GRAN CANARIA


Unser Winterdomizil

Las Palmas de Gran Canaria

19. November 2004 - 20. April 2005


 

Las Palmas

ist die Hauptstadt  der kanarischen Insel Gran Canaria. 2/3 der  Gesamtbevölkerung wohnen hier. Das sind etwa 550'000 Menschen.

Las Palmas wurde 1478 gegründet.

Die Stadt lebt hauptsächlich vom Tourismus, vom Fischfang und der Fischverarbeitung.

Exportiert werden Nahrungsmittel und Tabak.

Sehenswürdigkeiten der Stadt:

  • die spätgotische Kathedrale

  • das bischöfliche Palais

  • ein Haus, das Christoph Kolumbus 1492 besuchte.

Quelle: Encarta Enzyklopädie

Die Insel Gran Canaria

Wetter:

Die südliche Lage von Gran Canaria verspricht grundsätzlich ein ganzjähriges stabiles, warmes Klima, das hauptsächlich vom Atlantik beeinflusst wird. In diesem Jahr war der Winter auf Gran Canaria ungewohnt kühl, neblig und nass. Von November bis Februar gab es sehr viel Regen und Wind. In den zentralen Bergregionen San Mateo und Tejeda hat es sogar während ein paar Tagen geschneit! Laut Einheimischen ist das seit 24 Jahren nicht mehr vorgekommen. Die Durchschnittstemperaturen tagsüber in Las Palmas lagen bei milden 20 °C, in der Nacht kühlte es bis 15 °C herunter. Die teilweise kalte, feuchte Bise vom Meer sorgte über Nacht auch für eine recht hohe Luftfeuchtigkeit, sodass es spürbar kälter werden konnte. Seit Februar gab es in den Bergregionen bereits einige wunderbare, sonnige Frühlingstage, die zu einem Ausflug oder zum Wandern in die Natur einluden. Seit März hat sich der Sonnenschein wieder täglich zurückgemeldet, aber es gab einige Tage mit Dunst, der sich meistens gegen Abend auflöste. Teilweise war es am Strand tagsüber bereits 20-25 °C.

Das Positive an diesen vielen Niederschlägen ist, dass sich die Wasserspeicher und Stauseen in den Bergen voll auffüllen konnten. Sogar der karge, trockene Süden ist durch den Regen an vielen Stellen grün geworden.

Es gibt aber leider auch negative Auswirkungen. Die vielen Gemüse- und Obstanbaugebiete haben durch die Wassermengen und starken Winde gelitten. Die Ernte viel dadurch teilweise sehr gering aus.

Natur:

Durch die klimatischen Unterschiede in den verschiedenen Regionen ist die Natur auf Gran Canaria sehr vielseitig.

Der Süden der Insel ist trocken und die Vegetation daher eher karg. Sehr bekannt dafür sind auch die Sanddünen von Maspalomas.

Anders der Norden, wo es mehr als in anderen Regionen regnet. Hier ist die Vegetation bedeutend grüner und saftiger.

Die Bergregionen sind das Zentrum der Insel. Viele Barrancos (Schluchten) und felsige zum Teil unwegsame Gebiete kennzeichnen dieses Gebiet der Insel. Hier ist es wegen den Pinienwäldern und durch die, vor allem in der Frühlingszeit, blühenden, unzähligen, schönen Pflanzen aber auch sehr grün. Im Februar ist die Blütezeit der Mandelblüten.

Öffentlicher Verkehr:

Der öffentliche Verkehr auf Gran Canaria besteht ausschliesslich aus Bussen und zahlreichen  Taxis.

Die Autobusse werden hier auf Gran Canaria 'Guaguas' genannt. Diese Bezeichnung stammt aus Südamerika. Ursprünglich soll das Wort aus dem englischen Wort 'Wagon' abgewandelt worden sein. Da  die spanisch sprechenden Völker den Buchstaben W als U aussprechen, entstand erst einmal 'Uagon'. Das fanden die Leute aber nicht unbedingt leichter auszusprechen. So machte man kurzerhand ein G vor das U. Und aus dem 'Wagon' wurde der 'Guagon', was wiederum ein Zungenbrecher ist. Also wandelte man noch einmal ab, und so entstand das Wort 'Guagua'.

Die gelben Guaguas sind die Stadtbusse von Las Palmas. Sie verbinden die Regionen dieser  riesigen Stadt und deren Aussenbezirke. Gewisse Buslinien im Zentrum verkehren sogar 24 Stunden. Das Busnetz ist sehr gut ausgebaut, teilweise sind sogar elektronische Anzeigen an den grösseren Haltestellen montiert. Empfehlenswert ist es daher sich einen Busfahrplan für die Stadt zu besorgen. Sie sind an der Estacion de Guaguas am Parque San Telmo oder an der Estacion de Guaguas am Parque Santa Catalina erhältlich.

Die grünen Guaguas verbinden von Las Palmas aus die ganze Insel. Sie fahren hauptsächlich ab der zentralen Estacion de Guaguas am Parque San Telmo. Während den Wochentagen verkehren die Busse regelmässig in einem Taktfahrplan. Entlang der Ostseite der Insel, zum Flughafen und bis zur Touristenhochburg 'Playa del Ingles' verkehren Schnellbusse im Stundentakt. Auch die Bergregionen und entlegenen Gebiete werden tagsüber erreicht. Jedoch abends und am Wochenende sind die Angebote reduziert. Es lohnt sich auf jeden Fall auch mal den Chauffer zu fragen. Informationen und Fahrpläne sind an den beiden grösseren Haltestellen Parque Santa Catalina oder Parque San Telmo erhältlich.

Tickets:

Für eine einfache Fahrt im gelben Guagua in der Stadt bezahlt man 90 Eurocents. Bezahlt wird beim Einsteigen direkt beim Chauffeur. Erhältlich sind aber auch Karten für 10 Fahrten, die 5.70 Euros kosten. Diese erhält man bei den grösseren Haltestellen und werden bei jeder Fahrt jeweils entwertet.

Für die grünen Guaguas gibt es die 'Tarjeta Insular'. Sie kostet 15 Euro. Es wird jeweils der Betrag für die Fahrt direkt vom Guthaben der Karte abgezogen. Und die Fahrt kostet mit der Karte etwas weniger (20%) und lohnt sich auf jeden Fall. Bezahlt wird ebenfalls beim Einsteigen direkt beim Chauffeur.

Taxis:

Die weissen Taxis prägen das Strassenbild von Las Palmas über Nacht. Die Taxis sind die praktische, zuverlässige und auch günstige Alternative für Einheimische und Besucher, wo man mit den Stadtbussen nicht hinkommt. Obwohl unzählige solcher Fahrzeuge verkehren, kann man während gewissen (Nacht-)Stunden schon mal einige Minuten am Strassenrand verharren, bis ein freies Taxi vorbeifährt. Aber auch auf dem Land sind die Taxis gefragt. Es kann gut vorkommen, dass man von einer ausgedehnten Wanderung in den Bergen den letzten Bus im Dorf verpasst und so halt mit dem Taxi bis zur nächsten Stadt chauffiert wird. Die Taxis verfügen über elektronische Zähler, für längere geplante Strecken sollte vorher der Preis mit dem Chauffeur vereinbart werden.

Strassen:

Das Strassennetz in den Dörfern und Städten ist sehr gut ausgebaut. Auch um in die Bergregionen zu gelangen, gibt es gut befahrbare Strassen. Diese sind zum Teil aber etwas schmal, und es empfiehlt sich in engen Kurven zu hupen, um auf sich aufmerksam zu machen. Wenn man auf eigene Faust mit einem Mietauto die Insel entdecken will, ist es von Vorteil eine Strassenkarte zu haben. Es könnte  sonst durchaus vorkommen, dass man von den Hauptstrassen abkommt. Und die Nebenstrassen sind zum Teil nicht asphaltiert, sehr eng und und können durchaus gefährlich sein.

Leute:

Die Einheimischen von Gran Canaria, die Canarios scheinen im ersten Moment etwas raubeinig. Sie sprechen sehr laut und mit vielen Kraftausdrücken. Hinter dieser Fassade stecken aber sehr herzliche, hilfsbereite und liebevolle Menschen. Die Canarios sind ein stolzes Inselvolk. Sie sagen von sich selber, dass sie keine Spanier sind, sondern eben Kanaren. Viele von ihnen würden sich gerne vom spanischen Festland trennen und einen eigenen Inselstaat gründen.

Tourismus:

 

Las Palmas

Stadtteile:

Der ältere, südliche Stadtteil lebt von der wunderschönen Altstadt, der Veguetta. Da steht auch die berühmte spätgotische Kathedrale. Ausserdem befinden sich hier auch die meisten Museen. In der Zona Triana an der Calle Mayor de Triana erstreckt sich die grösste Fussgängerzone von Las Palmas und die bekannteste Einkaufsstrasse dieses Stadtteils.

Der  neuere nördliche Stadtteil ist bekannt durch die eher touristische Gegend an der Playa de las Canteras und dem Parque Santa Catalina. Es gibt hier unzählige Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Bars.

Einkaufsmöglichkeiten:

Lebensmittel:

Die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Ladenkette für Lebensmittel ist der 'Hiperdino'. Davon gibt es kleine, grosse und sehr grosse Läden. In den grösseren Filialen findet man Frischfleisch, frischen Fisch und eine Wurst- und Käsetheke. Man hat das Gefühl, als ob man an jeder Strassenecke einem solchen 'Hiperdino' begegnet. Neben den 'Hiperdinos' gibt es auch noch einen 'Mercadona'. Diese Ladenkette ist in ganz Spanien zu finden und zeichnet sich durch günstige Produkte und grosse Auswahl aus. Er ist mit der Migros in der Schweiz zu vergleichen. Einige 'SPAR', ein grosser 'Carrefour' und  unzählige Minimercados und 24-Stunden- Shops vervollständigen die grosse Auswahl an Lebensmittelgeschäften. Neben den Supermercados findet man natürlich auch Spezialgeschäfte wie Bäckereien, Konditoreien, Metzgereien und Charcuterien. Selbstverständlich gibt es auch in dieser Stadt Markthallen mit frischem Fisch, Fleisch, Gemüse, Brot, Blumen und speziellen Produkten. Eine befindet sich in der Veguetta, der Altstadt, eine in der Nähe der Calle Mesa y Lopez im neueren Stadtteil und eine am Puerto de la Luz.

Mode und anderes:

In der ganzen Stadt gibt es unzählige, kleine Modeboutiquen und Schuhgeschäfte. Die bekanntesten und grössten Einkaufszentren sind aber die so genannten Centro comercial wie das 'Muelle' in der Nähe des Parque Santa Catalina, 'Las Arenas' am Ende des Paseo de las Canteras (da befindet sich auch der 'Carrefour') und 'Las Ballenas', etwas ausserhalb der Stadt. Sie alle bieten mit vielen Geschäften alles an, was man so braucht und nicht braucht. Die Avenida  de José Mesa y Lopez ist ausserdem eine der bekanntesten Einkaufsstrassen, wo sich auch zwei Filialen des in Spanien sehr bekannten Einkaufshauses 'El Corte Ingles' befinden.

1 Euro-Bazars

Das sind kleine meistens von Asiaten geführte Bazars. In diesen dicht gedrängten Regalen bekommt man von Schreibwaren, über Kosmetik, Kleider, Wein, elektronische Geräte, Haushaltartikel bis hin zu Glühbirnen und vielem anderen, alles ab einem Euro.

Ausgang und Nachtleben:

Es gibt in der ganzen Stadt sehr viele Restaurants, Bars und Diskotheken, die dazu einladen das Nachtleben zu geniessen.

 

 

letzte Aktualisierung am 19.05.2006