (2)
Wiper
Chief Cooker
Steward

Aufgabe

Kapitän, Verantwortung für Schiff, Zoll, Finanzen und Papiere
erster Offizier, Verantwortung für Fracht, Logistik und Navigation
zweiter Offizier, Navigation, Passkontrollen, Sanitäter
dritter Offizier, Navigation, Sicherheit und Rettung
Cheftechniker, Verantwortung für Technik und Maschinen
zweiter Techniker, Betrieb der technischen Geräte und Maschinen
Elektriker, Installation und Betrieb der elektrischen Installationen
Chefmatrose, Verantwortung für Arbeiten an Deck, führt Schiffsbuch
Matrosen, sämtliche Arbeiten an Deck inkl. Kranführung
Lehrling, unterstützt Offiziere bei der Navigation
Maschinist, unterhält Maschinenraum
Wischer, reinigt und pflegt den Maschinenraum
Chefkoch, verpflegt alle Leute an Bord
Verwalter, Kellner, Haushalter, verantwortlich für das Wohlergehen an Bord

Dazu kommen noch maximal 4 Passagiere, die auf dem 3. Deck im Aufbau des Schiffes in der Eignerkabine untergebracht sind.

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Ladung

Die Organisation, sprich korrekte Anordnung der Container, Aufgabe des Chiefofficiers, im Ladungsbüro auf dem Hauptdeck befindet sich Computer mit spezieller Software

Frachtraum, Deckel zwischen 23t - 30t

Einige Container mit der Aufschrift CCL, dieselbe Firma, die auch die Calaparana gechartert hat.

Viele leere Container, Füllgewicht bis 40t

Viele Container mit autonomer Kühleinrichtung, am Strom vom Schiff angeschlossen

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Route

Die Route der Calaparana verbindet grundsätzlich Europa und Südamerika. Während einigen Monaten wird immer dieselbe Strecke zurückgelegt. Dabei definiert der Voyage Index die Häfen, die in einer Rundreise  angefahren werden. Die Fahrzeiten auf See (Steaming Time) und die Wartezeiten am Hafen (Portstays) werden zum voraus genau festgelegt und vorgegeben. Es herrscht also ein genauer Fahrplan als Sollvorgabe. Auch hier gilt das Motto: Zeit ist Geld, so soll die Calaparana bei Fahrt auf See der Reederei ein vorkalkulierter Gewinn von 20'000$ pro Tag bescheren.

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Navigation

Ausschliesslich von der Brücke, 6. Deck im Aufbau, einige elektronische Hilfsmittel, Computer, 2 Radar, 2 GPS, Satellitentelefon und Fax Inmarsat B, Funk mit fix festgelegten Frequenzen für den Schiffsverkehr und Hafen, E-Mail Inmarsat C, USB Stick für Datentransfer, Disketten und Bandlaufwerke für Datensicherung

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Sicherheit und Qualität

Die Calaparana ist ein 10 Jahre altes Containerschiff und zählt somit bereits zu den älteren Schiffen.

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Alltag an Bord

Mit einem Frachtschiff zu reisen ist ein spannendes und angenehmes Abenteuer. Man muss sich aber darüber bewusst sein, dass hier ein paar Regeln gelten, die auf einem Passagierschiff nicht unbedingt zur Tagesordnung gehören. Auf einem Frachtschiff ist es eine Bedingung, dass man sehr gut zu Fuss ist, denn es hat sehr viele Treppen zu bewältigen. Draussen kann es durch Regen oder das Spritzen des Meerwassers ab und zu etwas rutschig sein, deshalb gilt es auch gutes Schuhwerk zu haben. Die Schiffe sind im allgemeinen sehr hoch gebaut, und deshalb ist es nicht gerade ein Vorteil, wenn man nicht schwindelfrei ist. Es ist auf jeden Fall wichtig, Medikamente gegen Seekrankheit dabei zu haben. Auf einem Ozean sind die Bewegungen des Schiffes um einiges stärker, als auf einer Schiffsfahrt auf dem Mittelmeer oder einer Reise mit Zug oder Bus. Man spricht von einem "Rolling", wenn das Schiff nach Steuerbord und Backbord schwankt oder von einem "Vibrating", wenn das Schiff infolge leichter Ladung zittert und auf dem Wasser holpert. Die Ingwer-tabletten, die Marco und ich dabei hatten, haben uns sehr geholfen, dass wir beide nicht wirklich richtig seekrank wurden. Für die Verpflegung gelten fixe Essenszeiten, Frühstück 07.30 Uhr  - 08.30 Uhr, Kaffee 10.00Uhr - 10.20Uhr, Mittagessen 11.30 Uhr - 12.30 Uhr , Kaffee 15.00 Uhr - 15.20 Uhr, Abendessen 17.30 Uhr - 18.00 Uhr. Die Mahlzeiten werden in der Messe eingenommen, wo auch die Officers, der Elektriker, die Ingenieure und der Master essen. Da sich der Koch und der Steward wirklich grosse Mühe beim Zubereiten und Servieren der Mahlzeiten geben, soll man pünktlich zu den Mahlzeiten erscheinen. Der ganze Service ist super, man wird kulinarisch mit einer internationalen Küche verwöhnt. Es gibt drei warme Mahlzeiten täglich, immer eine reichliche Auswahl, wobei auch eigene Wünsche  berücksichtigt werden. Alle Arbeiter an Bord, von den Matrosen bis zum Master, haben sehr arbeitsintensive Tage. Manche von ihnen sind manchmal bis zu neun Monaten auf demselben Schiff. Die Crew ist nicht zuständig für die Unterhaltung der Gäste! Wichtig auf einer solchen Reise ist es, sich selber beschäftigen zu können. Es sind aber alles sehr nette, fröhliche Leute, die auf dem Frachter arbeiten und meistens für ein Schwätzchen zu begeistern. Der Wohnbereich der Passagiere befindet sich auf dem 3. Aufbaudeck. Die 2-Personen Kombüse ist unterteilt in einen Salon und einen Schlafraum. Der Salon ist mit einem kleinen Kühlschrank ausgestattet, ausserdem gibt es hier auch eine Auswahl an verschiedensprachigen Büchern. Ein Fenster im Salon ist an der Backport-Seite, welches bei schwachem Wind und trockenem Wetter geöffnet und arretiert werden kann. Die anderen drei Fenster zeigen nach vorne zum Bug und sollten nicht geöffnet werden, es ist einfach zu windig und zu laut. Auf jeder Etage des Aufbaus hat es Türen nach aussen. Diese Türen sollten aber nach der Benutzung wieder geschlossen und verriegelt werden. Als weitere Inneneinrichtungen an Bord gibt es einen Pool, der mit Meerwasser gefüllt werden kann, eine Sauna und einen Freizeitraum mit Tischtennis und wenigen Fitnessgeräten. Der Aufenthaltsraum der Offiziere kann von den Gästen mitbenutzt werden. Er enthält eine Bar, TV, Video, DVD und eine Bibliothek mit Büchern in verschiedenen Sprachen. Ausserdem gibt es auf dem 1. Unterdeck eine Waschküche mit Waschmaschinen und Tumbler. Laut Waschplan haben die Gäste Dienstags und Donnerstags Gelegenheit ihre Kleider zu waschen, auch das Waschmittel wird zur Verfügung gestellt. Die Räume im Schiff sind durch die Klimatisierung teilweise sehr kühl, sodass es sich empfiehlt ein Jäckchen griffbereit zu halten. Während den Kaffeepausen kann man zusammen mit den Offizieren und Mechanikern im Ladebüro auf dem Hauptdeck sitzen oder mit dem Kaffee durch die Hintertüre nach draussen ans Heck gehen. Grundsätzlich darf man sich auf dem Schiff im ganzen Bereich des Hecks aufhalten. Am meisten Platz hat es auf dem Hauptdeck und auf dem 2. Deck, das zugleich als Musterstation dient. Auf der Holzbank, die hier aufgestellt ist, kann man sehr gut sonnen und dabei das Meer beobachten. Auf diesem Deck findet auch das Barbecue auf See statt. Weiter oben auf dem 5. Deck befindet sich so etwas wie ein Balkon mit genügend Platz. Zuoberst auf der Brücke ist es jedoch am schönsten, da die Aussicht rundherum einfach einmalig ist. Grundsätzlich ist man beim diensthabenden Officier stets willkommen, wenn man ihm auch im Steuerhaus einen Besuch abstattet. Wenn der Chief Engineer Zeit hat, ist auch er gerne bereit, einem den gesamten Maschinenraum im Untergrund des Schiffes zu zeigen. In den Maschinenräumen ist es zwischen all den Generatoren und Pumpen aber sehr laut, daher empfiehlt sich ein Ohrenschutz zu benutzen. Auch der Bug des Schiffes ist ein empfehlenswerter Aufenthaltsort. Es kostet allerdings etwas Überwindung, unter den knarrenden Containern hindurch zu gehen. Ist man aber erst mal vorne, beeindruckt einem die Stille die hier herrscht.

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letzte Aktualisierung der Website am 09.02.2007
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