Nuestra pasión es el recorrido alrededor del mundo. Nuestra meta es ser aprendidolo culturas más extrañas y buscar los contactos con los nativos. Las impresiones de la naturaleza maravillosa y de los paisajes hermosos, el tiempo espléndido y mucha sol deben ser siempre nuestro compañero. Para nosotros prepara grande alegría para divulgar de nuestras experiencias y aventuras a y de muchos lectores para dejarle las partes, Marco y Isabella

 

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REPORTE BRASILIEN

1. Februar 2006 - 21. Februar 2006

 

Ruta de viaje
Foz do Iguaçu
Foz do Iguaçu-Camboriú

Camboriú
Camboriú-Florianópolis
Florianópolis
Florianópolis-Torres
Torres
Torres-Porto Alegre-Montevideo (Uruguay)

Foz do Iguaçu

Mittwoch 1. Februar
Nach dem etwas turbulenten Beginn unserer Einreise nach Brasilien (siehe Reporte Argentinien), richten wir uns im "Hotel del Rey" ein und sind danach bereit für neue Taten. Wie immer, wenn wir in ein neues Land einreisen, müssen wir als erstes einen Geldautomaten finden, der uns Geld in der richtigen Währung, in diesem Fall Reais, herausrückt. In einem grossen Einkaufsladen in der Nähe des Stadt-Busterminals gibt es vier verschiedene Geldautomaten, von denen gnädigerweise eine meine Maestro-Karte akzeptieret. Nachdem auch die Geldangelegenheit geregelt ist, gehen wir zur Bushaltestelle zurück, von wo aus die Linienbusse zum brasilianischen Teil des Iguazu-Nationalparks fahren. Der Busterminal der Stadtbusse ist mit vielen Absperrgittern versehen, und es gibt nur einen offiziellen und legitimen Eingang, wo man beim Zutritt die Kosten für den Bus bezahlt. Aber man bekommt kein Ticket. Wir sind sehr über dieses System erstaunt, das rein auf Vertrauen beruht. Die Fahrgäste, die unterwegs zusteigen, bezahlen den Fahrpreis beim Ticketverkäufer, der vorne im Bus mitfährt. Die Fahrt dauert etwa eine knappe Stunde, bis wir am Eingang des Nationalparks sind. Hier müssen wir natürlich erst einmal den Eintritt von 20 Reais = ca. 12 Franken pro Person bezahlen. Im Preis inbegriffen, ist aber der Shuttlebus, der uns auf einer breiten Strasse durch den Dschungel bis zur Endstation und zu den Iguaçu- Fällen fährt. Man hat aber auch Gelegenheit an zwei Zwischenstationen auszusteigen, um Abenteuer wie Rafting oder Fahrten mit dem Elektromobil quer durch den Dschungel zu realisieren. Diese Aktivitäten sind selbstverständlich nicht im Eintrittspreis inbegriffen. Auch hier auf der brasilianischen Seite des wunderschönen Nationalparks gibt es einen bequemen und schön angelegten Weg mit verschiedenen Aussichtspunkten auf die imposanten Wasserfälle. Von dieser Seite aus ist man zwar nicht ganz so nahe an den Wasserfällen wie auf der argentinischen Seite, dafür hat man einen wunderbaren Überblick auf alle 270 "Saltos" inmitten der grünen Natur des Regenwaldes. Beim grössten und spektakulärsten Wasserfall gelangt man über eine Brücke beinahe mitten in diesen tosenden und brausenden "Gargante del Diablo", was sehr eindrücklich und grossartig ist. Mit einem Lift kann man noch auf einen Aussichtsturm hinauffahren, von wo aus man einen gewaltigen Ausblick auf die kräftigen Wassermassen hat, die sich über 60 Meter hohe Klippen und Felsen stürzen. Auf dem Rückweg zum Shuttle-Bus machen wir noch Bekanntschaft mit kleinen, putzigen, affenähnlichen Pelztieren. Wir sind der Meinung, dass es Waschbären sein müssten. Nach dem Besuch der "Cataratas" haben wir noch nicht genug, sondern statten dem nahe gelegenen "Parque das Aves" = Vogelpark einen Besuch ab. Trotz des Rabattes, den wir von unserem Hotel bekommen haben, bezahlen wir noch je 21 Reais Eintritt. Dieses Geld ist aber wirklich gut investiert. Wir sehen verschiedene exotische Vogelarten, die in den Regenwäldern von Brasilien und anderen Gebieten der ganzen Welt beheimatet sind wie Strausse, Nandus, Flamingos, Enten, Kraniche, Kolibris, Storche, Adler, Fasane, Papageien und auch riesige Schmetterlinge. Leider sind viele dieser farbenprächtigen Tiere vom Aussterben bedroht. Einige der 800 Vögel leben in riesigen 8m hohen Volieren, durch die wir hindurchspazieren können. Die einen Tiere sind so zahm, dass man sie beinahe berühren kann. Ein grüner "Loropapagei" spricht sogar mit uns! Jedoch verstehen wir ihn nicht, da unser brasilianisch etwas dürftig ist. Somit beschränkt sich unsere Kommunikation mit dem sprechenden Vogel auf ein nettes "Hola chico", absolut genial. Auch begegnen wir vielen verschieden "Tucanen" mit ihrem auffälligen, grossen, farbigen Schnabel, die das Wahrzeichen dieser Region sind. Uns gefällt die Lage des Parks mitten im Dschungel und die artgerechte Haltung der Tiere. Beim Spaziergang durch diese naturgetreue Vogelgehege fühlt man sich, umgeben von tropischen Pflanzen und der ganzen Akustik, wie im Urwald. Am Schluss machen wir noch einen Besuch im Papageienkäfig. Am Eingang steht ausdrücklich geschrieben, dass der Eintritt auf eigenes Risiko erfolgt. Kaum sind wir in der Riesen-Voliere, werden wir auch beinahe von einem grossen, originalen, vorbei fliegenden Amazonaspapagei gerammt. Eines der Pracht-Exemplare, ein blau gefiederter Ara, lässt sich von mir sogar streicheln, kann es dann aber doch nicht lassen, mir kräftig in den Finger zu beissen. Frecher Vogel! Ein Bereich des Parks ist der afrikanischen Savanne gewidmet, wo es keine Vögel zu bestaunen gibt, dafür aber grosse Schlangen, Leguane, Krokodile und Wasserschildkröten. Nach diesen wunderschönen, einzigartigen Erlebnissen lassen wir uns vom Linienbus wieder zurück in die Stadt fahren.  Am Abend gehen wir in die vom Hotel empfohlene "Churrascaria Bufalo Branco". Hier erleben wir einen grossartigen Service mit einem gigantischen, feinen Salat- und Dessert-Buffet. Immer wieder bringt uns ein Kellner gegrilltes Fleisch, das direkt vom Spiess serviert wird. Es werden aber auch Fleischstücke und Braten in allen Variationen ab einem Servierwagen angeboten. Zum Glück haben wir den ganzen Tag hindurch nicht viel gegessen und können von all den hervorragend zubereiteten Köstlichkeiten probieren.

Donnerstag 2. Februar
Die letzte Nacht haben wir, wegen der Hitze, die hier auch während der Nacht herrscht, nicht sehr gut geschlafen. Nach einer kalten Dusche und dem Frühstück mit einem reichhaltigen Buffet sind wir aber wieder erfrischt und munter. Auch heute wartet ein wunderbar sonniger und tropischer Tag auf uns. Heute planen wir den riesigen "Itaipu"-Staudamm zu besuchen. Wir glauben gestern verstanden zu haben, dass vormittags jede Stunde öffentliche Busse zu der Staumauer fahren. Nun erfahren wir aber an unserer Hotelrezeption, dass vormittags jede Stunde eine Führung für die Öffentlichkeit durch die riesige Anlage stattfindet. Da wir somit auf einmal spät dran sind, um noch an der letzten Führung am Morgen teilnehmen zu können, lassen wir uns mit dem Taxi an den Eingang zum "Presa Itaipu" fahren. Unser Taxifahrer spricht erstaunlicherweise sehr gut deutsch. Der Grund ist, dass sein Grossvater vor über 100 Jahren von Deutschland nach Brasilien ausgewandert ist. Um 10.00 Uhr sind wir pünktlich am "Itaipu". Wir sehen im Auditorium einen interessanten Dokumentationsfilm über den Bau der Mauer, die Konstruktion der gewaltigen Generatoren aber auch über die Umgebung rund um den neu entstandenen riesigen See. Diese grösste Staumauer der Welt zählt zu den sieben Weltwundern der Neuzeit und steht auf der Grenze von Brasilien und Paraguay. 40'000 Arbeiter bauten während 21 Jahren an dieser gewaltigen 200m hohen und 8km langen Mauer, die den "Rio Paraná" zu einem See von 170km Länge staut. Die 20 Turbinen erzeugen zusammen einen Strom von 14'000 MW, womit 25% von Brasilien und 95% von Paraguay mit Elektrizität versorgt wird. Ein bildlicher Vergleich zeigt, dass mit dem Eisen, das in der Mauer verbaut wurde, 380 mal der Eiffelturm errichtet werden könnte. Es wird dem Besucher sofort klar, dass die beiden Länder sehr stolz auf ihr Bauwerk sind. Nebenbei wird auch bemerkt, dass der sich im Bau befindende Dreischluchtendamm in China nicht ganz die Leistung ihres Werkes erreichen wird. Anschliessend erfolgt eine Führung im Autobus über das ganze Gelände, vorbei an den wuchtigen 10m dicken Turbinen und zuletzt noch auf die Dammkrone mit Blick auf den schönen See. Die ganze Führung ist gratis und wird sehr professionell durchgeführt. Das überrascht uns, denn im allgemeinen sind hier in Brasilien die Preise für Exkursionen, Hotels und Restaurants höher als in den übrigen Länden Südamerikas. Nach dem Besuch der Staumauer fahren wir mit dem öffentlichen Bus wieder zurück nach "Foz do Iguaçu". Am Abend spazieren wir noch etwas durch die Gassen der Stadt, entlang der "Avenida Brasil" bis zur "Avenida Jorge Schimmelpfeng". Im "Biergarten" genehmigen wir uns zum Apero "Piccadas" und frisch gezapftes Bier. Uns fällt auf, dass man in dieser Stadt einige Strassen, Geschäfte und Restaurants findet, die mit deutschen Namen angeschrieben sind.

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Foz do Iguaçu - Camboriú

Freitag 3. Februar
Um 11.00 Uhr bezahlen wir unsere Hotelrechnung und lassen unser Gepäck einstellen. In den öffentlichen Räumen des Hotels verbringen wir einen ruhigen, heissen Tag. Bei einem kurzen Kaffeebesuch fällt uns auf, dass in diesem Quartier der Stadt einige muslimische Araber leben. Nun wissen wir auch, warum auf dem Satelliten-TV zwei arabische Sender aufgeschaltet sind. Anscheinend sind aber auch einige Chinesen hier angesiedelt, denn es existiert auch ein chinesischer TV-Sender, erstaunlich. Im Hotel dürfen wir uns in der öffentlichen Dusche noch einmal abkühlen, bevor wir mit Sack und Pack zur Stadtbus-Station pilgern und den Bus zum "Terminal Rodoviário" nehmen. Dank intensiven Recherchen im "Encarta", dem Internet und mit unserer Landkarte, haben wir uns für die Stadt "Camboriú" entschieden. Dieser Ferienort liegt direkt am Atlantik und ist bekannt wegen seinen schönen Naturstränden. Wir möchten dort eine Weile bleiben, um auch die nähere Umgebung kennen zu lernen. Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung fahren wir mit dem "Pluma-Bus" endlich los.  Leider wird im Bus gleich nach der Abfahrt das Licht gelöscht, und wir sind gezwungen zu schlafen, denn nicht einmal ein Film wird mehr gezeigt, obwohl es erst 21.30 Uhr ist! Na dann mal gute Nacht.

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Camboriú

Samstag 4. Februar
Der Bus, der über holperige und teilweise unebene Strassen fährt, ist nicht ganz so komfortabel wie ein argentinischer oder chilenischer "Semi-Cama-Bus". Die Sessel sind ziemlich eng bestuhlt, bieten dadurch wenig Beinfreiheit, und die Lehnen lassen sich nicht sehr weit herunterstellen. Dementsprechend schlafen wir auch eher unruhig und erwachen immer wieder. Als es draussen hell wird, bestaunen wir aber eh lieber die wunderschöne, hügelige mit exotischen Bäumen bewachsene Natur. Auf der Fahrt fällt uns auf, dass alle Busterminals der grösseren Orte "Rodoviário" heissen. Wir erreichen schliesslich um ca. 11.00 Uhr den "Terminal Rodoviário Balneário Camboriú", wo wir einem jungen Mann in die Arme laufen, der für ein Büro arbeitet, das Appartements vermietet. Wir lassen uns von ihm in das Stadtzentrum fahren und schauen drei eher schäbige und schmutzige Wohnungen an, die ausserdem auch noch ziemlich teuer sind. Wir lehnen freundlich aber bestimmt ab und machen uns auf eigene Faust auf Zimmersuche. Wir sind kaum zwei Meter weiter gekommen, als uns schon der nächste Appartementvermieter aufgabelt. In der Mittagshitze, die auch hier am Meer ungefähr bei 35 Grad liegt, laufen wir einem älteren und einem jüngeren Mann hinter her, die uns aber drei wirklich schön eingerichtete und recht saubere Appartements zeigen, die für uns auch preislich interessant sind. Schlussendlich entscheiden wir uns, eine Woche im Appartement 1004 im 10. Stock des "Residencial Alameda" an der "Rua 1000" zu verbringen. Die Wohnung bietet ein Schlafzimmer, WC mit Dusche, ein Wohnraum mit integrierter Küche und einen schmalen Balkon. Selbstverständlich ist die Küche, wie in ganz Südamerika, mit einem Gasherd ausgestattet, die Gasflasche befindet sich nebenan im Bad unter dem Lavabo. Es gibt nur Kaltwasser, die Ausnahme bildet die Dusche, wo gleich oben bei der Brause ein Durchlauferhitzer mit Stromanschluss (!) montiert ist, so nach dem Motto: brasilianischer Standard. Vom Balkon aus haben wir einen schönen Blick über die Häuser und Strassen in unserer Umgebung. Ausserdem sehen wir auch auf die umliegenden, bewaldeten Hügel, die rund um die Stadt liegen. Auf einem der Hügel steht das Wahrzeichen von "Camboriú", der "Cristo Luz", eine riesige Jesusstatue, die in der Nacht mit abwechselnden Farben beleuchtet ist. Ein langsam kreisender Scheinwerfer, den der Jesus in der Hand hält, leuchtet auf die Stadt hinunter. Das einzige, was in der Wohnung fehlt, ist Bettwäsche, denn es ist hier nicht üblich, dass einem diese zur Verfügung gestellt wird. Die Besitzerin unseres Appartements, die gleich nebenan in einem Restaurant an der Kasse arbeitet, macht für Marco und mich aber netterweise eine Ausnahme. Wieder einmal zahlt es sich aus mit den Leuten zu reden. Bis jetzt haben wir in ganz Südamerika die Erfahrung gemacht, dass die Leute einem immer helfen, wenn es in ihrer Möglichkeit steht. Gegen Abend spazieren wir dem belebten Strand entlang, wo sich auch das Nachtleben von "Camboriú" abspielt. Vom atlantischen Ozean her weht jetzt eine erfrischende Brise und kühlt die Luft angenehm ab. Wir schlendern etwas dem Meer entlang, beobachten die brasilianischen Touristen und trinken später in einer typisch brasilianischen Karaoke-Bar unseren ersten Caipirinha, das Nationalgetränk von Brasilien.

Sonntag 5. Februar
Leider haben wir gestern Abend in keinem der diversen Touristenbüros in der Fussgängerzone eine Stadtkarte bekommen und machen uns somit etwas orientierungslos auf den Weg zum Busterminal. Dadurch bietet sich uns aber gleich die Gelegenheit die Stadt etwas kennen zu lernen. Wir sind aber dann doch froh, als wir zufälligerweise am offiziellen Touristeninfo der Stadt vorbei kommen, wo wir nun einen Stadtplan erhalten. Die nette Brasilianerin zeigt uns dann auch noch den Weg zum Terminal "Rodoviário", der sich gleich in der Nähe befindet. Hier erkundigen wir uns nach Linienbussen, die "Blumenau" und "Florianopolis" anfahren und stellen fest, dass es beinahe alle halbe Stunde einen Bus in beide Städte gibt. Wir machen gleich Nägel mit Köpfen und kaufen für morgen zwei Tickets nach "Blumenau". Den direktesten Weg zurück zu unserem Appartement finden wir dieses Mal problemlos, worüber wir sehr froh sind, denn auch heute ist es ziemlich heiss. Abends bilden sich dann dichte Wolken am Himmel und ein heftiger, kurzer Sommerregen ergiesst sich über uns. Trotzdem ist es immer noch herrlich warm, und wir geniessen den Abend in einem kleinen Gartenrestaurant vor unserem Appartementhaus. Obwohl Marco und ich kein portugiesisch sprechen, können wir uns wunderbar mit den sehr netten und hilfsbereiten Leuten verständigen. Viele Brasilianer verstehen zum Glück etwas spanisch und so ergibt es sich, dass wir mit den Einheimischen spanisch sprechen und sie uns auf portugiesisch Antwort geben, und lustigerweise verstehen wir meistens das Wichtigste.

Montag 6. Februar
Heute morgen ist der Himmel mit Unheil verkündenden, dicken Regenwolken behangen. Auch der Wetterbericht hat für heute Gewitter vorhergesagt. Trotzdem machen wir uns um 10.15 Uhr frohen Mutes und ohne Regenschutz auf den Weg zum Busterminal. Um 11.00 Uhr fahren wir mit dem Regional-, Bummelbus des Unternehmens "Catarinense" durch die Stadt, in den Nachbarort "Itajaí" und Richtung "Blumenau". Laut Recherchen im Internet soll Blumenau die grösste Textilindustrie von ganz Südamerika und die zweitgrösste der Welt besitzen! Der deutsche Apotheker Hermann Blumenau gründete 1850 die Stadt, die heute 260'000 Einwohner hat. Der Busterminal von "Blumenau" befindet sich leider ausserhalb der riesigen und lang gezogenen Stadt. Wir fackeln nicht lange und nehmen ein Taxi, das uns über den Fluss und einen bewaldeten Hügel hinauf fährt und uns direkt vor das berühmte "Gasthaus Frohsinn" bringt. Es ist schon verrückt, jetzt sind wir mitten in Brasilien und sitzen in einem Restaurant in deutschem Baustil und bekommen zudem auch noch eine Speisekarte mit deutschen Spezialitäten vorgesetzt. Wir können es dann auch nicht lassen und bestellen "Würstchen mit Sauerkraut, Kartoffeln und Salat", und geniessen den wunderschönen Ausblick auf die Stadt, die mitten zwischen grünen Hügeln und am "Rio Itajaí" liegt. Jetzt haben sich auch die Wolken verzogen, und die Sonne scheint in voller Schönheit und Kraft von einem nun blauen Himmel hinunter. Nach der fürstlichen Mahlzeit wandern wir in die Altstadt hinunter, die gar nicht so einfach zu finden ist. Ehrlich gesagt sind wir etwas enttäuscht, denn nach den Beschreibungen im Internet haben wir eine schmucke Altstadt mit vielen alten Häusern aus der Kolonialzeit erwartet. In Tat und Wahrheit gibt es aber nur noch vereinzelte schöne alte Bauten, wie die Kathedrale im gotischen Baustiel, aus der damaligen Zeit zu sehen. Viele dieser Gebäude wurden wohl abgerissen und mussten der Industrie und Neubauten weichen. Auf der Suche nach der Bushaltestelle verlaufen wir uns in der verschlängelten Stadt, die mit etwa drei, vier Brücken über verschiedene Flussarme in verschiedene Stadtteile führt. In der Hitze, die am Nachmittag nun herrscht, finden wir aber zufälligerweise in die geschäftige Innenstadt, und wir sind wieder einmal darüber erstaunt, dass Brasilien das einzige südamerikanische Land zu sein scheint, das keine Siesta kennt. Überhaupt kommt es uns hier an der Südküste Brasiliens sehr europäisch vor. Den Einheimischen scheint es in diesem Teil des Landes sehr gut zu gehen. Die Wohnhäuser sind alle sehr gut und stabil gebaut, und auf den Strassen sehen wir viele schöne, neuwertige Autos. Für uns ist in dieser Gegend Brasiliens keine Armut sichtbar, denn es gibt hier keine Armenviertel wie zum Beispiel in "Rio de Janeiro" oder in "Santos". Ausserdem begegnen uns auch keine Bettelkinder auf den Strassen, wie wir es in Argentinien oder Paraguay erlebt haben. Nach einer Stunde geben wir die Suche nach der Bushaltestelle auf und lassen uns in einem klimatisierten Auto mit Chauffeur = Taxi zum Terminal fahren. Vom Taxifahrer erfahren wir, dass in "Blumenau" jedes Jahr das Oktoberfest gefeiert wird, das eine Woche dauert und das zweit grösste Fest in ganz Brasilien sein soll! Der Einfluss deutscher Einwanderer, den man in dieser Ecke Südamerikas besonders spürt, lässt grüssen. Um 16.30 Uhr nehmen wir den direkten und schnelleren Bus zurück nach "Camboriú". Voller Vorfreude auf eine Abkühlung stürzen wir uns in unsere Badehose und gehen zum Swimmingpool unseres Appartementhauses. Leider ist aber ausgerechnet heute der Pool wegen Reinigungsarbeiten geschlossen, und so muss unsere Dusche wieder einmal herhalten und uns abkühlen. Am Abend ziehen plötzlich wieder dunkle Wolken auf, und ein heftiges Tropengewitter mit taghellen Blitzen und ohne Donner entlädt sich über der Stadt. Wir schauen diesem Naturschauspiel von unserem Balkon aus fasziniert zu und geniessen die Abkühlung der Luft, die bestimmt etwa 10 Grad Unterschied beträgt. Später, als der Regen etwas nachlässt, wagen wir es noch in "unser" Gartenbeizli und probieren drei verschiedene Caipirinhas.

Dienstag 7. Februar
Leider ist heute das Wetter nicht sehr gut. Die dicken Regenwolken lassen der Sonne nicht die kleinste Lücke, um sich zu zeigen, und es regnet zwischendurch sogar immer mal wieder! Ausser einem kleineren Spaziergang bis zum nächsten "Supermercado" bleiben wir heute in unserem Appartement, widmen uns unserem Haushalt, schreiben Mails und Reportes und faulenzen.

Mittwoch 8. Februar
Auch heute ist das Wetter leider nicht viel besser. Es regnet aber zum Glück nicht gerade so viel wie gestern. Am Nachmittag scheint es sogar etwas aufzuhellen, und wir packen die Gelegenheit und spazieren auf der hübschen Promenade dem Meer entlang, bis zum südlichen Ende der Bucht. Dort gibt es eine Seilbahnstation, die über einen Hügel und zu einem weiteren Naturstrand führt. Von hier aus gibt es aber auch touristische "Piratenschiffe", die täglich etwa jede Stunde um die Bucht fahren. Da wir für morgen besseres Wetter erhoffen, verschieben wir die Schifffahrt und den Besuch des anderen Sandstrandes auf morgen. Den Rückweg treten wir mit dem roten Bus "Bondindinho" an, der in diese Richtung die ganze Strandpromenade entlangfährt und in die andere Richtung den Weg durch das Mikrozentrum nimmt. So kommen wir noch zu einer kleinen Rundfahrt, auf der wir neue Gebiete des Mikrozentrums von "Camboriú" kennen lernen.

Donnerstag 9. Februar
Es ist wie verhext! Heute ist das Wetter sogar noch viel schlechter als gestern, und es regnet in Strömen! Leider gibt das TV-Programm nicht gerade viel her, und die wenigen Sender, die ausgestrahlt werden, bringen die meiste Zeit Werbesendungen und Klatsch, was uns nicht sonderlich interessiert. Zum Glück haben wir aber auf unserem Balkon ein Wireless-Signal, und können im Internet surfen, recherchieren und mailen. Am späteren Nachmittag wagen wir dann sogar noch einen Sprung in den Swimmingpool, wo wir sowieso nass werden, und uns der Regen nicht unbedingt stört. Auch die Lufttemperatur ist mit etwa 25 Grad noch auszuhalten. Nach dem Bad im Pool vertreiben wir die Zeit mit Kleider waschen. Anscheinend ist es hier noch ziemlich üblich Handwäsche zu machen, denn die Waschküche ist nur mit einer veralteten Waschmaschine, dafür aber mit einigen Trögen, Seife und Waschbrettern ausgestattet. Dann mal nichts wie ran und rubbeln, rubbeln! Später machen wir dann noch eine kleinen Regenspaziergang ans Meer, und Marco kauft sich bei einem der unzähligen Stände einen "Churros". "Churros" sind etwa 20cm lange Gebäckstangen, eventuell aus Brandteig, die mit zähflüssiger Schokolade- oder Karamellsauce gefüllt werden. Den heutigen Abend verbringen wir bei einem gemütlichen Abendessen zu Hause im Trockenen. Apropos Abendessen, als ich gerade dabei bin einen Salatkopf zu rüsten, springt mir doch tatsächlich ein herziges, kleines, etwa 1cm grosses Fröschchen entgegen, das sich im Salat versteckt hat. Das arme Ding hat doch tatsächlich den Tag im Kühlschrank überlebt. Wir evakuieren das Tierchen in einen Eimer mit Salatblatt, Mangoschale und Wasser und stellen ihn auf den Balkon. Morgen wollen wir das Fröschchen dann in einer grünen Zone der Stadt in die Freiheit entlassen.

Freitag 10. Februar
Ein Blick in den Eimer mit den Salatblättern, der auf dem Balkon steht, sagt uns, dass unser Gast, den wir heute eigentlich in die Natur entlassen wollten, schon selber die Flucht ergriffen hat. Hoffentlich hat das Fröschchen irgendwo in einem Blumenkistchen ein schönes Plätzchen gefunden. Nun zu der aktuellen Wetterlage, es regnet! Bei einer kurzen Aufhellung wagen wir es aber doch hinaus, denn wir wollen endlich einmal auf den Hügel mit der Christusstatue. Kaum haben wir einen Fuss ins Freie gesetzt, beginnt es auch schon wieder zu regnen. Auch der Gratisbus, der ca. alle halbe Stunde an der "Rua Brasil" zum "Cristo Luz" fährt, kommt und kommt nicht. Es giesst mittlerweile wieder wie aus Kübeln, und sogar unter dem Vordach, wo wir Schutz gesucht haben, werden wir nass. Nach einer Dreiviertelstunde vergeblichen Wartens  geben wir auf und setzen uns ins nächste Kaffee. Anstelle des Besuches bei der Christusstatue widmen wir uns heute Nachmittag eben dem Packen unserer sieben Sachen. Denn Morgen werden wir aus unserem Appartement ausziehen und nach "Florianópolis" weiterfahren. Wenn man eine Woche lang in einer so zu sagen eigenen Wohnung lebt, fühlt man sich schon eher zu Hause als in einem Hotel. Uns hat es in dieser Stadt auch besonders gut gefallen, und wir haben lange überlegt, ob wir unseren Aufenthalt hier nicht verlängern sollen. Auch die Leute hier sind alle sehr angenehm, gastfreundlich und nett. Unser Hauptproblem in Brasilien ist die Sprache. Wir verstehen teilweise kein Wort und können uns daher auch nicht wirklich mit den Einheimischen unterhalten. Dieser Grund ist schlussendlich auch der Ausschlaggebende dafür, dass wir morgen unsere Zelte hier abbrechen und weiterreisen.

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Camboriú - Florianópolis

Samstag 11. Februar
Um 10.15 Uhr sind wir so weit und geben den Schlüssel im "Mega-Restaurant" der Putzfrau ab und verabschieden uns von den netten Leuten. In der Nähe des Appartementhauses haben wir gestern eine Bushaltestelle entdeckt, von wo aus die Stadtbusse zum Busterminal "Rodoviário" fahren. Und tatsächlich kommt nach wenigen Minuten ein Bus gefahren, der uns auf dem direktesten Weg zum Terminal bringt. Beim Busunternehmen "Catarinense" kaufen wir dann auch gleich zwei Tickets für den nächsten Bus nach "Florianópolis". Wir haben Glück und bekommen noch zwei Tickets für den verspäteten Bus um 10.38 Uhr. Etwa um 10.50 fahren wir in schönstem Sonnenschein durch die wunderbare, grüne Natur und treffen bereits eineinhalb Stunden später in unserem Ziel ein. "Florianópolis" oder "Floripa", wie die Stadt auch genannt wird, liegt grösstenteils auf der Insel "Santa Catarina". Eine grosse Autobahnbrücke verbindet den Festlandstadtteil mit dem Inselstadtteil. Der Terminal "Rodoviário Rita Maria" befindet sich auf der Insel. Hier finden wir dann auch gleich ein Touristeninfo und eine Stadtkarte mit Überblick auf die schönen Strände, die es überall auf der Insel gibt. Es dauert wieder einmal nicht lange, und wir werden schon am Terminal von einem Appartementvermittler angesprochen. Nicolas ist gebürtiger Argentinier, der eine Brasilianerin geheiratet hat und wohnt nun schon seit zehn Jahren hier in "Floripa". Er führt uns zum Appartementhaus "Dallas", das sich nicht weit vom Terminal entfernt in der Innenstadt befindet. Die nächsten drei Tage wohnen Marco und ich also im günstigen, einfachen aber zweckmässigen und sauberen Appartement 403 im 4. Stock des ruhig gelegenen Hauses. Wir hoffen auf gutes Wetter und möchten von hier aus Ausflüge zu den Stränden auf der Insel machen. Den heutigen Nachmittag verbringen wir mit auspacken, einrichten und einleben. Abends spazieren wir zum Meer und stossen darauf an, dass wieder einmal alles so toll geklappt hat.

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Florianópolis

Sonntag 12. Februar
In der Nacht hat es geregnet, und auch jetzt um 09.00 Uhr muss der Himmel noch einmal eine kräftige Portion Nass auf uns hernieder lassen. Wir trinken einen Kaffee und warten noch eine Stunde. Dann hört es tatsächlich auf zu regnen, und wir packen die Chance und gehen zu Fuss zum Regionalbusterminal, gleich neben dem Terminal "Rodoviário". Von hier aus fahren unzählige Busse von verschiedenen Plattformen aus in alle Himmelsrichtungen der Insel und zum anderen Stadtteil auf dem Festland. Marco und ich wollen heute in den Norden der Insel und zum bekannten Strand "Ingleses". Gestern haben wir zum Glück noch einen Portier vom "Dallas" nach dem Bus gefragt, denn um an diesen Strand zu gelangen, müssen wir zuerst nach "Canasvieiras" fahren. Am Busbahnhof studieren wir die grosse Tafel, auf der alle Busnummern mit der Destination und der Abfahrtsplattform angegeben sind. Unser Bus fährt laut diesem Plan auf der Plattform C. Die Abfahrtszeiten und Destinationen und die Busnummern der verschiedenen Busse sind in einem Informations-Tv angegeben, wo man sich einen guten Überblick auf das ganze Busnetz verschaffen kann. Wie beim Stadtbusbahnhof in "Foz do Iguaçu" sind auch hier die Plattformen mit Gittern versehen, und man muss an der Kasse den Tarif bezahlen, bevor man zum Peron gelangt. Bei der vorderen Türe der Busse fährt immer ein Ticketverkäufer mit, bei dem man den Fahrpreis bezahlt, wenn man unterwegs zusteigt. Wir bezahlen die 2 Reais pro Person bei der netten Dame im Kassenhäuschen, gelangen durch eine Drehtüre zum Peron und steigen wenig später in den bequemen Linienbus ein. Nach etwa 45 Minuten treffen wir am Regionalbusbahnhof von "Canasvieiras" ein und können hier nur gerade den Peron wechseln und ohne einen weitern Fahrpreis zu bezahlen in den Bus nach "Ingleses" umsteigen. Im Prinzip könnte man die ganze Insel für 2 Reais abfahren, wenn man immer von Busbahnhof zu Busbahnhof fährt. In "Ingleses" gibt es aber keinen Busbahnhof, und Marco und ich wissen nicht so recht, wo wir aussteigen müssen. Wir fahren am Touristenort "Ingleses" vorbei und bis zur Endstation, die sich am "Praia Santinho" befindet. Der schöne, breite Natursandstrand auf der Nordseite der Insel zieht vor allem Surfer an. Als wir dem Strand entlang spazieren, treffen wir kaum jemanden ohne Brett unter dem Arm an, und auch in den hohen Wellen, die der Atlantik hier schlägt, sind keine anderen Badegäste zu sehen als die Wellenreiter. Der Himmel über uns ist immer noch mit dichten Wolken bedeckt, aber trotzdem ist es ziemlich warm. An diesem Strand haben wir keine Lust unsere Badehose auszuprobieren. Erstens hat es nur Surfer im Wasser, und zweitens gibt es hier keine Strandstühle und Sonnenschirme, die man mieten könnte. Wir setzen unseren Spaziergang durch die Dünen fort und gelangen so zum "Praia Ingleses", zu dem wir ursprünglich wollten. Der lang gezogene Sandstrand hier ist nicht ganz so breit wie der andere, bietet aber vor allem Badegästen Platz zum Sonnen und Baden. Selbst hier ist es für uns schwierig einen Platz mit Stuhl und Schirm zu ergattern, denn die meisten Strandplätze sind privat und gehören zu den Hotels, und die einheimischen Urlauber haben meistens ihre eigene Strandausrüstung dabei. Vor einem Restaurant finden wir schlussendlich doch noch ein Plätzchen mit Stuhl und Sonnenschirm und bezahlen dafür zusammen 12 Reais. Die Wolken haben sich mittlerweile auch verzogen, und die Sonne strahlt nun mit voller Kraft auf uns hinunter. Wir geniessen den Nachmittag am Strand und stürzen uns ab und zu in die kühlenden Wellen des Atlantik. Gegen Abend fahren wir mit dem Bus wieder zurück nach "Florianópolis". Wir haben beide einen kräftigen Sonnenbrand eingefangen, obwohl die Sonne während unseres Spazierganges hinter den Wolken versteckt war und wir nachher immer unter dem Sonnenschirm am Schatten gesessen haben!

Montag 13. Februar
Zur Abwechslung erwartet uns heute wieder einmal ein wunderschöner Morgen mit blauem Himmel. Wir machen uns gleich auch auf den Weg zum "Terminal Rodoviário Rita Maria", wo wir unsere Tickets für die Weiterreise am Dienstag nach "Torres" sichern wollen. Tatsächlich ist der Bus schon ziemlich ausgebucht, und wir bekommen gerade noch zwei Plätze in der hintersten Reihe. Wir sind aber froh, haben wir nun diese Tickets im Sack. Nachdem das Wichtigste erledigt ist, gehen wir zum Busbahnhof nebenan und erkundigen uns nach Regionalbussen zu der "Lagoa da Conceiçao", die auf der Plattform B fahren. Da bei der Plattform B hauptsächlich Busse ankommen und sie dadurch nicht mit Gittern versehen ist, müssen wir bei diesem Bus vorne einsteigen und den Fahrpreis beim Ticketverkäufer bezahlen. Wie immer wird vor dem Bus brav eine Schlange gebildet, und es gibt kein Drängeln und kein Geschubse. Jeder steigt ein und bezahlt, wenn er an der Reihe ist, vorbildlich! Heute geht die Fahrt, nicht wie gestern an der Küste entlang, sondern so zu sagen quer durch die Insel durch eine hügelige, wunderbare, grüne, bewaldete Natur. Auf einem der Hügel, die der Bus zu bewältigen hat, gibt es einen wunderschönen Aussichtspunkt auf die Lagune hinunter. Hier hat man auch die Gelegenheit auszusteigen und in einem Restaurant die Aussicht zu geniessen. Marco und ich bleiben aber sitzen und fahren bist zum Terminal von "Conceiçao", wo wir umsteigen und gleich an den Strand "Barra da Lagoa" weiterfahren. Wir fahren an dem sehr schönen Ort und der Lagune vorbei, wo es aussieht wie an einem See zwischen grünen Hügeln. Hinter diesen grünen Hügeln liegt auch der Sandstrand "Barra da Lagoa", von wo aus man einen wunderbaren Blick auf den "Praia Moçambique" hat, der längste Sandstrand der Insel. Mittlerweile ist die Sonne wieder ziemlich stark und brennt auf uns hernieder. Wir suchen uns in einem Strandrestaurant einen Schattenplatz und geniessen heute das Strandleben von hier aus, denn der Sonnenbrand von gestern ist noch ziemlich spürbar. Nach etwa einer Stunde fahren wir mit dem Bus wieder zurück nach "Conceiçao" und besichtigen den Ferienort an der Lagune, bevor wir mit dem Bus wieder zurück nach "Floripa" fahren. Heute am Montag ist in der Stadt einiges mehr los als am Wochenende. In den Fussgängerzonen ist reger Geschäftsbetrieb, und auch Restaurants und Bars haben jetzt geöffnet. In einem Internet-Café lesen wir wieder einmal die neuesten Nachrichten von zu Hause und von der Winter-Olympiade, die hier keinen interessiert und auch auf keinem der unzähligen Sportkanäle übertragen wird. Am Abend ist in der Innenstadt auch unter der Woche nicht viel los, und so verbringen wir den heutigen Abend zu Hause und schauen noch etwas TV, denn hier haben wir sogar Satellitenempfang. Trotzdem sind aber die meisten Filme in brasilianischer Sprache, und wir verstehen nicht so viel.

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Florianópolis - Torres

Dienstag 14. Februar
Um ca. 10.30 Uhr geben wir den Schlüssel an der Rezeption des "Apparthotels Dallas" ab und verabschieden uns vom diensthabenden Portier. Die kurze Strecke zum Busterminal legen wir locker zu Fuss zurück und verkürzen uns dann die Wartezeit mit Spanisch lernen. Pünktlich um 12.15 Uhr treten wir mit dem bequemen Semi-Cama Bus "SantoAnjo" die vierstündige Reise nach "Torres" an. Leider haben wir tatsächlich nur noch die letzten Plätze ergattert, die sich direkt neben dem Klo befinden. Na ja, dafür sitzen wir auch gleich neben der Kühlbox mit dem Trinkwasser, das den Fahrgästen kostenlos angeboten wird. Nach etwa einer halben Stunde hält der Bus aber plötzlich mitten auf der Strasse an. Ein Blick aus dem Fenster sagt uns, dass wir mitten in einem Megastau stehen. Es dauert etwa 2 Stunden, bis wir endlich weiterfahren können. Die holprige und von Schlaglöchern übersäte Strasse ist wohl die einzige Strasse nach "Porto Alegre", und es hat in beide Richtungen extrem viel Schwerverkehr. Etwa um 17.30 Uhr machen wir an einer Raststätte in "Sombrio", nahe der Grenze zum Bundesstaat "Rio Grande", eine halbstündige Pause. Eigentlich hätten wir bereits um 16.00 Uhr in "Torres" eintreffen sollen! Nach der Pause geht es dann aber zum Glück nur noch etwa eine halbe Stunde, bis wir am Terminal "Rodoviária" von "Torres" eintreffen. Am Infoschalter erkundigen wir uns erst einmal nach dem Weg in das Zentrum, wo wir uns eine Bleibe suchen wollen. Bis jetzt hat uns leider noch kein Appartementvermittler angesprochen. Auf dem Weg durch die Stadt kommen wir an einem Touristeninformationsbüro vorbei, wo wir mit einer Stadtkarte ausgerüstet werden. An der nächsten Kreuzung werden wir dann plötzlich von einem etwas alkoholisierten aber nett wirkenden Mann angesprochen. Er will uns prompt ein Appartement in Meeresnähe vermitteln, und wir gehen mit ihm mit, um uns dieses Angebot anzuschauen. Im Eingang des seriös wirkenden Appartementhauses warten wir auf den Besitzer, der uns im ersten Stock ein geräumiges und günstiges Zimmer mit integrierter Küche anbietet. Im Badezimmer verfügen wir auch hier über eine Dusche mit integriertem Stromanschluss, was wohl der brasilianische Standard zu sein scheint. Uns gefällt es hier, und so buchen wir das Appartement gleich für eine Woche. Wir wollen nun in den nächsten Tagen unsere Weiterreise nach Uruguay und die Andenländer Bolivien und Peru vorbereiten, Ausflüge in die Umgebung machen und ausserdem die weissen Sandstrände gleich vor unserer Haustüre geniessen.

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Torres

Mittwoch 15. Februar
Am heutigen Tag nehmen wir es ruhig. In einem der wenigen Reisebüros, die es hier gibt, erkundigen wir uns erst einmal nach Ausflugsmöglichkeiten zum Nationalpark, wo es auch laut Internet auch grosse Canyons zu sehen gibt. Tatsächlich wird eine solche Exkursion am nächsten Sonntag angeboten. Wir werden morgen noch ein zweites Reisebüro nach einer Vergleichsofferte fragen, bevor wir uns für diesen Ausflug anmelden. Später nehmen wir uns auch noch Zeit, um im Internet einige Informationen für unsere weiteren geplanten Reisen in Uruguay, Bolivien und Peru zu recherchieren. Um uns hier in "Torres" für eine Woche zu Hause zu fühlen, richten wir unser kleines Appartement noch ein wenig ein. Seit "Florianópolis" fällt uns auf, dass die Preise für Wohnen und Essen nun wieder bedeutend günstiger sind, und wir erkennen, dass der Süden Brasiliens nicht überall grundsätzlich teuer ist. Am Abend gehen wir am belebten Strand in eines der Gartenrestaurants mit Meerblick, trinken ein Bier und hören der live gespielten brasilianischen Volksmusik zu.

Donnerstag 16. Februar
Eigentlich müssten wir es langsam locker nehmen, wenn wir vom Regen geweckt werden, aber irgendwie ist es eben schon mühsam. Der Schauer dauert aber zum Glück nicht lange. Gegen Mittag spazieren wir dann dem Meer entlang und vorbei an der "Praia da Cal" und der "Praia Molhes" bis zum "Praia da Guarita". Drei markante "Torres" = Felsblöcke prägen das Strandbild, woher auch der Ort seinen Namen besitzt. Am Strand befindet sich auch der "Parque da Guarita" mit einem dieser grossen Felsblöcke, der auf der Meerseite über steile, hohe Klippen verfügt, die uns ein bisschen an die Algarvenküste von Portugal erinnern. Auf dem Weg auf diesen Felsblock begegnen wir zwei jungen Argentiniern aus "Córdoba", die hier ihren Urlaub verbringen. Wir quatschen ein bisschen mit ihnen über dies und jenes und sind froh, endlich wieder einmal in einer Sprache sprechen zu können, die wir verstehen. Mittlerweile haben sich auch die Wolken verzogen, und wir geniessen von diesem Felsen aus einen wunderbaren Blick auf den Strand und die grünen, steilen Felsformationen des nächsten "Torre". Auf unserem Spaziergang sind wir wieder einmal fasziniert von dem Bild des Meeres, des weissen Sandstrandes und den Wolken am Horizont. So schöne, klare und unglaublich dreidimensional wirkende Wolkenbilder haben wir bisher nur in Südamerika beobachten können. Am Nachmittag packen wir unsere Badehose ein und gehen an den "Praia Prainha", unseren Hausstrand, und stürzen uns in die Wellen des Atlantiks, herrlich. Als wir nach dem Wellenritt gemütlich auf der Wiese gleich hinter dem Sandstrand liegen, tropft es plötzlich auf uns hernieder. Neue Wolken haben sich über uns gebildet, die sich nun ausregnen wollen. Wir packen unseren Strandbeutel wieder ein und kehren in unser Appartement zurück. Gegen Abend ist der Regenguss wieder vorbei, und wir gehen in eines der Restaurants am Meer, hören der Live-Musik zu und bewundern den abnehmenden Mond am Himmel.

Freitag 17. Februar
Uns empfängt heute ein strahlender Tag, den wir nutzen, um die Nordseite des langen Strandes, der "Praia Grande", kennen zu lernen. Der breite, schöne und weisse Sandstrand wird durch Sanddünen von der Strasse geschützt und gilt als einer der ruhigsten und sichersten Badestrände hier in "Torres". Am Nachmittag gehen wir zum Busterminal und kaufen unsere Weiterreisetickets für den kommenden Dienstag nach "Porto Alegre". Von dort aus möchten wir dann gleich nach "Montevideo" in Uruguay weiterreisen. Weil wir dieses Mal sehr früh unsere Tickets sichern, können wir wieder einmal unsere Lieblingssitzplätze 7 und 8 reservieren. Gegen 20.00 Uhr kann ich dann auch noch die Wäsche aus der "Lavanderia" abholen, die wir am Nachmittag zum Waschen gebracht haben. Speziell ist, dass jedes einzelne Wäschestück abgezählt und die Stückzahl aufgeschrieben wird. Nach dem Waschen wird bei jeder Unterhose, Socke, Hose und T-shirts eine Nummer "angepostischt", zum Beweis, dass kein Kleidungsstück verloren gegangen ist. Na ja, über Sinn und Unsinn dieses Systems lässt sich zwar streiten, aber die Hauptsache ist, dass wir wieder frische Kleider haben.

Samstag 18. Februar
Für heute ist eine City-Tour in "Torres" geplant, und wir stehen daher wieder einmal etwas früher auf. Als wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum "Parça XV Nov." machen wollen, von wo aus die Tour um 09.30 Uhr startet, regnet es in Strömen. Die Lady im Touristenbüro, die uns die Citytour empfohlen hat, teilte uns noch mit, dass die Fahrt bei Regen nicht statt finden würde. So ein Pech aber auch! Als Alternative gehen wir etwas später in das nah gelegene Internetcafé und machen weitere Recherchen über die Andenländer, die wir in den nächsten zwei Monaten noch bereisen möchten. Im Internetcafé, das zu einem Hotel gehört, sitzt eine ganze Gruppe argentinischer Touristen, die über die City-Tour sprechen, die leider ins Wasser gefallen ist. Ich meine zu verstehen, dass sie davon reden, dass um 11.30 Uhr doch noch eine City-Tour statt findet. Später nach unseren ausführlichen Recherchen über Bolivien im Netz fragen wir eine der argentinischen Ladys, was es mit dieser Tour auf sich hat. Die Feriengruppe kommt aus "Córdoba", wie schon die beiden Männer, die wir vorgestern auf dem Felsen getroffen haben. Sie teilen uns mit, dass leider keine Citytour statt findet sondern, dass sie als Alternative eine Früchtedegustation machen werden. Natürlich reden wir noch etwa eine halbe Stunde spanisch mit den netten Argentiniern, bevor diese dann für ihren Trip zu den Früchten aufbrechen. Mittlerweile hat auch Petrus Erbarmen und hat den Regenhahn zugedreht, die Wolken weg geschoben und der Sonne erlaubt, ihre Strahlen auf die Erde zu schicken. Am späteren Nachmittag packen wir unser Badezeug und gehen zu unserem Hausstrand, genehmigen uns einen Wellenritt und legen uns anschliessend in die Wiese. Herrlich, da kommt richtige Ferienstimmung auf! Am Abend flanieren wir am Strand entlang und setzen uns in ein Restaurant, wo immer brasilianische Volksmusik live gespielt wird. Plötzlich beginnt es regnen und zu winden, und wir werden sogar unter der Dachplane nass, die über den Sitzplatz gespannt ist. Als wir den Heimweg antreten, haben wir Glück, denn es hat gerade aufgehört zu schütten, und wir kommen einigermassen trocken zu Hause an.

Sonntag 19. Februar
Für heute haben wir eigentlich einen Ausflug in den nahe gelegenen Nationalpark und zu den Cañones gebucht. Leider haben wir gestern Abend noch Besuch von einem Mitarbeiter des Reisebüros bekommen, der uns das Geld zurückbrachte und uns mitteilte, dass der Ausflug nicht stattfindet, weil sich ausser uns niemand angemeldet hat, und die Exkursion nur mit mindestens 5 Personen durchgeführt wird. In letzter Zeit sind wir etwas vom Pech verfolgt! Alles Jammern nutzt da nix, und so machen wir das beste aus dem heutigen Sonntag. Am Abend stellen wir dann in unserer Hausbar im Parterre fest, dass die Brasilianer klammheimlich die Zeit um eine Stunde zurückgestellt haben. Auch in einer anderen "Cerverzeria", irgendwo zwischen Wasserlachen und Stadtzentrum, ergibt eine überprüfende Frage nach der Uhrzeit die Bestätigung. Naja, so haben wir halt an diesem feuchten Abend noch eine Stunde länger Zeit, bis wir wieder zurück ins trockene Bett dürfen.

Montag 20. Februar
Heute regnet es leider mehr oder weniger den ganzen Tag. So bleiben wir dann auch immer unter irgendeinem Dach und pendeln zwischen Appartement, Internetcafé und Restaurant hin und her. Am Abend, als der Regen etwas nach lässt, gehen wir auf Shoppingtour. Gestern haben wir nämlich einen Fabrikladen entdeckt, wo es ausser Kleiderständern auch einen Stand gibt, wo man selbst gefertigte, brasilianische Armbänder, Halsketten, Fussketteli etc. kaufen kann. Marco's Halskette mit Holzkreuz hat sich vor einigen Wochen durch die feuchte Hitze seines Schweisses aufgelöst, und wir fragen den "Kettelimann", ob er für Marco's Holzkreuzchen ein passendes Halsband hat. Der coole Typ am Stand sieht so gar nicht brasilianisch sondern eher deutsch aus, und wir fragen ihn aus lauter Neugier, woher er kommt. Zu unserem Erstaunen ist er in Brasilien geboren, wohnt schon seit 20 Jahren hier in "Torres" und hat auch keine deutschen Vorfahren, die vor 100 Jahren eingewandert sind. So kann man sich täuschen. Dafür kann er aus Marco's Holzkreuz wieder eine Halskette anfertigen, und auch ich finde aus dem grossen Angebot am Schmuckstand für mich eine Halskette mit Rosenquarz. Wir plaudern noch ein wenig mit dem Brasillianer, der uns sehr empfiehlt "Gramado" zu besuchen. Das kleine Dorf im Inland sei bequem in drei Stunden von "Porto Alegre" aus mit dem Bus zu erreichen. Das ist durchaus eine Möglichkeit für morgen. Wir verabschieden uns von dem netten Typen und machen uns erst einmal auf den Weg zum Strand, um unseren letzten Abend in Torres bei Live Musik und Bier zu geniessen. Am Montag ist es äusserst ruhig in den Strandrestaurants, und es wird heute leider auch keine Musik gespielt, schade. Später gehen wir dann noch in ein Restaurant in der nähe unseres Appartements und haben die Gelegenheit an der Bar mit dem Service- und Küchenpersonal zu plaudern. Sie fragen uns darüber aus, ob es für sie möglich sei in die Schweiz zu kommen und da zu arbeiten. Ja, es ist möglich, antworten wir, aber es ist schwierig eine Arbeit zu finden, die gut bezahlt ist. Ausserdem hat man in der Schweiz speziell im Gastgewerbe viel mehr Stress und muss von morgens bis abends schuften, während man hier in Brasilien, zwar lange Präsenzzeiten hat, dafür aber nie so viel arbeiten muss und man sich ab und zu auch ein Schwätzchen und eine längere Rauchpause gönnen kann. Sie machen grosse Augen und sind durch unsere Ausführungen, so glauben wir, ein wenig abgeschreckt und kommen wieder von der Idee los in die Schweiz zu kommen. Sie würden da, unserer Meinung nach, auch tatsächlich nur ausgenutzt werden und niemals ihr Glück im Leben finden, dass sie hier unter Freunden und Familie bereits haben. Jetzt ist es doch schon wieder spät geworden, das Restaurant macht zu, und wir gehen nach Hause.

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Torres - Porto Alegre - Montevideo (Uruguay)

Dienstag 21. Februar
Pünktlich um 10.00 Uhr geben wir den Wohnungsschlüssel an der Rezeption ab und verabschieden uns vom "Residencial Torremar", das uns diese Woche ein zu Hause gewesen ist. Am Busterminal müssen wir noch eine Stunde warten, bis unser Bus des Unternehmens "UneSul" pünktlich um 11.00 Uhr los fährt und uns auf direktem Weg in die Grossstadt "Porto Alegre" bringt. Am Rodoviaria in "Porto Alegre" finden wir zwei Busunternehmen, die direkt nach "Montevideo" in die Hauptstadt von Uruguay fahren. Beim Unternehmen "ttl" kaufen wir unsere Tickets für die Nachtfahrt, die um 20.30 Uhr ab "Porto Alegre" abfährt und 12 Stunden dauert. (Weitere Infos über Busse nach "Montevideo" und "Punta del Este", siehe Guías Uruguay). Somit ist unsere Idee, in "Gramado" einen Besuch abzustatten, gestorben. Nun haben wir noch etwa fünf Stunden Zeit, die Hauptstadt vom Bundesstaat "Rio Grande" etwas kennen zu lernen. Wir spazieren vom Busbahnhof in die nahe gelegene Innenstadt mit den vielen Märkten, Einkaufsläden, Essständen, Bushaltestellen und Bars, durch die mit Menschen voll gestopften Strassen und zum "Mercado Público Municipal" mit den unzähligen, bunten Marktständen. Links und rechts sind die Strassen und Gassen nur so mit Geschäften gesäumt, und wir haben das Gefühl, dass alle 1,3 Millionen Einwohner von "Porto Alegre" auf den Beinen sind, um hier einzukaufen, ihren Geschäften nach zu gehen oder einfach nur, um durch die Märkte zu flanieren. Wir sind beeindruckt von dem farbigen, fröhlichen Treiben, was für uns fremd und faszinierend ist. Rund um uns herum preisen die Händler lautstark ihre Produkte an, versuchen die Leute in ihre Läden zu locken und drücken uns Werbezettel in die Hand. Uns fallen vor allem auch die vielen, riesigen Kleiderläden auf, die mit einem sehr breiten Angebot an modischer und bunter Bekleidung vor allem die Frauenwelt verwöhnen. Auch in den unzähligen Schuhläden findet man kaum Männerschuhe, sondern vor allem Schuhe für Frauen in allen Variationen. Als wir aus den belebten und überfüllten Gassen der Innenstadt entfliehen, finden wir auch noch einige Sehenswürdigkeiten, wie den "Palacio Piratini" und die "Catedral Metropolitana". Etwa um 18.00 Uhr suchen wir noch ein Internetcafé auf, lesen ein paar Reportes und erkundigen uns über die Wetterlage in Uruguay, die sehr viel versprechend aussieht. Um 19.30 Uhr kehren wir langsam zu Busterminal zurück, wo es gleich bei unserer Ankunft einen kompletten Stromausfall gibt und das ganze Gebäude in die Dunkelheit verbannt. In einem durch ein Not-Aggregat erleuchteten Restaurant trinken wir etwas und hoffen auf Licht. Um 19.45 Uhr gehen wir dann aber immer noch im Dunkeln zur Gepäckaufbewahrung, holen unsere Rucksäcke ab und begeben uns zum Schalter von "ttl", wo wir unsere Pässe vorweisen müssen, damit die Einreiseformalitäten für Uruguay erledigt werden können. Und siehe da, plötzlich knackt es laut, und der Strom ist wieder da. Wir sind beide sehr erleichtert über das Licht, das nun wieder überall leuchtet, denn im Dunkeln am Busterminal ist es nicht unbedingt gemütlich. Bereits um 20.15 Uhr fährt unser Bus ein, wir geben die Pässe dem Buschauffeur ab und steigen ein. Der Bus verfügt über äusserst bequeme Semi-Cama Sessel mit genügend Beinfreiheit und einer Lehne, die man sehr weit hinunter stellen kann. Auf der ruhigen und angenehmen Nachtfahrt bekommen wir ein kleines Nachtessen, bestehend aus Sandwich, Empanada und Cocacola serviert. Ausserdem werden Kissen und Wolldecken für die Nacht verteilt, und zum obligaten Film wird sogar noch Kaffee ausgeteilt. Wow, ein kompletter Service, der auch den relativ hohen Fahrpreis rechtfertigt. Am nächsten Morgen um 08.30 Uhr, hier ist es nun wieder eine Stunde später als in Brasilien, kommen wir am Busterminal von Montevideo an, wo wir erst einmal ein Kaffee suchen, um uns neu zu orientieren und richtig wach zu werden. Die weiteren Berichte unserer Abenteuer in Uruguay sind im Reporte Uruguay zu erfahren.

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ultima actualización del sitio web el 27.08.2006
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