Nuestra pasión es el recorrido alrededor del mundo. Nuestra meta es ser aprendidolo culturas más extrañas y buscar los contactos con los nativos. Las impresiones de la naturaleza maravillosa y de los paisajes hermosos, el tiempo espléndido y mucha sol deben ser siempre nuestro compañero. Para nosotros prepara grande alegría para divulgar de nuestras experiencias y aventuras a y de muchos lectores para dejarle las partes, Marco y Isabella

 

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REPORTE SPANIEN UND PORTUGAL

Sommerferien vom 29. Juni 2002 - 22. Juli 2002

 

Ruta de viaje
Zürich-Barcelona
Barcelona-Valencia
Valencia-Malaga
Malaga-Torremolinos
Torremolinos
Torremolinos-Fuengirola
Fuengirola
Fuengirola-Mijas Costa
Mijas Costa (Calahonda)
Mijas Costa-Sevilla-Villa Real de St. Antonio (Portugal)
Villa Real de St. Antonio-Lagos (Algarve)
Lagos (Algarve)-Sevilla
Sevilla
Sevilla-Fuengirola
Fuengirola-Barcelona-Zürich

Zürich - Barcelona

Samstag 29. Juni
Pünktlich um 19.38 Uhr fährt der spanische Hotelzug "TALGO" aus dem Hauptbahnhof Zürich nach Barcelona. Marco und ich haben für diese Nacht ein Zweierschlafabteil reserviert. In der Kabine neben uns hat sich ein Basler einquartiert. Wir schwatzen noch ein bisschen über dies und jenes. Bevor Marco und ich den Speisewagen aufsuchen, richten auch wir uns noch ein bisschen häuslich ein. Wir genehmigen uns im Restaurantwagen noch ein kleines Nachtessen und dazu eine Flasche spanischen Rotwein. Bei einem scharfen Gleiswechsel passierte noch ein kleines Missgeschick. Ich habe mein Weinglas samt Inhalt umgekippt. So schade. die Ferienstimmung ist aber dennoch nicht kaputt, im Gegenteil, das Abenteuer hat begonnen. 

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Barcelona - Valencia

Sonntag 30. Juni
Nach einer einigermassen ruhigen Nacht, nehmen wir unser Frühstück in Gesellschaft mit unserem Basler Nachbarn ein. Um 9.30 Uhr kommen wir in einem enttäuschend wolkigen Barcelona an. Sonntags ist es ziemlich ruhig in Barcelona. Die meisten Einkaufsläden sind geschlossen, und die Leute bleiben zuhause. An der Ramblas treffen wir andere Touristen und auch ein paar Geschäfte, die geöffnet haben. Von 13 Uhr bis 15 Uhr haben wir in einer Bar noch einen Platz ergattert, um den Fussball WM Final Brasilien - Deutschland zu sehen. Super, Brasilien hat 2:0 gewonnen, es herrscht mehrheitlich grosse Freude bei den Zuschauern. Bis um 16 Uhr haben wir Zeit noch ein bisschen die Stadt zu besichtigen, bis war dann mit dem Zug weiter nach Valencia fahren. Im "EUROMED" verteilt eine Stewardess Bonbons und Kopfhörer, um im Zug TV zu schauen. Leider ist das Wetter auch nach einer vierstündigen Fahrt nicht besser. In Valencia regnet es. In der Nähe des Bahnhofs finden wir ein Hotel, das uns für eine Nacht beherbergt. Ansonsten läuft auch in Valencia an Sonntagen nicht viel. Es ist sogar ziemlich schwierig an diesem Abend eine Bar oder ein Pub zu finden, das geöffnet hat. Valencia ist ansonsten eine schöne Stadt mit wunderschönen Gebäuden.

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Valencia - Malaga

Montag 1. Juli - Dienstag 2. Juli
Leider hat uns ein Gewitter in der Nacht ein paar Mal geweckt. Auch morgens um halb zehn ist der Himmel noch grau. Wir haben genug vom Regen und erkundigen uns an der Busstation für eine Fahrt nach Malaga. Wir buchen eine Nachtbusfahrt mit dem Eurobus der "ALSA- Gruppe". Zusätzlich zum Ticket erhalten wir auch einen Getränkegutschein für die Pause, die es zwischendurch geben wird. Anschliessend wird es endlich Zeit für den ersten Kaffee. Dann machen wir uns auf die Suche nach einem Supermercado.  Diese Suche stellt sich als eher schwierig herausstellt. Im Stadtzentrum von Valencia finden wir nach langem Suchen genau ein einziges Lebensmittelgeschäft! Wir kaufen ein paar Früchte und eine Flasche Wasser für die Nachtbusfahrt.  Bis um 21 Uhr der Bus nach Süden fährt, hängen wir noch in der Stadt herum, trinken ab und zu einen Kaffee und essen ein paar Tapas. Im modernen und recht bequemen Eurobus fahren wir durch die Nacht. Zwischen 23.00 Uhr und 01.00 Uhr halten wir in Benidorm, Alicante und Murcia. Leute steigen ein und aus. Etwa um 2 Uhr gibt es einen längeren Halt in Puerto Lumbreras, auch der Fahrer braucht eine Pause. Hier können wir unseren Getränkegutschein einlösen. Die Pause tut gut. Trotz Klimaanlage herrscht dicke Luft im Bus. Schlafen ist praktisch unmöglich. Auf der Weiterfahrt nach Granada können wir dann doch noch ein bisschen dösen, bis das Gerumpel der holprigen Strassen uns wieder weckt. In der Nacht sinkt das Thermometer hier in den Bergregionen bis auf 13 Grad. Auf dem Weg nach Malaga zeigt es dann wieder 21 Grad an. Um 6.30 Uhr erreichen wir Malaga. Es ist immer noch dunkel. Etwas benommen, aber glücklich in Andalusien zu sein, schleppen wir uns zum Buscafé, um bei einem Café con leche wach zu werden. Langsam dämmert es, und wir realisieren, dass es keine Wolken am Himmel hat und dass sich diese Busstation gleich neben dem Bahnhof im Zentrum von Malaga befindet. Wir werfen unser Gepäck in ein Schliessfach und schreiten Malaga zu Fuss ab. Auf den ersten Blick erscheint uns die Stadt etwas fade und trostlos, viel Industrie entlang des Hafens und langweilige Häuser. Wir entdecken auf die Schnelle kein eigentliches Stadtzentrum.

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Malaga - Torremolinos

Dienstag 2. Juli
Wir entschliessen uns nicht in Malaga zu bleiben und nehmen einige Stunden später den Regionalzug nach Torremolinos. Den Ort kennen wir nur vom Hörensagen. Dort angekommen marschieren wir vom Bahnhof durch die schmalen Gassen und viele Treppen hinunter in Richtung Meer. Wir hoffen dort ein günstiges Zimmer in einem Hotel oder Pension zu finden. Wir werden schnell fündig. Im Hostal Guadeloupe buchen wir drei Nächte in einem angenehmen, ruhigen Zimmer mit kleinem Fenster zum Innenhof. Sofort wechseln wir unser Tenü und gehen im Badeoutfit zum Strand. Wir mieten uns einen Liegestuhl mit Sonnenschirm. Ein kühler Wind vom Meer weht uns um die Nase, während wir uns von den Strapazen der letzten Nacht erholen. Später geniessen wir den romantischen Sonnenuntergang und spazieren noch durch die Stadt. Um 23 Uhr essen wir noch etwas kleines im Hotelrestaurant, bevor wir todmüde ins Bett fallen.

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Torremolinos

Mittwoch 3. Juli - Donnerstag 4. Juli
In unserem ruhigen, schönen Zimmer schlafen wir bis 11.30 Uhr! Nach der Morgentoilette ziehen wir los, um einen Kaffee zu suchen. Nachdem wir uns mit der schwarzen Flüssigkeit gestärkt haben, isst Marco an einer schattigen Ecke seine Schokolade, die er aus der Schweiz mitgenommen hat. Somit ist unser Frühstück komplett. Nun brauchen wir beide noch einen Sonnenhut, den wir an einem der zahlreichen Stände schnell finden. Auch ein Strandfummel für mich ist nach einer grösseren Geduldsprobe gefunden. Neu ausgestattet zieht es uns an den Strand. Direkt am Meer mieten wir zwei Stühle mit dicken Kissen und einem Sonnenschirm für 6€. Nach allgemeinem "Gedöse", Planschen im Meer und Zeitung lesen verspüren wir Hunger. Zum Mittagessen bestellen wir eine Flasche Weisswein. Anschliessend kann man sich gut vorstellen, wie das Programm weitergeht, Schlafen am Strand und gegenseitiges Abkühlen im Meer. Am Abend sitzen wir draussen in einer Gartenlaube. Marco trinkt ein Estrella Bier und ich brav ein Wasser. Das Nachtessen nehmen wir in einem marokkanischen Fastfood ein. Dazu trinken wir supersüssen Tee, der uns in einem original Teekännchen serviert wird, so richtig orientalisch. Um Mitternacht macht alles dicht und wir sind gezwungen zurück in unser Hostal zu gehen. Ein ruhiger, erholsamer Tag geht zu Ende.
Am nächsten Morgen werden wir von der Hitze geweckt. Die Nacht war zwar wiederum ruhig, aber ziemlich heiss. Das Zimmer erinnert Marco irgendwie an eine Mausefalle. Dafür wurde gleich nebenan im Speisesaal das Frühstück serviert. Unser heutiges Tagesprogramm ist schnell geplant. Wir entschliessen uns einen Ausflug nach Fuengirola zu machen. Wir packen das Notwendigste zusammen und gehen Richtung Bahnhof. Wir sind nicht die einzigen, die einen Ausflug machen. Der Zug ist ziemlich voll. In Fuengirola kommt uns vieles bekannt vor. Vom letzten Herbst her kennen wir den Bahnhof, die zentrale Busstation, die Hauptstrassen, den Strand, die Strassencafés und Restaurants. Wir bummeln durch die Gassen, ich probiere einige Sommerkleider und Schuhe und das hiesige Parfümangebot. Wir finden auch einen Touristeninfo mit interessanten Angeboten für Tagesausflüge nach Granada, Gibraltar, Marokko etc. Auch gibt es Möglichkeiten mit einem Regionalzug von Malaga bis nach Sevilla zu gelangen. Auch finden wir im Zentrum zwei einfache Hotels für die geplante, morgige Übernachtung. Inzwischen ist es Abend geworden, und wir genehmigen uns einen Sangria am Meer. Anschliessend stürzen wir uns in die berüchtigte "Restaurantgasse" von Fuengirola. Mit vollen Bäuchen erreichen wir den letzten Zug zurück nach Torremolinos.

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Torremolinos - Fuengirola

Freitag 5. Juli
Um zehn Uhr ist Tagwache und Koffer packen angesagt. Denn um zwölf Uhr müssen wir unser Hotelzimmer abgeben. Mit Sack und Pack schleppen wir uns die x-hundert Treppen zum Bahnhof hoch. Während Marco die Bahntickets kauft bestelle ich im "Bahnhofbuffet" stärkenden Kaffe für uns beide. Der Zug nach Fuengirola ist uns mittlerweile sehr bekannt. Er kommt auch pünktlich und bringt uns schnell und zuverlässig in unsere Lieblingsstadt an der Costa del Sol.

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Fuengirola

In Fuengirola angekommen suchen wir erst einmal das Hotel Agur auf. Das liegt ganz in der Nähe der Bahn- und Bushaltestelle. Wir bekommen ein kleines Doppelzimmer zu einem vernünftigen Preis. Das Zimmer ist ruhig, da das Fenster zum Innenhof gerichtet ist. Wir richten uns ein und stürzen uns dann ins Strandoutfit. Das Hotel ist auch nicht weit weg vom Strand also Ideal für uns. Beim "Sünnele", lesen und Baden lassen wir unsere Seelen baumeln und geniessen das herrliche Ferienleben. Erst als die Sonne hinter den Häusern verschwindet kehren wir ins Hotel zurück. Nach erfrischender Duschebummeln wir noch etwas durch die Strassen von Fuengirola, gehen in das eine oder andere Geschäft, ohne wirklich etwas einkaufen zu wollen. Später am Abend gehen wir noch eine Kleinigkeit essen und besuchen noch dies oder jenes Pub.

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Fuengirola - Mijas Costa

Samstag 6. Juli
Um halb zehn klingelt der Wecker. Heute morgen ist es etwas dunstig und kühl. Gar nicht das Schlechteste um wieder einmal zu packen und das Hotel zu verlassen.
Beim Busbahnhof gönnen wir uns in einem Restaurant ein "Cafe con leche" und schauen dem regen Treiben zu. Hier in Fuengirola fahren Busse in alle Himmelsrichtungen und ist daher ein beliebter Ort für Touristen um Tagesausflüge zu starten. Während wir den Touristen, Bauarbeiter und Passanten zuschauen kommt die Sonne hervor und verdrängt den Dunst. Es verspricht ein weiterer warmer Tag zu werden. Inzwischen wird es auch Zeit ein Taxi zu rufen, das uns nach Mijas Costa fährt, wo wir im "Club Algaida" in Calahonda  für eine Woche ein Apartemento reserviert haben. Unsere Wohnung befindet sich in der 7. Etage eines Hochhauses. Leider steht das Haus direkt an einer Schnellstrasse und wir können die Fenster nicht zu lange offen lassen, da es schon ziemlich lärmig ist. Das Studio selber ist aber ziemlich neu und sehr hübsch eingerichtet. In einem Erker steht ein runder Holztisch mit vier Stühlen. Ein Doppelbett, eine Kommode, Sateliten-Tv, ein grosser Wandspiegel und die Kochnische mit 2 Herdplatten und einem Backofen komplettieren den grossen Wohnraum. Das Badezimmer mit Badewanne hat sogar verchromte Wasserhahnen. Ausserdem haben wir auch einen mit Schiebefenstern abgeschlossenen Balkon mit zwei Sesseln und einem Glastischchen ausgestattet. Das alles lässt uns über die stark befahrene laute Strasse hinwegsehen. Denn der Häuserblock steht nicht nur direkt an der Strasse sondern auch in einer Grünanlage mit Swimmingpool, Gartenrestaurant, Tennisplatz und schönen Pinienbäumen. Auch der Weg zum Meer ist nicht weit. Nach der Erkundung der Umgebung spazieren Marco und ich der Strasse entlang auf der Suche nach einem Einkaufsladen. Wir werden bald fündig und kaufen das Nötigste ein. Unser erstes selbst gekochtes Nachtessen im Apartemento besteht aus Entrecote, Kartoffeln, Gemüse, Wasser und Wein. Wir machen es uns so richtig gemütlich "zu Hause", und gehen nur schnell in die Hausbar für ein "Bettmümpfeli", bevor wir vom Autolärm begleitet ins Land der Träume schweben.

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Mijas Costa (Calahonda)

Sonntag 7. Juli
In dem herrlich grossen und gemütlichen Doppelbett schläft es sich so gut, das Marco und ich erst um halb elf aufstehen. Nach ausgiebigem und gemütlichem "Zmörgele", machen wir uns auf den Weg, um von Calhonda auf der anderen Strassenseite abzuspazieren. Hier gibt es so weit das Auge reicht Ferienhäuschen und Villen! Dafür ist man hier ziemlich weit weg vom Meer.
Nach dem "Zvieri" mit Kaffee und Tee legen wir uns am Swimmingpool in die Sonne und schwimmen eine Runde. Nach der Abkühlung ziehen wir uns um, um mit dem Bus nach Marbella zu fahren. Der Vorteil vom an der Strasse wohnen ist, das wir nur über die Strasse müssen um an die Bushaltestelle nach Marbella zu gelangen. Wir müssen heute auch nicht lange auf einen Bus warten. In Marbella fahren wir bis zur Endstation ein bisschen oberhalb der Stadt. Da erkundigen wir uns wohin die Busse von hier aus so fahren. Wir merken, das man von Marbella aus an sehr viele Orte komm und sogar die besseren Verbindungen hat als in Fuengirola. Marco und ich interessieren uns vor allem für die Fahrt nach Granada. Wir besorgen uns auch gleich zwei Tickets für morgen. Nach getaner "Arbeit" spazieren wir durch die schnuckligen Gässchen von Marbellas Altstadt. Hier finden wir auch eine Tapas-Bar, die wir gleich ausprobieren. Nach diesem feinen Apero kaufen wir in einem kleinen Laden das Picknick für die morgige Reise. Marco klagt plötzlich über leichte Bauchschmerzen und somit ist es noch kein Thema unser Abendessen zu suchen. Wir spazieren deshalb noch ein bisschen der Meerpromenade entlang und gehen in das eine oder andere Geschäft. Ich kaufe mir dann tatsächlich noch eine kurze Hose. Zurück in der Altstadt finden Marco und ich ein schönes gemütliches Restaurant. Leider geht es Marcos Bauch nicht sehr gut und somit fällt für ihn das Abendessen eher knapp aus. Ich hingegen habe Hunger und esse Lammfleisch mit Bohne. Mmmmh...... Der letzte Bus von Marbella nach Calahonda fährt leider schon ziemlich früh so das wir uns jetzt ein Taxi nehmen müssen. Das ist aber einfacher gesagt als getan, denn in Marbella gibt es nicht so viele Taxis (oder wir finden sie nicht). Wir gehen etwas durch die Stadt und bestellen uns an einer Tankstelle ein taxi, ,das uns wohlbehalten nach Hause fährt. Nach einem Magentee für Marco wird es dann auch Zeit ins Bett zu gehen um für morgen fit zu sein.

Montag 8. Juli
Früh am morgen wecke ich Marco, den heute wollen wir nach Granada. Marco macht aber einen schlechten Eindruck und klagt über Magenschmerzen. Nach einem leichten Frühstück tritt immer noch keine Linderung ein. Ich schicke Marco wieder ins Bett. Der Trip nach Granada ist somit vertagt. Ich nutze die Zeit indem ich einen Grosseinkauf starte. Gegen Mittag bin ich schwer beladen und schleppmüde zurück. Jetzt gibt es erst einmal einen Magenberuhigenden Schwarztee. Marco kann sich aufraffen und wir planen nach Marbella zu fahren. An der Bushaltestelle warten wir eine viertel Stunde, eine halbe Stunde......... Zum Glück gibt es eine Bank auf der wir sitzen können beim Warten. Es dauert eine geschlagene Stunde bis endlich ein Gefährt kommt das uns mit nimmt! Leider können wir die Tickets nach Granada, die wir gestern gekauft haben nicht mehr eintauschen. Nach einem kurzen Spaziergang durch Marbellas Altstadt nehmen wir den Bus zurück nach Calahonda. Ein selber gekochtes leichtes Nachtessen in unserem Apartemento rundet den ruhigen Tag ab. Heute ist früh-ins-Bett - gehen angesagt, in der Hoffnung, das wir morgen die Reise nach Granada verwirklichen können, so Marcos Magen will.

Dienstag 9. Juli
Es ist 06.45 Uhr als ich vom Weckergeläut aus meinen Träumen gerissen werde. Ach ja, wir wollen das Projekt Granada noch mal in Angriff nehmen. Ein Blick zu Marco sagt mir aber, das wir dieses Vorhaben noch einmal verschieben müssen. Später am morgen, nach einem magenschonenden Frühstück, gehen wir der Strasse entlang zum Supersol. Dort hat es auch eine Apotheke, wo wir Magentabletten für Marco kaufen. Nachdem ich  im Supersol Wasser besorgt habe überrascht mich Marco mit einem wunderschönen Blumenstrauss. Zu Hause stelle ich die Blumen in eine Vase. Sie kommen auf unserem Esstisch sehr schön zur Geltung und ich habe riesige Freude daran. Heute ist wieder ein fauler Tag und wir schauen TV, lesen und gehen ein bisschen schwimmen. Die Magentabletten wirken tatsächlich und nach dem Abendessen geht es Marco wieder so gut, das wir noch nach Fuengirola gehen. In Fuengirola nutzen wir die romantische Sonnenuntergangstimmung und Soazieren der Meerpromenade entlang. Später gehen wir in das einheimisches Pub "La Plaza", trinken guten spanischen Rotwein, spielen auf dem "Photoplay" ein Shanghai und besprechen die morgige Fahrt nach Granada, die wir nun endlich in die Tat umsetzen wollen.

Mittwoch 10. Juli

Ausflug nach Granada
Heute klingelt der Wecker nicht vergeblich um 06.45Uhr. Um 07.00 Uhr wecke ich dann auch Marco und um 07.30 Uhr verlassen wir schon unsere Wohnung Richtung Bushaltestelle. Im romantischen Sonnenaufgang warten wir diesmal nur ganz kurz auf den Bus nach Marbella. Was will man mehr?  In Marbella kaufen wir zwei Tickets für den Direktbus nach Granada für 09.00 Uhr. Auf der modernen digitalen Anzeigetafel stehen jenst Busse in alle Richtungen. Nur der Direktbus nach Granada erscheint nirgends auf dieser Tafel. Nur ein Bummelbus mit Halt an allen Stationen leuchtet uns entgegen. Müssen wir nun diesen Bus nehmen? Oder kommt der andere noch? Ich frage zu Sicherheit mal die Ticketverkäuferin. Sie sagt mir, das der Direktbus schon noch komme. Also warten wir wieder einmal. Und tatsächlich irgendwann kommt ein moderner klimatisierter Bus der lokalen Busgesellschaft. Auf der Anzeigetafel wurde dieser aber nicht angezeigt und ausgerufen wurde der Bus auch nicht. Na ja, Hauptsache er ist hier und wir können es uns auf unseren nummerierten Sitzplätzen gemütlich machen. Nach einem kurzen Stopp in Malaga fahren wir dem Hochplateau der Sierra Nevada entlang nach Granada. Nach zwei ein halb Stunden kommen wir am Busbahnhof von Granada an. Wir organisieren für 18.00 Uhr noch die Retourtickets nach Fuengirola bevor wir mit dem Lokalbus in die Statd fahren. Jetzt am Mittag ist es recht heiss hier. Wir entdecken einen schönen Park, wo wir uns etwas abkühlen können, bevor wir uns auf die Suche nach den Weg zur Alhambra machen. Die Alhambra ist ein berühmter arabischer Palast auf einem Hügel mit wunderschönem Garten. Wir haben schon viel davon gehört und das wollen wir nun sehen. Wir entdecken auch bald einen Wegweiser der uns zur Alhambra hinauf führen soll. Wir folgen den Schildern und landen bei der Einfahrt zur Autostrasse! Super, das waren wohl nicht die Schilder für Fussgänger. Also rechts um kehrt. An einem Kiosk finden wir einen Stadtplan, der uns hilft den Weg durch die Stadt Richtung Alhambra zu finden. So sehen wir doch einiges dieser schönen lebendigen Stadt mit vielen schönen Gebäuden und engen Gassen. Der Weg wird immer Steiler, Stufen führen hinauf an einfachen Kalksteinhäuschen vorbei immer weiter in die Höhe Richtung Alhambra. Phu, in der sengenden Mittagshitze ist das Sauna Pur und ziemlich anstrengend. Oben angelangt werden wir aber belohnt. Nach einigem Hin und Her finden wir dann auch den Eingang zur Alhambra. Wir betrachten einige Burganlagen von aussen. Wenn man rein will muss man Eintritt bezahlen und das wollen wir nicht. Wir spazieren aber noch durch die wunderschöne, kühle Park und Gartenanlage, ruhen auf einer Bank etwas aus, bevor wir uns auf den Rückweg in die Stadt machen. In der Altstadt Granadas entdecken wir eine schöne Kathedrale aus dem Mittelalter. Auf dem Weg zur Busstation kommen wir auch noch an der Stierkampfarena vorbei. Bevor wir in den Bus steigen decken wir uns noch mit Wasser ein, das wir jetzt dringend brauchen. Diesmal haben wir keinen direkten Bus sondern müssen in Malaga aussteigen, wo wir den Zug nach Fuengirola nehmen. Marco und ich beschliessen hier einen gemütlichen Abend zu machen. Der lange aber sehr schöne Tag hat uns doch etwas geschafft. Nach einem Sangria zum Appero im Stassencafé "Maxxi" genehmigen wir uns eine ausgezeichnete Paella und dazu eine Flasche Weisswein. Nach diesem gemütlichen Abendessen im Restaurante "Amigos" gehen wir wieder in das Pub "La Plaza" Es ist echt schön hier und es hat nur einheimisches Volk hier, (ausser ein paar Insidern wie Marco und mir). Nach ein zwei Gläser Wein werde ich immer Gesprächiger und anhänglicher, (sagt Marco). Wir sind schon beide etwas beschwipst als wir den Taxistand aufsuchen, um ein Taxi nach Hause zu nehmen. Der Taxichauffeur macht ein besorgtes Gesicht und fragt immer wieder ob es mir gut geht. Natürlich geht es mir gut! Schliesslich kommen wir heil nach Hause und bezahlen den nun erleichterten Taxi-Mann. Todmüde gehen Marco und ich ins Bett und fallen sogleich in einen komatösen Schlaf.

Donnerstag 11. Juli
Bis am Mittag war nicht viel zu wollen von Marco und mir. Wir schlafen bis ca. um 13.00 Uhr, duschen und frühstücken. Während wir essen schauen wir im TV die Tour de France. Erst jetzt melden sich unsere Lebensgeister langsam zurück. Dann ist Wäsche waschen angesagt. Ich lege die schmutzige Wäsche in die Badewanne und übe mich in Handwäsche. Eine ziemlich anstrengende und nasse Übung.
für heute Abend haben wir Fisch kochen geplant. Wir müssen uns also langsam Gedanken machen, wo wir frischen Fisch bekommen. Ich gehe um 15.30 Uhr also mal zur Reception und frage Isabel, die heute arbeitet, wo ich den in Fuengirola zu frischem Fisch komme. Sie empfiehlt mir, den grossen  zweistöckigen Markt, in der Nähe der Bushaltestelle. Ich erkundige mich auch gleich noch wo sich denn die Post befindet.  Ich bedanke mich bei Isabel. Mit diesen Informationen ausgerüstet machen Marco und ich uns auf den Weg nach Fuengirola. Ich mit dem Ziel Fisch zu kaufen und Marco mit der Absicht bei der Post ein Paket für einen Kollegen abzugeben. In Fuengirola machen wir uns erst einmal auf die Suche nach der Post, was sich sich als sehr schwierig herausstellt. Alle Leute, die wir fragen schicken uns nur zum nächsten Briefkasten aber nicht zum Postgebäude! So teilen Marco und ich mich auf, er sucht die Post und ich den Fisch. Wir machen aus, das wir uns in einer halben Stunde im Café "La Fuente" wieder treffen. Ich mach mich also auf den Weg zum Markt. Im Gebäude drin stelle ich fest, das alle Marktstände bereits geschlossen sind! Isabel hat mir nichts gesagt, das hier nur morgens Frischware verkauft wird. also muss ich mich auf die Such nach frischem fisch machen. Ich versuche es erst einmal im Supersol. Der verkauft aber leider keinen frischen Fisch. Ich latsche also die ganze Stadt ab, finde aber keinen Laden der Fisch verkauft! Ich erinnere mich plötzlich daran , dass es hinter dem Supersol noch ein grosses Lebensmittelgeschäft gibt. Ich finde den Mercadona auch gleich und finde hier welch Glück, frischen Fisch. Aus der Riesenauswahl entscheide ich mich Crevetten und zwei Doraden zu kaufen. Die Frau hinter dem Tresen fragt mich irgendetwas auf spanisch und deutet dabei mit einer Fischschere auf den Bauch der Dorade. Ich verstehe kein Wort und sage nur "no, no". Nach dem gefundenen Fisch gehe ich in das Café "La Fuente" wo ich mit Marco verabredet bin. Ich bestelle mir einen Café con leche und wenig später trudelt auch Marco ein. Auch er sieht etwas abgehetzt aus, Er erzählt mir, das er nach viel Fragerei und vielen Umwegen doch noch das unscheinbare Postgebäude gefunden hat und das Paket abgeben konnte. Von erfolg gekrönt fahren wir mit dem Bus zurück nach Calahonda in unser Appartemento, wo ich mich sogleich der Kocherei widme. Als ich die Doraden genauer betrachte weiss ich auf ein mal was die Frau, die mir den Fisch verkaufte sagen wollte. Sie fragte mich wohl, ob sie den Fisch ausnehmen solle! So erledige ich halt diese Aufgabe selber. Ich hab schliesslich auch schon Fisch ausgenommen und meistere diese Aufgabe mit Bravour! Das Abendessen lässt sich dann auch sehen! Es gibt: 1. Gang: Salat, 2. Gang: Crevetten auf Ratatoulliegemüse, 3. Gang: Gebratene Dorade
mit Bratkartoffeln, Blumenkohl und Broccoli. Ist das lecker und viel! Nach dem Verdauungskaffee kugeln wir uns schlussendlich nur noch ins Bett.

Freitag 12. Juli

Ausflug nach Algeciras und Tarifa
Frisch und munter wagen wir uns heute an ein neues Abenteuer. Heute ist ein Ausflug nach Algeciras und Tarifa angesagt. Heute lässt sich der Bus nach Marbella wieder einmal viel Zeit bis er kommt. Es hat auch sehr viel Verkehr heute. So treffen wir erst gegen Mittag in Marbella ein. Hier haben wir aber mehr Glück und bekommen noch zwei Tickets für den verspäteten Bus nach Algeciras, der dann auch gleich losfährt. Wir fahren an  den schönen Ferienorten, Puerto Banus und Estepona vorbei. Die Ölraffinerien von der Grenzstadt La Linea sichten wir und auch erhaschen wir einen Blick durch den Dunst hindurch auf den bekannten Felsen von Gibralatar. Da wir auf der Fahrt immer wieder im Stau stecken bleiben, brauchen wir geschlagene drei Stunden bis wir doch noch in Algeciras ankommen. Hier werden wir nur so von Angeboten für Fährüberfahrten nach Marokko überschwemmt. Unser Ziel ist aber ein anderes. Wir wollen nach Tafira. Wir spazieren durch das Städtchen und suchen den Bahnhof. Gleich neben an liegt die Bushaltestelle. Hier haben wir wieder Glück und ergattern noch zwei Tickets für den Bus nach Tafira, der in einer Minute losfährt. Wir fahren über Anhöhen an weidenden Kühen und dutzenden von Windkraftwerken vorbei. Zum ersten Mal erkennen wir die gebirgige Gegend von Nordfrika.
In Tarifa treffen wir auf einen herzigen Ort an der Küste mit schöner Altstadt und netten Wohnvierteln mit Kalksteinhäusern. Tarifa ist bekannt dafür das es viel windet und ist darum zu einem Surfermekka geworden. Viel Zeit bleibt uns leider nicht hier zu bleiben, den die Zeit ist schon etwas fortgeschritten und wir müssen daran denken mit dem Bus zurück nach Marbella zu fahren. Heute sind wir vom Glück gesegnet und ergattern gerade noch die zwei letzten Plätze im letzten Bus nach Marbella. Um 21.30 Uhr treffen wir müde und mit vielen neuen Eindrücken in Calahonda ein. Hier essen wir alle Vorräte auf, denn morgen müssen wir um 10.00 Uhr aus dem Appartemento raus. Beim Toasten meine ich es etwas zu gut und die Brötchen werden schwarz. Von der Rauchentwicklung geht dann auch prompt der Feueralarm los! zum Glück stellt der ohrenbetäubende Lärm gleich wieder ab und es geschieht nichts weiter.

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Mijas Costa (Calahonda) - Sevilla - Huelva - Villa Real de St. Antonio (Portugal)

Samstag 13. Juli
Abschied vom Calahonda und dem RCI-Ferienclub Algaida. Um zehn Uhr stehen wir mit Sack und Pack zusammen mit  einem Dutzend anderer Touristen an der Bushaltestelle Richtung Fuengirola. Und wir stehen und stehen........Mit ca. 45 min Verspätung rollt dann doch noch ein Bus an. Mit diesem bringen wir es gerade einmal etwa drei Haltestelle weit , dann streikt der Motor. Wir müssen alle aussteigen und auf den nächsten voll beladenen Bus umsteigen. Dicht gedrängt geht es weiter aber nur ein paar Meter weiter muss der Bus wieder bremsen, den irgend ein netter Mitmensch hat sein Auto mitten auf der Strasse geparkt! Ein kräftiges Hupkonzert verschafft dem Buschauffeur und den hinter ihm nachfahrenden Autofahrern Luft um den Ärger los zu werden. Nach etwa 5 Minuten kommt ein Tussi daherspaziert steigt in ihr Auto und macht gnädigerweise die Stresse frei. Nun geht es ohne weiteren Zwischenfälle nach Fuengirola. Nach einer kurzen Pause geht es mit dem Zug nach Malaga und von da aus nach Sevilla. Die Zugreise nach Sevilla führt uns erst an Orangen- und Olivenhainen entlang, bis die Gegend dann immer trockner und öder wird. Hier sehen wir Riesengrosse Sonnenblumenfelder. Leider ist der Dieselbetriebene Zug mit einer Klimaanlage ausgestattet und Marco und ich frieren 2 1/2 Stunden lang entsetzlich. Am Bahnhof von Sevilla schlägt uns dann dafür eine gewaltige Hitze entgegen. 10 Minuten später fährt ein Zug nach Huelva. Dieser Regionalzug fährt mit Strom und ist ebenfalls klimatisiert. Marco und ich wollen nicht noch einmal frieren und graben zu unterst im Gepäck lange Jeans und ein Pullover heraus. Die fahrt geht an öder trockener Gegend vorbei. das einzig sehenswerte sind die Storchennester die zu oberst auf den Strommasten "schweben". Ab und zu erkennen wir sogar einen Storch. In Huelva sind wir froh, das wir dem kalten Zug entfliehen können. Wir suchen die Bushaltestelle um einen Bus nach Portugal zu suchen. Unsere Hoffnung wird enttäuscht, denn der Bus ist vor einer halben Stunde bereits abgefahren. Wir erkundigen uns nun nach Alternativen und entschliessen uns in die Grenzstadt Ayamonte zu fahren. Auf der Busstrecke von Huelva nach Ayamonte sehen wir schöne Orte und fahren an Erdbeerfeldern vorbei. Wir steigen in Ayamonte ausserhalb de Hauptortes aus. Ayamonte und Villa Real de St. Antonio, der Grenzort von Portugal zu Spanien ist durch eine breiten Fluss getrennt. Wir haben wieder einmal Glück und erwischen noch die Fähre, die um 21.00 Uhr rüber fährt. Weiter vorne haben die Portugiesen und Spanier mit EU- Geldern eine grosse Brücke gebaut au der nun die meisten die Grenze überfahren. Der Fährbetrieb ist darum nur noch sehr klein und scheint uns mehr ein Hobby zu sein, als dass jemand davon leben könnte. vielleicht täuscht uns der Eindruck aber auch. Auf jeden Fall sind neben Marco und mir nur noch zwei Tramper und ein Autofahrer die die Fähre nutzen. Wir geniessen auf jeden Fall die romantische kurze Überfahrt im Sonnenuntergang. Wir haben unser Tagesziel erreicht und stehen in Villa Real de St. Antonio auf portugiesischem Boden. In der Residencia Felix finden wir für diese Nacht ein Zimmer für 23 Euro. Die Die Familie, die uns das grosse Zimmer mit Doppelbett vermietet besteht aus der Grossmutter dem Ehepaar und der kleinen Tochter. Mit ihnen teilen wir die Toilette und die Dusche. Um in unser Zimmer zu gelangen müssen wir durch die Wohnstube und die Küche gehen, wo die ganze Familie versammelt ist. Der Hausherr kann zu unserem Glück etwas englisch und seine Frau französisch. Wir hätten ansonsten kaum ein Wort verstanden. Nach dieser erfolgreichen Zimmersuche erkunden wir unsere nähere Umgebung. Es ist eine schöne ruhige Umgebung wo sich keine Touristen befinden, was uns sehr gefällt. Der Hunger treibt uns schliesslich in ein Restaurant, wo wir vorzüglich speisen. Schon nach diesen paar Stunden auf portugiesischem Terrain kommen wir zum Schluss das sich die Spanier sehr von den Portugiesen unterscheiden, schon nur von der Sprache her. Nach dem Essen machen wir uns auf die Suche nach dem Nachtleben. Das entdecken wir auf einem grossen Platz. Hier sind ca 10 Tischfussballkästen aufgestellt. Klein und gross tummelt sich hier und spielen mit und gegeneinander. Auch Marco und ich wagen es ein Spiel zu spielen. Nach diesem Ereignisreichen Tag gehen wir müde in unsere Residencia zurück. Der Hausherr hat uns sogar den Hausschlüssel anvertraut. Als Marco die Balkontüre aufmacht, schliesst er sie gleich wieder und erzählt von einer überdimensionale Kakerlake die ihren Spaziergang ausgerechnet hier machen will! Ich hab sie zum Glück nicht gesehen. Das Fenster auf die Strasse hinaus ist zum Glück "sauber" und so können wir es offen lassen in der Nacht.

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Villa Real de St. Antonio (Portugal) - Lagos (Algarve)

Sonntag 14. Juli
Früh am Morgen wachen wir vom Getrappelt flinker Füsse auf, Der Hausherr und die Hausherrin gehen ihrer Arbeit nach. Auch Marco und ich stehen auf. Nach einer kurzen Dusche packen wir einmal mehr unsere Habseligkeiten zusammen. Unser Gepäck dürfen wir noch im "Felix" lassen. So können wir besser erkunden wie und wohin wir als nächstes reisen wollen. unser Ziel ist es heute an die Algarve zu kommen. Etwas ausserhalb des Dorfes finden wir einen Bahnhof. Um 12.45 Uhr fährt ein Regionaldieselzug nach Faro und Lagos. Wir holen also unser Gepäck und verabschieden uns von der sehr netten Familie von der Residencia "Felix".
Der Zug besteht aus zwei Waggons, die mit Dreiersitzbänken aus Leder ausgestattet sind. Für drei Leute ist der Platz allerdings etwas knapp bemessen. Es sind aber nicht viele Fahrgäste unterwegs. Die Fenster sind bis zu Hälfte geöffnet und die Angebrachten Vorhänge flattern im Fahrtwind. Der Schaffner setzt dem Ganzen noch die Krone auf; er ist perfekt eingekleidet mit Schaffnerhut, dunkler Kleidung und einer Kravatte. So rattern wir entlang Zitrusplantagen, Rebbergen und stellenweise Einöde in gemütlicher Fahrt Richtung Faro. Hier müssen wir in den Regionalzug nach Lagos umsteigen.  Weiter geht die fahrt vorbei an Lagunenlandschaften, Fischzuchten und künstlichen Seen zur Meersalzgewinnung. Wir passieren Albufeira und Portimao zwei bekannte Urlaubsgebiete an der Algarve. Mitten in der Fahrt werden wir von einer braungebrannten Portugiesin mit langen schwarzen Haaren und freundlichen Augen auf englisch angesprochen. Sie stellt sich als Zelinda vor und fragt uns, ob wir schon eine Unterkunft in Lagos haben. Wie verneinen. Da erzählt sie, von ihrer Wohnung in Lagos und das sie noch ein Zimmer frei hätte, das sie uns vermieten würde. Sie zeigt uns ihr Gästebuch, wo wir Einträge von Leuten aller Nationen finden. Wir lassen uns auf das Angebot ein. Zelinda ruft ihre 13- jährige Tochter Martha an, die uns am Bahnhof abholen wird, da Zelinda selber bei der nächsten Haltestelle aussteigen muss. In Lagos winken wir mit einer Visitenkarte, das ist das Erkennungszeichen für Martha. Sie entdeckt uns auch gleich und will uns sogar mit dem Gepäck helfen. Martha spricht sehr gut englisch. Sie erzählt uns, dass sie das von den Touristen gelernt hat, die immer bei ihnen wohnten. So folgen wir Martha die Strassen und Gässchen hinauf auf eine Anhöhe mit mehreren Wohnblöcken. Im Wohnhaus D erklimmen wir die Treppen zur 3. Etage. Da befindet sich das Bescheidene Daheim von Zelinda und ihrer Familie. Die Familie bewohnt nur einen kleinen Teil der Wohnung mit Schiebetüre. Wohnzimmer, Bad und Küche teilen sie in den Sommermonaten mit ihren Gästen. Es sind zwei Doppelzimmer die Zelinda vermietet und eines von denen bewohnen nun Marco und ich. Die Aussicht vom Balkon ist Gigantisch. Von hier aus sieht man über Lagos und das Meer. Die 30 Euro die wir für diese saubere Bleibe bezahlen sind somit gut investiert. Von unserem Zimmerfenster aus sehen wir in den garten einer anderen portugiesischen Familie. Wir hören die Hühner gackern und alle sprechen rund um uns portugiesisch. eine spezielle abenteuerlich Atmosphäre irgendwie. Nach einer kurzen Siesta zieht es uns in den Ort um uns etwas umzusehen. Einen Hausschlüssel brauchen wir nicht, denn die Haustüre ist Tag und Nacht offen. schön, das es so etwas noch gibt! Zu Fuss lernen wir Ort und Umgebung kennen. Herrlich die schönen Strände, Buhten und der lang gezogene Hafen. und das Dorf mit den verschlungenen Gassen. Hier gibt es selbstverständlich auch viele Restaurants, Bars und Cafés. In einer dreistöckigen Bar probieren wir dann auch gleich unseren ersten portugiesischen Appero. Von oben herab beobachten wir die Touristen die in der Dämmerung flanieren. Mit der hereinbrechenden Dunkelheit übermannt uns auch die Müdigkeit, die den Hunger übertrifft. So schlendern wir den Hügel hinauf in unser neues temporäres zu Hause. Als wir heimkommen treffen wir noch auf unsere Nachbarn, zwei Surfer aus Neuseeland, die ein halbes Jahr hier bei Zelinda wohnen. Die junge Frau, die Freundin des einen Surfers, kommt aus Litauen und wohnt in Amsterdam und ist jetzt zu besuch hier in Lagos. So viel zu: "die Welt ist klein" . Um 22.30 Uhr liegen Marco und ich im Bett und entschwebwn ins Land der Träume.

Montag 15. Juli
Heute gehen wir nach einem ausgiebigen Frühstück auf die Suche nach einem schönen Badestrand. Nach ca. 20 min Fussmarsch finden wir ein wunderschönes Plätzchen inmitten der bekannten Felsen der Algarve. Wir müssen allerdings erst eine lange Treppe hinunter steigen und durch einige Strandabschnitte hindurch gehen bis wir unsere Bucht finden und da unsere Strandtücher in den Sand legen können. Das Wasser des Atlantik ist sehr kalt im Gegensatz zum Mittelmeer. Er bietet aber die gewünschte Abkühlung zwischen Sonnenbaden, lesen und schlafen. Nach einer Stunde vertreibt uns die Flut von unserer Bucht. Wir versuchen uns erst noch mit Schutzwällen zu wehren, aber das Wasser ist stärker. So wechseln wir zum Nachbarstrand wo wir bis um 17.00 Uhr bleiben. Wir staunen nicht schlecht als wir uns auf den Rückweg machen. Der Strand vor der langen treppe ist vom Wasser überschwemmt und kommt bis zur untersten Stufe ran. Marco und ich gelangen aber noch einigermassen trocken zur Treppe. Auf dem Heimweg gehen wir noch in einen Supermercado und decken uns mit dem Wichtigsten ein und trinken im Restaurant neben an anschliessend feinen Sangria und essen einen Salat. Nach Dusche und  Siesta sind wir Gestärkt für das Nachtleben.

Dienstag 16. Juli

Ausflug nach Sagres
Sagres heisst unser heutiges Ziel. Sagres ist der südlichste Punkt von Portugal und Westeuropa und das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die  einstündige Busfahrt führt uns durch einige Dörfer und wechselhafte Landschaften. Es gibt hier bescheidene Dörfer mit einfachen Kalkhäuschen und dann gibt es auch noch prachtvolle Villen mit grossen Gärten der Schönen und Reichen von Portugal. Auch landwirtschaftlichen betrieben begegnen wir und erstaunlicherweise hat's hier auch Kühe, Pferde und Esel die auf staubigen vertrockneten Weiden nach Grashalmen suchen. In einem Dorf ist das Gehege eines Esels mit "A Donkeys live"  angeschrieben. Auf dem einen und anderen Hügel können wir alte Wachtürme aus früheren Zeiten ausmachen. Einer der baufälligsten ist mit "se vende" angeschrieben, (zu verkaufen), und mit Telefonnummer versehen. Wenig später erreichen wir Sagres und erkennen den Leuchtturm und die Festung, die das Ende von Europa markieren. Wieder einmal marschieren wir in der Mittagshitze Richtung Festung und Leuchtturm. Bei der Festung wird Eintritt verlangt um die Klippenregion hinter dem Gemäuer zu besichtigen. Hier gibt es nur noch ein paar vertrocknete Dornenbüsche, die aus der trockenen, roten und steinigen Erde herausragen.  Regen ist für dieses Gebiet wohl ein seltenes Ereignis. Der Anblick der sich uns an den Klippen bietet ist gigantisch. Die Riffe sind geschätzt etwa 50 bis 100 Meter hoch und fallen senkrecht hinunter in das tosende Meer. Von hier aus ist kein land mehr in Sicht nur noch der Atlantik und das blau des Himmels liefern sich ein prächtiges Farbenspiel. Das nächste Land das nach dem grossen Wasser kommt ist Amerika. Marco und ich sind sehr beeindruckt von diesem Blick über den Atlantik. Hier meint man tatsächlich am Ende der Welt zu stehen. Nach diesen gewaltigen Eindrücken und bei der grossen Hitze brauchen wir eine Pause am Schatten und etwas kaltes zu trinken. So marschieren wir wieder zurück und finden in der nähe der Bushaltestelle eine Gartenlaube, die uns genau das bietet was wir brauchen. Um 16.15 Uhr fährt unser Bus zurück nach Lagos. Auf der Fahrt beschliessen Marco und ich morgen weiter zu reisen. Nach der wohltuenden Dusche steht jetzt erst einmal Souvenir-Shopping auf dem Plan. Hier gibt es wunderschönes Porzellan.

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Lagos (Algarve) - Sevilla

Mittwoch 17. Juli
Um 10.00 Uhr heisst es für Marco und mich Abschied nehmen von Zelinda. Wir tragen uns noch ins Gästebuch ein. Dann sind wir zum Franzosen in das Café gegangen um zu frühstücken. Wir haben Jaqui am ersten Tag in Lagos kennen gelernt. Er ist vor fünf Jahren hier her gekommen und geblieben. Die Busfahrt von Lagos nach Huelva war nicht gerade sehr spektakulär und so haben wir die meiste zeit gedöst, gelesen und Musik gehört. Dieses Mal fahren wir von Villa real de St. Antonio über die Brücke nach Spanien, der Bus hätte ja auch kaum Platz auf der kleinen Fähre gehabt. Hier müssen  wir auch die Uhr wieder eine Stunde nach vorne stellen. In Huelva kommen wir um 18.00 uhr an. Wir erkundigen uns nach einem Bus der nach Cadiz fährt. Leider fährt aber nur ein Bus am Morgen dort hin. So nehmen wir wieder den Zug nach Sevilla, den wir von der Gegenrichtung schon kenne. Der Schaffner macht uns darauf aufmerksam, das in unserem Abteil die Klimaanlage ausgestiegen ist. Darüber sind Marco und ich sehr froh, so müssen wir auf dieser fahrt nicht frieren. Wir ziehen wieder an den riesigen Sonnenblumenfeldern vorbei. Ab und zu hupt der Lokführer und die Leute die auf dem Feld arbeiten winken ihm zu. In Sevilla lassen wir uns an einem Infostand ein Hotelzimmer reservieren. Mit dem Taxi fahren wir dann zu Hotel San Francisco. Ein ruhiges kühles Zimmer erwartet uns hier mit Blick in einen Innenhof. Bei einem typisch spanischen Essen und  gutem Wein lassen wir den Tag ausklingen.

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Sevilla

Donnerstag 18. Juli
Mit einer Stadtkarte bewaffnet machen wir uns heute auf, die Stadt Sevilla zu entdecken. Unser Hotel steht in der Altstadt, die geprägt ist durch hohe Gebäude und enge Gassen. Ein besonderes Merkmal sind die weissen Tücher, die von Hausdach zu Hausdach gespannt sind um die Sonneneinstrahlung  etwas einzudämmen und die grösste Hitze im Zaun halten zu können.
Etwa 100 Meter von unserer Bleibe entfernt steht eine schöne Kathedrale, die wir von aussen bewundern. Wie in jeder spanischen Stadt, findet man auch in Sevilla neben zahlreichen Geschäften und Boutiquen viele Restaurants, Bars und Cafés. Am Plaza de Encarnation im Zentrum der Stadt machen wir auf einer Bank am Schatten eine Trinkpause. Frisch gestärkt gehen wir weiter in Richtung Fluss, der mitten durch die Stadt fliesst. Wir überqueren den Fluss auf der ältesten und schönsten Brücke Sevillas, der "Puente Isabel". Auf der anderen Flusseite stärken wir uns in einer Tapas - Bar an Tomaten und Ananassaft. Zurück über die Isabel-Brücke entlang dem Quai erreichen wir schliesslich den Einsteigeort für die Stadtrundfahrten. Bewaffnet mit Kopfhörer lasen wir uns auf nun die Stadt Sevilla von einer deutschen stimme erklären. Es ist sehr interessant und wir sehen so wirklich die ganze Stadt. Zu Fuss hätten wir das bei dieser Hitze, um die 40C°, nie geschafft. Wir fahren mit dem Bus an wunderschönen Gebäuden, Plätzen, Denkmälern und Gärten vorbei. Der Bus fährt auch durch das ehemalige Expo - Gelände. Die Sevillaner haben 1992 top moderne Bauten, Türme, Brücken, Museen und Bahnen gebaut.  Leider werden diese Bauten, die auf einem 250 Hektaren grossen Areal stehen nicht mehr genutzt und sind leider am vergammeln. Ganz anders steht es dagegen mit den Gebäuden, die 1929 auch für eine Expo erstellt wurden. Die schönen Häuser werden heute als Wohnhäuser genutzt und sind eine Verschönerung des Stadtbildes. Am alten Spital vorbei und der Stadtmauer entlang geht die Rundfahrt zu ende. Durchgeschwitzt und etwas belämmert suchen Marco und ich erst einmal ein Schattenplätzchen und Wasser. In einem Restaurant in der Nähe der Stierkampfarena essen wir dann auch noch eine Kleinigkeit. Mir ist etwas schummrig und schlecht von der Hitze, darum gehen wir zurück ins Hotel. Am Abend als etwas kühler ist machen wir noch eine romantische Flussfahrt auf dem Fluss. Fluss rauf und runter fahren wir unter ca. 6 Brücken hindurch. Als Erinnerung kaufen wir der Fotografin dann für fünf Euro auch noch das Foto ab, das sie auf dem Schiff von uns gemacht hat. Um 22.00 Uhr ist die Schifffahrt zu ende. Da unser Ticket für den Rundfahrtenbus noch gültig ist machen wir noch einmal eine Stadtrundfahrt und entdecken Sevilla by Night. Jetzt ist es kühl und angenehm, 30°C. Ich friere doch tatsächlich, was aber daran liegt, das ich wohl etwas Fieber habe. Marco isst in einem spanischen Restaurant ein feines typisches Essen, während ich mich mit Tee und trockenem Brot begnüge. Heute lege ich mich frierend und schummrig mit einem Panadol ins Bett und hoffe auf Besserung.

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Sevilla - Fuengirola

Freitag 19. Juli
Nach einer unruhigen Nacht hab ich das Fieber rausgeschwitzt und es geht mir etwas besser. Um 09.00 Uhr sind Marco und ich für neue Taten bereit. Die erste Handlung ist, das Hotel zu bezahlen und mit dem Taxi zum Bahnhof "Santa Justa" zu fahren. Hier vertrauen wir unser Gepäck den sage 5 Angestellten der  Gepäckabgabestelle an.
Wir fahren mit dem Bus zum "Plaze de Encarnation" von wo wir zu Fuss zum Palast der Könige gehen. Der Palast ist ein sehr schönes grosses Gebäude und wir laufen rundherum. Rein gehen wir nicht. In einem kleinen "Minimercado" kaufen wir unseren Lunch. In diesem Laden gibt es alles von Putzmittel bis zu frischen Lebensmitteln. Und das auf kleinstem Raum. Wir sind beeindruckt. Zu Fuss geht es weiter zum "Plaza Espana". Dieser Platz gefällt uns in Sevilla am Besten. Gleich in der Nähe ist auch der "Marie Luisa Jardin", eine wunderschöne grosse Parkanlage mit viel Grün und schönen Blumen. Langsam müssen wir daran denken zum Bahnhof zu gehen, unser Gepäck zu holen um den Zug nach Malaga nicht zu verpassen. Wir marschieren noch einmal durch die Strassen und bewundern ein letztes Mal die schöne Stadt. Für die Zugfahrt sind wir heute gewappnet, Wir erinnern uns noch gut daran wie wir gefroren haben als wir vor etwa einer Woche die selbe Strecke gefahren sind. Wir ziehen also lange Hosen und Pulli an um die Reise im klimatisierten Zug gut zu überstehen. In Malaga steigen wir in den uns wohlbekannten Zug nach Fuengirola um. Im Hostal Agur wollen wir die zwi nächsten Nächte verbringen. Es hat aber nur noch ein Zimmer für diese Nacht frei. Wir sollen aber morgen noch einmal fragen ev. ergibt sich noch etwas. Wir geniessen den Tag in unserer Lieblingsstadt an der "Costa del Sol" Mit Strand, bummeln und "es uns gut gehen lassen".

Samstag 20. Juli
Heute morgen ist erst einmal Zimmerwechsel im Hotel angesagt.  Und das lohnt sich sogar, denn das neue Zimmer ist sehr ruhig und in einen Innenhof gerichtet, ausserdem stinkt es nicht nach Rauch wie das andere das wir nun verlassen.
Wir geniessen den heutigen Tag vorwiegend am und im Meer und geniessen den herrlichen Sonnenschein. Am Abend lassen wir uns im Restaurant verwöhnen und geniessen das dolce vita.

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Fuengirola - Barcelona - Zürich

Sonntag 21. Juli
Heute heisst es Abschied nehmen vom Hostal "Agur", Fuengirola und der "Costa del Sol". Heute beginnt der erste Teil unserer Rückreise in die Schweiz. Den Tag verbringen wir noch in Fuengirola, da wir erst am Abend in Malaga sein müssen für den Nachtzug nach Barcelona. Das Gepäck dürfen wir im Hotel im "Abstellchämmerli" lassen. Ausgerüstet mit dem was man so braucht für einen Tag in der Stadt ziehen wir los um noch ein paar Mitbringsel zu kaufen. Danach gehen wir ein letztes mal an den Strand, der heute sehr überfüllt ist. Die Hochsaison hat begonnen, und Marco und ich sind froh das wir nicht erst jetzt unsere Ferien starten. Auch als wir den Zug nach Malaga nehmen sind wir umringt von einer riesigen Meute englischer und deutscher Touristen, die zum Glück alle in die andere Richtung fahren.
In Malaga machen wir noch einige Fotos, bevor wir in den "Talgo" steigen und uns in unserem Schlafabteil einrichten. Jetzt gehen wir erst einmal in den Speisewagen essen etwas kleines, trinken Rioja und lassen die Erlebnisse unserer Reise noch einmal Revue passieren. In den sehr bequemen Betten lassen wir uns später vom schaukeln des Zuges in den Schlaf wiegen.

Montag 22. Juli
Kurz vor 10.00 Uhr erreichen wir Barcelona. Auch dieser Bahnhof ist uns mittlerweile bestens bekannt. So finden wir auch schnell ein Schliessfach um unser Gepäck darin zu verstauen. Den Tag verbringen wir in Barcelona bis wir dann wieder mit dem Nachtzug nach Zürich fahren. In der U-Bahnstation macht Marco noch eine unangenehme Begegnung mit einem Taschendieb, der vergeblich versucht Marcos Geldbeutel aus der Hosentasche zu ziehen. Zum Glück ist der Dieb nicht gewalttätig und verzieht sich augenblicklich wieder. Nach dem U-Bahnerlebnis gehen wir zu Fuss in die Altstadt. In einer wunderschönen Kathedrale zünden Marco und ich je eine Kerze an und stehen einen Augenblick in andächtigem Schweigen vor den brennenden Kerzen und hängen unseren ganz persönlichen Gedanken nach. Danach gehen wir in eine Metzgerei und kaufen noch ein grosses Stück Serrano Rohschinken, den wir vakuumieren lassen können. Jetzt kommen wir auf die Idee auch hier eine Stadtrundfahrt wie in Sevilla zu machen. Wir blasen unser Vorhaben ab als wir die vielen Leute sehen, die das gleiche vor haben wie wir. Wir spazieren also durch die Stadt und kaufen noch die letzten Souvenirs und Mitbringsel, sowie Olivenöl und Essig. Langsam gehen wir zum Bahnhof zurück und entdecken gleich neben den Bahnhof den Busbahnhof. Wir studieren hier noch die tollen Angebote. Wer weiss vielleicht sind wir ja bald wieder auf Reisen. Kurz darauf suchen wir im "Talgo" unsere Liegesessel und richten uns für die Nacht ein. Nicht nur die Betten im "Talgo" sondern auch diese Liegesessel sind sehr bequem und lassen sich weit nach hinten stellen und haben sogar für die Beine eine Stütze. pünktlich um 21.40 Uhr fährt der Zug in Richtung Heimat ab. Bald hat uns der Alltag wieder! Im Moment sind wir aber noch voll Feriengedanken und träumen von der nächsten Reise.

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