Our passion is to travel around the world. It's our goal to learn about foreign cultures and to search for the contacts with the native ones. The impressions of the marvelous nature and the beautiful landscapes, the wonderful weather and much sunshine should be always our companion. It prepares to us a lot of pleasure to report from our experiences and adventures and to share this with many readers, Marco and Isabella

 

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REPORT GRIECHENLAND

Sommerferien vom 31. Juli 2003 - 24. August 2003

 

Travel route
Zürich-Brindisi
Brindisi-Igoumenitsa
Igoumenitsa-Athen-Heraklion (Kreta)
Heraklion-Malia (Kreta)
Malia (Kreta)
Heraklion (Kreta)
Kreta-Santorini
Santorini
Santorini-Paros
Paros
Paros-Serifos
Serifos-Athen-Navplion
Navplion-Olympia-Zakynthos
Laganos (Zakynthos)
Zakynthos-Kefalonia
Sami (Kefalonia)
Kefalonia-Korfu
Kerkyra-Ipsos (Korfu)

Korfu-Brindisi-Zürich

Zürich - Brindisi

Donnerstag 31. Juli
Nach einem gemütlichen und stressfreien Arbeitsmorgen geht es endlich los! In zwei Stunden beginnt unsere Reise und somit die lang ersehnten Sommerferien! 16.10 Uhr Fahren wir pünktlich Richtung Arth-Goldau ab. Um nach Milano zu gelangen müssen wir in Arth-Goldau das erste mal umsteigen. Zum Glück haben wir reservierte Plätze! Der Zug ist zum platzen voll und auch unsere Plätze sind bereits besetzt. Wir verjagen die zwei natürlich, denn wir haben schliesslich dafür bezahlt! Schulter an Schulter und Knie an Knie geht es weiter nach Milano. Hier haben wir einen kurzen Aufenthalt, den wir zum picknicken nutzen. Nach dem Schlemmen unserer aus der Schweiz importierten Rüebli, Gurken, Tomaten, Brot und Wasser geht es weiter. Ein übervoller italienischer Zug, indem wir wohl wissend reservierte Plätze haben, wartet auf uns. Rumpelig geht es durch die Nacht. Ab und zu nicken wir ein, aber so richtig schlafen kann man nicht (zumindest ich nicht). Na ja, so lausche ich dem unregelmässigen Schnarchen der anderen und versuche mich so bequem wie möglich einzurichten. Überflüssigerweise meldet sich meine Blase immer aufdringlicher, die ich schon seit einer Stunde zu ignorieren versuche. Es hilft alles nichts, ich muss mir einen Weg zur Toilette erkämpfen! Es wird eine richtige Kletterpartie! Denn auch in den Gängen sitzen und liegen Reisende! Immerhin habe ich die restliche Fahrt über Ruhe und kann sogar ein wenig dösen.

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Brindisi - Igoumenitsa

Freitag 01. August
Um 08.40 Uhr kommen wir in Brindisi an und haben somit unsere erste Etappe geschafft! Wir machen uns sogleich auf den Weg zum Hafen, um eine Fähre nach Igoumenitsa (Griechenland) zu buchen. Tatsächlich haben wir im ersten Reisebüro der „Blue Star Ferries" Glück und bekommen 2 Deckplatz-Tickets für die Überfahrt um 10.30 Uhr. Nun haben wir immerhin noch etwas Zeit um einen Café Latte zu trinken und uns auf der Toilette etwas frisch zu machen.
Marcos Uhr hat die Reise nicht so gut überstanden. Sie ist in Streik getreten und lässt sich durch nichts umstimmen! Marco macht sich auf die Suche nach einer italienischen Billiguhr. 4-5 Meter vom Café entfernt verkauft ein Strassenhändler prompt solch „edle" Stücke für wenige Euros. Marco ersteht eine davon und ist nun nicht mehr zeitlos. Das macht uns plötzlich bewusst, dass die Zeit schon ziemlich weit fortgeschritten ist und wir uns auf die Suche nach unserer Fähre machen sollten! „Pagare perfavore!", und nichts wie los! Marco hat noch zu Hause im Internet nachgelesen, dass ein Gratis-Shuttle-Taxi zum Fährhafen fährt. Wir erwischen tatsächlich noch ein solches! Der Fahrer lässt sich aber ziemlich Zeit! Um 10.15 Uhr sind wir endlich am Hafen und können unsere Fähre suchen! Erst jetzt erfahren wir, dass wir noch einchecken müssen um ein Bordkarte zu bekommen! Nach diesem Prozedere finden wir zum Glück sehr schnell die richtige Fähre nach Igoumenitsa. Wir ergattern uns zwei schöne Deckplätze mit Aussicht! Das Wetter ist nicht so toll!! Der Himmel ist bedeckt und ab und zu kommt ein Tropfen vom Himmel! Wir suchen uns also einen Polstersessel im innern der Fähre in der Nähe der Bar. Wir trinken etwas, bevor wir das Self-Service-Restaurant aufsuchen und etwas kleines essen. Wieder auf unseren Polsterstühlen schaukeln wir gemütlich über das ionische Meer Griechenland entgegen. Mit Dösen, Lesen, Trinken und diskutieren verkürzen wir uns die Zeit. Ca. um 20.15 Uhr kommen wir mit leichter Verspätung in Igoumenitsa an. Wir verpassen durch die Verspätung leider den Bus, der uns noch Athen gebracht hätte. Wir suchen uns statt dessen ein Hotel für eine Nacht. Das ist gar nicht so einfach, denn in Griechenland ist jetzt Hochsaison! Ein freundlicher Barkeeper hilft uns aber und vermittelt uns an ein Hotel eines Kollegen. Er bringt uns auch noch bei, wie man „Bezahlen bitte!" auf griechisch sagt: „Don logariassmo paragalo!" Mit diesen neuen Griechischkenntnissen machen wir uns ins Hotel Egnatia auf und richten uns für eine Nacht ein. In einer schönen griechische Taverne lassen wir  uns mit traditionellen Köstlichkeiten des Landes verwöhnen. Nach dieser ausgezeichneten Stärkung gehen  wir noch zur Bushaltestelle, um zu schauen wann morgen ein Bus nach Athen fährt. Billette können wir nicht mehr kaufen, da der Schalter soeben schliesst. Wir entschliessen uns den Bus morgen früh um 8.30 Uhr zu nehmen. Müde von der Reise gehen wir ins Bett. Wir wollen morgen schliesslich fit sein!

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Igoumenitsa - Athen - Heraklion (Kreta)

Samstag 02. August
Wir verbringen eine ruhige Nacht in einem richtigen Bett! Jetzt heisst es aufstehen um Busbillette für die Fahrt nach Athen zu ergattern. Wie treffend das Wort ergattern ist merken wir, als wir an die schon überfüllte Busstation kommen. Wir hangeln uns durch die sitzende und teilweise liegende Menschenmenge zum Billetteschalter durch. „Two Tickets to Athen paragalo!" Tja, wäre ja zu schön gewesen! Der Herr am Schalter erklärt uns, dass wir warten müssen, da es noch nicht sicher ist, dass in diesem Bus noch Plätze frei sind! Wir warten also! Nach ca. 45 Minuten des Wartens und Hoffens, finden wir uns langsam damit ab, den späteren Bus nach Athen nehmen zu müssen. Plötzlich passiert das Unglaubliche! Der Grieche am Schalter winkt uns zu sich und verkauft uns die letzten beiden Tickets nach Athen! Phu!! Noch einmal Glück gehabt! Erleichtert setzen wir uns in den bequemen Bus und auf geht’s zur achtstündigen Fahrt. Es ist unglaublich! Wir sind in Griechenland und das mitten im Sommer, aber es regnet! Wir fahren durch verregnete Strassen und lassen uns durchschütteln. Nach vier Stunden macht der Bus vor einer Taverne Mittagshalt. Kaum hat Marco ein Stifado und ich einen griechischen Salat an ein Tischchen balanciert, kommt ein heftiges Unwetter mit starkem Regenguss und viel Wind über uns! Wir tun so als ob uns das nicht beeindruckt und geniessen unsere Mahlzeit. Dann geht es weiter! Hügel auf und Hügel runter schüttelt und rüttelt es uns immer näher nach Athen. Nach etwa zwei Stunden Hält der Bus wieder und wir müssen aussteigen! Aber wir sind doch noch gar nicht in Athen?! Nein, denn um nach Patras zu gelangen müssen wir auf eine kleine Fähre umsteigen, die uns über die Meerenge bringt. Auf der ca. halbstündigen regnerischem Überfahrt, entdecken wir, dass über die Meerenge über die wir jetzt fahren eine riesige Brücke im Bau ist! So schade! Wenn die nämlich fertig ist, wird wohl niemand mehr das Fährunternehmen nutzen! Wieder einmal ein paar Arbeitsplätze die verloren gehen!

In Patras verlassen wir die Fähre und steigen wieder in unseren Bus. Nach einer weiteren guten Stunde Busfahrt kommen wir am Athener Busbahnhof an. Nun wollen wir zum Hafen von Piräus. Aber mit welchem Bus kommen wir dahin? Wir finden uns nicht ganz zurecht mit den griechischen Fahrplänen und suchen deshalb ein Informationscenter auf. Da sagt man uns, dass wir mit dem einen Bus in die Innenstadt fahren müssen um dort an irgendeinem Platz, dessen Name mir entfallen ist, umzusteigen. Den ersten Bus finden wir Problemlos und kaufen uns zwei Tickets. Der nette Chauffeur gibt uns beim Umsteigen noch die Richtung an, in welcher wir den Bus zum Hafen finden. Es ist aber gar nicht so einfach in dieser „kleinen" Stadt mit einer uns, in Wort und Schrift total fremden Sprache etwas zu finden. Unser Gepäck quer durch die Strassen schleppend suchen und suchen wir! Zum Glück können die Stadt-Griechen sehr gut englisch! Somit finden wir die Haltestelle zu unserem Bus doch noch. Der Bus kommt dann auch prompt. Wir hechten über die Strasse und zwängen uns gerade noch in das ziemlich volle Gefährt! Geschafft! Nun folgen aber bereits unsere nächsten Probleme! Erstens haben wir vor lauter Eile kein Ticket lösen können. Wir beschliessen, uns bei einer eventuellen Billetkontrolle dumm zu stellen und unsere Billette von der vorherigen Fahrt geltend zu machen. OK, Nummer eins gelöst! Nun das zweite, grössere Problem. Wir haben einen ziemlich fensterlosen Stehplatz, sehen fast nicht hinaus und haben keine Ahnung wo wir aussteigen müssen! Irgendwann entschliessen wir uns auszusteigen, denn wir haben Meer gesehen! Wir dachten, wo Meer ist muss ja auch irgendwo der Hafen sein. Na ja! Unser Gepäck im Schlepptau, müssen wir noch ziemlich lange herumirren, bis wir endlich den Hafen entdecken! Dieser ist sehr gut organisiert! Durch verschiedene Gates sind die Inselgruppen eingeteilt, die von den Fähren angefahren werden. Wir entschliessen uns unser Glück bei den Kykladen zu versuchen. Ich bin müde und mache langsam schlapp! Zum Glück ist Marco robuster! Ich darf das Gepäck hüten und Marco macht sich auf die Suche nach zwei Tickets für eine Überfahrt nach Kreta, Paros oder Santorini. Übrigens, es regnet nicht mehr und ich kann mich auf den Boden setzen und in meinem Buch lesen während Marco im Sonnenschein unterwegs ist.

Nach einer knappen Stunde hält mir Marco tatsächlich zwei Fähr-Tickets für 22.00 Uhr nach Kreta vor die Nase! Das bringt mich wieder in Schwung! Wir nehmen unser Gepäck und machen uns auf den Weg um unsere Fähre, die „Knossos Palace" zu suchen. Ein Riesenkahn mit über neun Stockwerken wartet auf uns! Mit Rolltreppe und Lift begeben wir uns auf Deck Acht. Wir beobachten das Einladen und die Abfahrt der Fähre, bevor wir in einem der Restaurants etwas kleines essen. An Deck richten wir mit Luftmatratze und Badetücher unsere Schlafplätze ein. Die Trainerhose und ein Pulli schützen uns zusätzlich vor dem Fahrtwind. Mir wird es trotzdem zu windig also ziehe ich mich in die Bar auf Deck sieben auf einen Polstersessel zurück. Während Marco friedlich schläft, kriege ich auch hier kaum ein Auge zu. Ich lese bis ich dann doch so müde bin, dass ich wenigstens etwas dösen kann.

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Heraklion - Malia (Kreta)

Sonntag 03. August
Um 4 Uhr 45 wecke ich Marco aus seinem beneidenswert guten Schlaf. Um ca. 5.00 Uhr legt die „Knossos Palace" im Hafen von Heraklion an. Hier kennen wir uns gut aus, da wir vor drei Jahren alle unsere Ferien hier auf Kreta verbracht haben. Wir finden die Bushaltestelle auf Anhieb und kaufen Tickets nach Malia. Es ist jetzt noch genug Zeit einen Kaffee zu trinken bis der Bus pünktlich fünf Minuten zu früh los fährt. In Malia klappern wir einmal die uns bekannten Hotels ab. Da wir uns mitten in der Hochsaison befinden sind alle ausgebucht! Es ist immer noch sehr früh am Morgen! Die letzten Betrunkenen sind auf dem Heimweg und die Strassen werden vom nächtlichen Betrieb gesäubert. Wir sind Mittendrin und immer noch ohne Unterkunft. Es ist hier wenigstens schön warm! So warten wir bis das Touristoffice um 09.00 Uhr öffnet. Wir finden sogar eine Taverne die „noch" geöffnet hat und uns einen kühlen alkoholfreien Drink serviert. Danach hilft uns die nette englisch sprechende Griechin vom Touristoffice ein Zimmer zu finden. Prompt klappt es und wir bekommen für zwei Nächte eine günstige Bleibe. Wir können aber erst um 12.00 Uhr einziehen. Wir deponieren also erst einmal unser Gepäck an der Rezeption und erledigen die Formalitäten. Die drei Stunden Wartezeit nutzen wir um zur uns wohlbekannten "Mikes Beach" zu gehen. Dort treffen wir Manos, Mikes Sohn, der uns sogleich erkennt! Und das nach drei Jahren! Wow! Wir trinken Kaffee, plaudern und freuen uns Bekannte auf Kreta zu haben. Später stossen auch noch Mike und der Liegestuhlvermieter, Name vergessen, zu unserer Runde. Das heisst, noch mehr Kaffee und Neuigkeitenaustausch. So verfliegt die Zeit im Nu. Um 12.00 beziehen wir unser Zimmer und sinken erschöpft ins Bett und schlafen erst einmal! Um 18.00 Uhr ist „Tagwache"! Wir genehmigen uns an der Hotelbar erst einmal einen Drink; Marco ein griechisches Bier namens Mythos und ich ein Glas Weisswein. Langsam kommt bei uns so richtige Ferienstimmung auf! In einer Taverne lassen wir uns mit einheimischen Spezialitäten kulinarisch verwöhnen! Eine ruhige Bar am Meer bietet uns die romantische Gelegenheit für einen Schlummertrunk, bevor wir in unserem Hotel in unsere Betten kriechen. Wir verbringen eine relativ ruhige Nacht, da unser Zimmer glücklicherweise nicht direkt an der Strasse liegt.

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Malia (Kreta)

Montag 04. August
Marco und ich schlafen uns erst einmal so richtig aus, bis uns die Sonne und die damit verbundene Wärme aus den Federn treibt. Nach einer wohltuend kühlen Dusche machen wir uns auf zur Mikes Beach und genehmigen uns dort erst einmal ein kleines Frühstück bevor wir uns an den windigen aber warmen Strand legen und weiterdösen. Wir verbringen also einen faulen Strandtag und lassen uns zwischendurch mit kühlen Getränken verwöhnen. Abends machen wir uns fein, gehen essen und stürzen uns anschliessend ins turbulente Nachtleben von Malia.

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Heraklion (Kreta)

Dienstag 05. August
Heute heisst es Koffer packen, denn unser Zimmer ist ab heute wieder verbucht. Erst wollten wir noch eine Nacht bei Mikes Hotel verbringen. Mike will uns aber kein Zimmer vermieten, da wir nur eine Nacht bleiben wollen. Na ja, dann halt nicht! Uns ist Malia mit all den betrunkenen Engländern sowieso zu überfüllt und zu laut. Wir beschliessen also noch heute nach Heraklion, der Hauptstadt von Kreta zu fahren, dort zu übernachten und am nächsten morgen mit der Fähre nach Santorini weiterzureisen. Erst einmal dürfen wir aber unser Gepäck bei Manos lassen.

Marco klagt seit dem gestrigen Bad im Meer über verstopfte Ohren! Es nutzt alles nichts und Marcos „Schwerhörigkeit" wird schlimmer. Ihm bleibt der Gang ins ‚Medical-Center’ nicht erspart. Nach dem Ausfüllen der notwendigen Formulare und einer ca. einstündigen Wartezeit lugt der Arzt endlich in Marcos Ohren und stellt, wie befürchtet Pfropfen fest. Mit einem Rezept für Ohrentropfen wird Marco fürs erste entlassen. Die Tropfen muss Marco ab 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr alle halbe Stunde in seine Ohren träufeln. Da wir gerade in der Einkaufszone sind erstehe ich ein neues Rollköfferli, da mein altes am auseinander fallen ist. Marco ersteht einen Strauss kretanische Bananen, die es überall am Strassenrand zu kaufen gibt.
 Nach unserem Einkaufsbummel gehen wir zu ‚Mikes Beach’ um uns im typisch kykladischen Augustwind noch etwas zu sonnen. Am Abend nehmen wir Abschied von Manos und seiner Truppe und machen uns mit Sack und Pack auf den Weg ins ‚Medical-Center’. Um 19.00 Uhr muss Marco ja wieder beim Onkel Doktor erscheinen, um sich die Ohren spülen zu lassen.
Mit frisch ausgespülten Gehörgängen und neuem Koffer gehen wir auf den Bus nach Heraklion. Dort nehmen wir ein Taxi und lassen uns vor das uns gut bekannte Hotel Olympic fahren. Das Hotel ist renoviert worden und erstrahlt in neuem Glanz. Leider ist es ausgebucht! Ein Einzelzimmer findet sich dann zu unserem Glück doch noch. Zu einem Spezialpreis und einem zweiten Bett dürfen wir dieses Zimmerchen für diese Nacht buchen! Nach einer erfrischenden Dusche stürzen wir uns in das Nachtleben von Heraklion!

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Kreta - Santorini

Mittwoch 06. August
Heute verbringen wir den Tag in Heraklion. Die Tickets für die Überfahrt nach Santorini um 18.00 Uhr haben wir bereits gekauft. Marco hat noch Eurochecks, die er endlich einmal einlösen will. Wir suchen also eine Bank, die solche Checks annimmt. In der Zeit als Marco eine geeignete Bank sucht mache ich mich ein bisschen schlau und recherchiere mit welchem Bus wir zum Hafen kommen. Ich finde bald  einen Kiosk, der  Bustickets verkauft und erkundige mich auch gleich welchen Bus wir denn nehmen müssen.
In der Zwischenzeit hat Marco die Alpha-Bank gefunden bei der  wir die Checks einlösen können. Es ist ein etwas langwieriges Verfahren! Wir werden von einem Schalter zum anderen geschickt, bis wir die Dame finden, die für unser Anliegen zuständig ist. Wir stellen wieder einmal fest, dass selbst in einer Bank ein gewisses Chaos herrscht. Die Papiere stapeln sich auf den Tischen zwischen übervollen Aschenbechern (geraucht wird überall!) und halbvollen Kaffeetassen! Aber irgendwie scheint das System Chaos zu funktionieren. Auf jeden Fall muss Marco ca. fünf Unterschriften abgeben, bevor er das Geld für die Checks entgegen nehmen kann. Eine Quittung bekommt er aber nicht! Andere Länder andere Sitten! Jetzt haben wir noch richtig Zeit um in Heraklion zu bummeln. Aber oh Schreck, wo ist den bloss Marcos Sonnenbrille? Verloren oder gar als vermeintliches Portemonnaie aus dem Hosensack gestohlen? Wir laufen den ganzen Weg noch einmal ab, den wir vorher gegangen sind. Die Sonnenbrille taucht nirgends auf!
Griechenland ohne Sonnenbrille ist nicht gerade sehr gesund! Über der Strasse entdecke ich einen Optikerladen. In den begeben wir uns und Marco findet sogar ein passendes Modell! Jetzt aber nichts wie los zum Markt! Da wird einfach alles verkauf! Souvenirläden, Fruchtstände, Metzgereien, Bäckereien. und vieles mehr reihen sich in dieser Marktgasse. Erst einmal decken wir uns mit griechischen Früchten ein um etwas Proviant für die Fahrt auf der Fähre haben. Ich entdecke noch ein Schmuckladen und kaufe mir ein Fussketteli. Dieses probiere ich zum Glück gleich an, denn es ist schon kaputt! Also, zurück in den Laden, wo ich auch gleich ein neues bekomme. Dieses ziehe ich gleich neben der Verkäuferin im Laden an! Nein, so was! Schon wieder ein kaputtes. Das dritte hält dann endlich! Jetzt gehen wir erst einmal in ein Marktcafé. Marco trinkt ein griechisches sehr süsses Colagetränk und ich ein Wasser. Währenddessen schauen wir dem bunten Treiben des Marktes zu. Ganze Schweine werden da in einem Einkaufswagen in die Metzgerei transportiert! Später setzen wir uns unter einen Baum und picknicken ein paar kretanische Birnen und Bananen. Ach nein! Schon wieder ist mein Fussketteli kaputt! Ok, einmal flicken bitte!
Jetzt wird es langsam  Zeit im Hotel unser Gepäck abzuholen und mit dem Bus zum Hafen zu fahren.
Die Fähre nach Santorini wartet bereits auf uns und wir können uns an Deck ein schönes Plätzchen suchen. Wir haben wegen irgendwelcher Ladeprobleme doch noch eine Stunde Verspätung. Wir fahren ca. um 19.00 Uhr ab. Es windet wieder ziemlich stark! Zum Glück dauert die Fahrt nicht all zu lange. Um 22.30 Uhr legt die Fähre im Hafen von Santorini an. Nun brauchen wir noch eine Bleibe. Da es schon reichlich spät ist, suchen wir Hilfe in einem Touristen-Informationsbüro. Der Grieche an der Rezeption vermietet auch Zimmer und will uns ein solches andrehen. Nach langen Verhandlungen und Preisvergleichen, handeln wir den Preis noch etwas herunter und nehmen das uns gebotene Zimmer. Das Gute ist, dass wir mit dem Hoteltaxi fahren können. Vom Hafen aus geht es die steile Kraterwand hinauf. Unglaublich dass hier auch Camions und Busse hinaufkurven! Von der Gegend sehen wir nicht viel, da es schon ziemlich dunkel ist. Irgendwo im Nirgendwo hält das Taxi vor einem Hotel! Nein, das kann nicht sein! Uns wurde doch gesagt, dass wir unser Zimmer am Meer an einem erschlossenen Ort haben!! Da bleiben wir auf keinen Fall!
Die ganze Aufregung ist aber umsonst! Der Chauffeur muss nur zwei Asiatinnen aussteigen zu lassen. Jetzt geht es weiter nach unserem Bestimmungsort, Perissa. Was wir in der Dunkelheit sehen können, gefällt uns gut. Hier lebt es! Ein Touristendörfchen, aber sehr angenehm. Wir bekommen ein Zimmer im Keller, was uns egal ist. Wir ziehen uns schnell um und machen uns auf Nahrungssuche. Das ist gar nicht so einfach, denn mittlerweile ist es schon 00.30 Uhr. In einem griechischen Fastfood essen wir Gyros und trinken unsere obligaten 1 ½ Liter Wasser. Auf dem Weg ins Hotel verlaufen wir uns ein bisschen in den vielen mit Lavagestein geteerten Gassen. Müde sinken wir in die kühlen Laken und fallen in Tiefschlaf.

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Santorini

Donnerstag 07. August
Heute schlafen wir wieder einmal so richtig aus! Um 11.00 Uhr wird es Zeit einen Kaffee zu trinken und ein kleines Frühstück zu uns zu nehmen. Uns fällt auf, dass der Kaffee allgemein sehr teuer ist! Wir fragen uns wie sich wohl die Einheimischen ihren Kaffee leisten können?!
Im bequemen Korbstuhl planen wir unser weiteres Vorgehen. Wir beschliessen, dass wir morgen mit der Fähre zu der Insel  Paros weiterreisen. Für heute planen wir mit dem öffentlichen Bus in die berühmte Hauptstadt Fira zu fahren. Wir erkundigen uns in einem Reisebüro wo der Bus nach Fira fährt. Der freundliche Grieche erklärt uns, in englisch, dass eine Strasse saniert wird und wir deshalb an einer weniger bekannten Bushaltestelle einsteigen müssen. Wir sind nicht die einzigen Touristen, die nach Fira wollen und die Bushaltestelle suchen. Schlussendlich finden wir sie aber und müssen noch eine ganze Weile auf den Bus warten. Was soll’s! Schliesslich haben wir Ferien und trotz des Windes, der auch hier bläst, ist es an der Sonne herrlich warm.
Wegen des Strassenbaus muss der Bus auf der engen Strasse am Meer entlang fahren. Prompt kommt uns ein Baum, zu nahe und reisst auf der rechten Seite des Busses ein Metallteil ab! Bei der nächsten Haltestelle müssen wir also aussteigen und auf den nächsten Bus warten! Um 12.30 Uhr sind wir endlich unterwegs nach Fira! Die Warterei hat sich aber total gelohnt! Für die paar Euro, die wir für die Tickets zahlten, bekommen wir eine Fahrt über die halbe Insel geboten!
Wunderschöne Landschaften und herzige kleine Dörfchen ziehen an uns vorbei. Ab und zu haltet der Bus und Fahrgäste steigen ein und aus.
Santorini entstand durch einen der grössten Vulkanausbrüche, die es je gegeben hat! Der Kraterrand des Vulkans bildet diese Insel. Zwei kleinere Inselchen sind ein Überbleibsel des Kraters. Sie sind unbewohnt. Per Boot kann man aber Ausflüge dorthin machen und heisse Schwefelquellen besuchen.
Fira die Stadt am Kraterrand ist ist die Hauptstadt. Sie ist wirklich so, wie man es immer auf den Postkarten präsentiert bekommt!
Durch enge Gässchen spazieren wir immer höher an den schönen weissen Häusern vorbei, bis wir hoch über der Stadt sind und den ganzen Überblick bewundern können. Durstig und hungrig vom Aufstieg in der prallen Sonne, suchen wir eine Taverne. Über den Dächern der Stadt finden wir ein geeignetes Plätzchen, um ein kleines Mittagessen und das obligate Wasser zu geniessen. Nach dieser Stärkung machen wir uns auf die Suche nach einer Kirche mit blauer Kuppel. Diese sind nämlich auf allen Postkarten aus Santorini abgebildet und ohne ein solches Foto gehen wir nicht weg von hier! Dieses Unternehmen ist gar nicht so einfach, denn die meisten Kirchendächer sind weiss. Und diejenigen, die blaue Kuppeln haben sind natürlich zu weit weg um sie zu fotografieren. Schlussendlich finden wir doch noch ein geeignetes Objekt und lichten es ab!
Speziell an Fira ist auch, dass es einen Eseltransport vom Hafen hinauf in die Stadt gibt. Je fünf zusammengebundene Esel bilden eine Einheit. Sie schleppen die Touristen den steilen Weg hinauf nach Fira. Neben dem Eseltransport gibt es seit einigen Jahren aber auch eine Seilbahn, die man nutzen kann.
Die Esel haben es uns angetan und müssen natürlich fotografiert werden. Auf dem Weg zur Bushaltestelle entdecken wir einen Shop mit griechischen Ölbildern! Da wir kein Bild kaufen wollen, wir sie aber so schön finden machen wir möglichst unauffällig ein paar Fotos vom Verkaufsstand!
Nun wird es aber Zeit zum Bus zu gehen! Wir erwischen einen Schnellbus, der uns in einer Viertelstunde nach Perissa zurück bringt.
Wegen der erwähnten gesperrten Strasse kann der Bus nicht bis ins Dorf fahren. Wir machen also noch einen gemütlichen Abendspaziergang am Meer entlang. Im Hotel angekommen machen wir eine verspätete Siesta und erholen uns von den vielen Eindrücken des Tages. Danach erfrischen wir uns und stürzen uns ins Nachtleben von Perissa. Unser erstes Ziel ist es, eine Bar am Meer mit griechischer Musik zu finden. Diese finden wir dann auch, geniessen einen Apéro und studieren den Travel Guides. Die Griechin, die hier serviert, fragt uns ein bisschen über unsere Destinations aus und verwickelt uns in ein interessantes Gespräch. Auch sie spricht sehr gut englisch wie alle Griechen, die wir bis jetzt getroffen haben. Schon leicht angesäuselt begeben wir uns dann in eine günstige Taverne in der Nähe unseres Hotels und genehmigen uns bei Kerzenlicht ein perfektes griechisches Abendessen mit griechischem Rotwein.

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Santorini - Paros

Freitag 08. August
Um 8.30 Uhr erwachen wir erfrischt, kuscheln noch ein wenig bevor wir dann gemütlich aufstehen. Heute geht es  weiter auf die Insel Paros. Wieder einmal heisst es Koffer packen und von unseren Gastwirten Abschied nehmen. Heute sind wir zu Frühsport verdonnert! Wir müssen mit Sack und Pack der Strandstrasse entlanglaufen um den Bus nach Fira zu nehmen. Erst einmal kauft sich Marco zwei „Schoggigipfel" und ich erstehe ein paar frische Birnen und Nektarinen. Zum Glück sind am Morgen noch nicht so viele Autos unterwegs. So wird unser Marsch doch noch recht gemütlich. An der Haltestelle angekommen haben wir noch Zeit einen Kaffee zu trinken. Bis unser Bus kommt liegt auch noch unser Frühstückspicknick drin.
 Über die Hügelige Landschaft von Santorini gelangen wir erst einmal nach Fira, wo wir auf den Bus zum Fährhafen in Athinios umsteigen. Wir müssen noch drei Stunden auf die Fähre warten. Wir suchen uns ein Schattenplätzchen und werden tatsächlich fündig. Wir sind nicht die einzigen, die auf eine Fähre warten. Marco und ich wechseln uns mit der Gepäckwache ab. So haben wir beide Gelegenheit noch etwas am Hafen zu bummeln und die eine oder andere Postkarte zu kaufen. Die Fähre nach Paros hat leider eine Stunde Verspätung. Also fahren wir erst um 16.30 Uhr ab. Die Überfahrt ist sehr windig! Zum Glück habe ich meinen Pulli immer zu oberst im Koffer! Den brauche ich jetzt nämlich! Marco macht sich in der Zwischenzeit auf die Suche nach etwas Essbarem. Er hat Erfolg! Auf seinem Streifzug durch die Fähre kommt er an einem Fastfood namens Goody vorbei und schnappt sich einen Hamburger und einen Salat. Auf Deck einer windigen Fähre zu essen ist gar nicht so einfach! Ab und zu fliegt uns das eine oder andere Salatblatt um die Ohren!
Nach dieser abenteuerlichen Nahrungsaufnahme brauchen wir erst einmal ein Nickerchen an der Sonne.
Schon bald kommt Naxos in Sicht. Die Fähre macht einen Stopp um Leute ein und aussteigen zu lassen. Es ist sehr windig hier im Hafen von Naxos und wir sind froh, als wir endlich wieder abfahren. Die Zeit um ein paar Fotos zu knipsen nehmen wir uns dennoch. Bis Paros ist es jetzt nur noch ein Katzensprung. Die Fähre legt in Parikia, dem Hauptort von Paros an. Hier erwarten uns Unmengen von Griechen, die freie Zimmer in ihren Hotels anpreisen. Jeder hat selbstverständlich das Schönste, best gelegene und Preiswerteste! Wir ziehen es aber vor, auf eigene Faust eine geeignete Bleibe zu suchen. Auch hier auf Paros merken wir, dass wir mitten in der Hochsaison sind! Die meisten Hotels und Appartements sind Ausgebucht! Schlussendlich finden wir im Hotel Hermes ein Zimmer: Leider nur für eine Nacht! Besser als nichts und morgen ist wieder ein neuer Tag.
Das Hotel Hermes wird von einem untypischen Engländer geführt. Er entschuldigt sich noch beinahe, dass er zu dieser Gattung angehört. Nach seinem ersten Urlaub auf dieser Insel, sei er immer wieder gekommen, hat eine Griechin kennen gelernt, geheiratet und dieses Hotel übernommen.
Wir beziehen unser hübsches kleines Zimmer, machen uns frisch und begeben uns anschliessend auf Erkundungstour.

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Paros

Samstag 09. August
Den heutigen Morgen starten wir mit einem stärkenden Frühstück. Dann ist erst einmal Koffer packen angesagt. Wir dürfen unser Gepäck netterweise im Hotel deponieren, damit wir es auf der Suche nach einer neuen Bleibe nicht mitschleppen müssen. Auch heute haben wir einige Schwierigkeiten ein Zimmer für zwei Nächte zu finden. Die äusserst netten Griechen helfen uns aber wo sie können. Einige rufen ihre Kollegen an und fragen nach. Andere begleiten uns zu Bekannten und verhandeln für uns auf griechisch. Leider haben wir auch so kein Glück. Da kommt uns in den Sinn, dass ein Hotel, das wir gestern nach einem Zimmer fragten für heute noch freie Kapazität hatte. Also, nichts wie los auf die Suche nach eben jenem Hotel. Aber wo war das doch noch einmal? Die Gässchen sehen sich hier alle so ähnlich! Nach einigem Hin und Her laufen finden wir das Hotel Arian endlich!
Super, es hat hier tatsächlich noch ein freies Zimmer für zwei Nächte. Wir buchen sofort und holen unser Gepäck im Hotel Hermes ab. Jetzt gehen wir in das nächste Fährreisebüro und buchen unsere Weiterreise für kommenden Montag nach Serifos.
Nun sind wir bereit, für neue Abenteuer und Entdeckungen. Wir gehen zur Busstation und schauen wohin man auf Paros  mit dem Bus so kommt. Ein Bus der gleich fährt, geht nach Marpissa. Kurz entschlossen steigen wir ein. Die Fahrt ist rumpelig und faszinierend zugleich. Wir stellen fest, dass es hier sehr viele Feigenbäume gibt. Auch ein paar Kühe, etwas mehr Schafe und Ziegen sehen wir auf unserer Busfahrt. In Marpissa hat es sehr schöne, uns neu erscheinende schneeweisse Häuser. Die Wege in den Gassen durch das Dorf sind im typisch kykladisch Baustil gepflastert. Insgesamt ein wunderschönes Dorfbild. Der Ort wirkt aber ziemlich ausgestorben. Es sind wohl alle in der Siesta?! Wir entdecken einen kleinen „Tante Emma Laden" der sogar offen hat! Wir kaufen Wasser und ein paar Tomaten. Bei einer schönen Kirche mitten im Dorf machen wir Picknick und eine anschliessende Siesta. Es ist wieder einmal ziemlich windig und uns fröstelt es sogar zwischendurch ein wenig!
Um 15.30 Uhr sind wir wieder an der Bushaltestelle und warten auf den Bus nach Lefkes. Es soll laut Travel Guides ein wunderschönes Bergdorf sein. Es ist tatsächlich ein in typisch im kykladischen Baustil erbautes Dorf. Wir spazieren Gässchen auf und ab. Ab und zu begegnet uns eine der griechischen Katzen, die es hier viele gibt. Natürlich geben sie ein geeignetes Sujet für Fotos ab! Wir begegnen auch einem Geschöpf, vor dem Marco Angst hat und ich Ekel empfinde! Eine riesige Spinne bei der Siesta an einer Sonnenbeschienen weissen Wand! Nach dem ersten Schreck wird aber auch sie in unsere Fotosammlung aufgenommen! Uns fällt auf, dass das Gebiet um Lefkes sehr bewaldet ist. Eine schöne überdurchschnittliche grüne Gegend für diese Insel also!
In einer wunderschönen Freilufttaverne mit Ausblick kehren wir ein und geniessen griechischen Salat, Tzaziki und Musakka. Frisch gestärkt treten wir die Busfahrt zurück nach Parikia an.
Im Hotel angekommen ist erst einmal Wäsche waschen angesagt! Ich funktioniere kurzerhand die Badewanne zur Handwaschmaschine um. Marco spannt in dieser Zeit die Schnur und hängt vor zu die saubere Wäsche auf. Phu! Handwäsche ist recht anstrengend! Nach dieser schweisstreibenden Tätigkeit stellen auch wir uns noch unter fliessendes Wasser und unterziehen uns einem Reinigungsritual.
Ein Detail am Rande: griechische Toiletten sind nicht unbedingt für männlich schweizerischen Stuhlgang geeignet! Marco musste dreimal die Spülung aktivieren um die Sch…, pardon das Teil herunter zu spülen! Jetzt aber nichts wie Raus aus dem Hotel und ans Meer! Da bietet sich uns eines der schönsten und romantischsten Naturschauspiele: Der Sonnenuntergang ins Meer! Wir besuchen danach die angeblich älteste Kirche Griechenlands, die aus dem 6. Jahrhundert stammen soll. Es ist heute Abend einigermassen windstill und wir können unseren Apéro direkt am Meer geniessen und dabei das Kommen und Gehen der Fähren beobachten.

Sonntag 10. August
Um 11.30 Uhr an diesem Morgen begeben wir uns erst einmal zu einem stärkenden Kaffee. Wir schwatzen noch ein wenig mit der Hotelbesitzerin und bewundern den schönen Innenhof. Da steht tatsächlich ein Granatapfelbaum! Die Früchte, die jetzt am Baum hängen werden im Herbst reif sein.

Heute wollen wir einen Tagesausflug auf die Nachbarinsel Antiparos machen. Erst einmal fahren wir mit dem Bus nach Pounda. Hier müssen wir auf die Fähre umsteigen. Es ist eine äusserst windige Überfahrt! Auf Antiparos ist es leider kaum weniger windig! Wir wollten eigentlich an den Strand liegen und baden gehen! Dieses Vorhaben setzen wir nicht in die Tat um, da wir befürchten vom Sand, den es herumwirbelt, begraben zu werden! Stattdessen schauen wir uns das Städtchen Antiparos an. Es ist übrigens der einzige Ort auf diesem Inselchen! Ein Idyllisches, schönes Städtchen wohlgemerkt! In einer Taverne stärken wir uns, schreiben Karten und studieren den Travel Guides. Langsam wird es Zeit nach Paros zurückzukehren. Auf dem Weg zum Hafen kaufe ich noch ein paar feine riesige griechische Tomaten!
Am Hafen angekommen sehen wir neben dem Busfahrplan einen Fahrplan für die direkten Schiffverbindungen nach Paros. In einer viertel Stunde wird so ein Schiff auch gleich fahren. Wir entschliessen uns diese Variante zu probieren. Der Wind wird immer heftiger und das eher kleine Schiff, im Gegensatz zu den riesigen Fähren, schwankt ziemlich!! Ich glaube der Kapitän macht sich einen Spass daraus voll gegen die Wellen zu fahren, so dass das Schiff sehr starken Schlägen ausgesetzt ist!! Am Anfang finden Marco und ich es noch amüsant. Nach einer halben Stunde werden wir aber immer grüner im Gesicht, und wir müssen uns darauf konzentrieren unser Mittagessen bei uns zu behalten! Wir sind uns ziemlich einig, dass eine Achterbahn am Knabenschiessen ziemlich harmlos gegen diesen Wellenritt ist! Wir sind froh, als endlich Paros vor uns auftaucht. Etwas schwankend und immer noch grün im Gesicht entsteigen wir in Parikia dem Boot. Jetzt brauchen wir dringend eine Siesta!

Um 18.00 Uhr sind Marco und ich wieder einigermassen „endtrümmelt" und für neue Abenteuer bereit. Wir fahren heute Abend mit dem Bus in das Fischerdorf Naoussa. Der Travel Guides hat nicht zu viel versprochen! Wir treffen in einem Bilderbuchschönen Dorf mit venezianischem Hafen ein! Leider bläst uns der heftige Wind auch hier beinahe davon! Also ist nix mit Apéro am Meer! Wir haben die Nase langsam voll von diesem Wind! Wir wollen so schnell wie möglich weg von der Ägäis! Leider haben wir schon die Fähre nach Serifos gebucht.
Nach dem Apéro suchen wir ein Reisebüro auf und erkundigen uns wann eine Fähre von Serifos zurück nach Piräus fährt. Wir haben Glück. Von Montag auf Dienstag gibt es um 01.20 Uhr tatsächlich eine Fähre, die uns weg vom Wind bringt! Wir buchen natürlich sofort!
In einer einigermassen windgeschützten Fischtaverne essen wir Octopus und stossen mit griechischem Wein auf unsere erfolgreiche Organisation der Weiterreise an. Erwähnenswert ist, dass die Octopuse an einem Stab über den Tavernen an der Sonne getrocknet werden. Das sieht noch witzig aus! Später am Abend fahren wir mit dem Bus zurück nach Parikia. Im Hotel angekommen gehen wir ins Bett und schlafen noch einmal in einem Bett. Die nächste Nacht verbringen wir dann ja wieder einmal auf hoher See!

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Paros - Serifos

Montag 11. August
07.30 Uhr! Der Wecker klingelt erbarmungslos! Unsere Fähre nach Serifos fährt bereits um 08.40 Uhr. Marco und ich kämpfen uns also tapfer aus dem Bett und unter die Dusche. Leider reicht es nicht einmal mehr für den Kaffee, den uns die nette Hotelbesitzerin anbietet. Mit Sack und Pack gehen wir auf direktem Weg zum Hafen. Weit und breit ist hier nichts von einer Fähre zu sehen! Jetzt erst sehen wir Das Schild das uns aufklärt, dass unsere Fähre Namens „Romilda" erst um 11.00 Uhr hier eintrifft. Ja, da nützt alles nichts, wir müssen warten. Wir suchen uns einen Platz in einem Café. Wir sind nicht ganz die einzigen, die auf „Romilda" warten, was bedeutet, dass die Cafés ziemlich ausgelastet sind. Wir finden aber dennoch einen Platz und bestellen einen Kaffee. Über dem Studium des Travel Guidess vergeht die Zeit allmählich und wir wagen uns wieder an den Einsteigesteg. Hier trifft uns fast der Schlag! Anstelle von 11.00 Uhr steht jetzt 12.00 auf dem Schild für „Romildas" Ankunft!

Sehnsüchtig schauen wir dem Treiben der ankommenden und auslaufenden Fähren zu. Um 12.20 Uhr kommt „Romilda" endlich! Mit geschlagenen vier Stunden Verspätung treffen wir um ca. 15.00 Uhr in Lavadia auf Serifos ein. Wir können   unser Gepäck für den heutigen Tag in einem Reisebüro deponieren. Die Griechin im Reisebüro sagt uns noch, dass wir das Gepäck bis 22.00 Uhr abholen müssen, da sie danach Feierabend hat und abschliesst.
Nach all den Aufregungen müssen wir uns jetzt erst einmal stärken! An der wunderschönen Bucht essen wir unseren bisher teuersten griechischen Salat und trinken unser obligates Wasser dazu.
Jetzt suchen wir einen Bus, der uns in das viel umschriebene Dorf Chora führt. Dieses Dorf befindet sich hoch oben auf dem Hügel, der das Zentrum dieser kleinen Insel bildet. Ein uralter Bus wartet an der Bushaltestelle auf uns. Verwundert stellen wir fest, dass wir die Billette nicht wie üblich beim Billette-Mann während der Fahrt bezahlen müssen. Erst als der erste Fahrgast aussteigt, begreifen wir dieses System. Das Billet wird nämlich erst beim Aussteigen direkt beim Chauffeur bezahlt!
Der Bus windet sich nun Kurve für Kurve den Berg hinauf nach Chora. Über dem Dorf liegt die Kirche, die wir schon von unten gesehen haben. Diese wollen wir unbedingt besichtigen. Dort hin gelangt man über einen wunderschönen Fussweg. Der Weg führt uns durch Gassen und Gässchen an blitz blank weiss gestrichenen Häusern vorbei. Zum Schluss müssen wir noch die Treppen erklimmen, die eigens für den Weg zur Kirche angelegt wurde. Wenn uns nicht schon der Aufstieg die Luft genommen hätte, dann wäre uns spätestens hier die Luft weg geblieben. Hier oben haben wir eine wirklich atemberaubend schöne Aussicht auf die Insel! Wir machen natürlich Fotos! Auch ein paar Tauben müssen als Sujet hinhalten. Sie machen uns den Gefallen und sitzen für einen Moment recht possierlich da. Nach dieser Fotosession gehen wir nach Chora, suchen uns eine Taverne und stossen mit Bier und Weisswein auf die schöne Insel an.
Um den Alkohol wieder aus unseren Köpfen zu vertreiben machen wir uns zu Fuss auf den Weg hinunter nach Lavidia. Es gibt einen wunderschönen Wanderweg, der auch als solcher gekennzeichnet ist. Unten angekommen machen wir erst einmal eine Dorfbesichtigung bevor wir am Meer auf den Sonnenuntergang und somit auf den aufgehenden Vollmond warten. Ca. um 20.30 erscheint er hinter einem Hügel vor der Bucht. Blutrot, gross und fast kugelrund steigt er auf! Zum zweiten Mal an diesem Tag verschlägt es uns den Atem!

Nun wird es Zeit unser Gepäck beim Reisebüro abzuholen. Die schliessen ja um 22.00 Uhr und dann hätten wir ein Problem! Wir sagen uns, dass wir besser etwas zu früh unser Gepäck holen. Man weiss ja nie!! Wir suchen uns eine Taverne wo wir etwas essen können und auf die Fähre, die um 01.20 Uhr ablegt, warten. Wir finden in der Nähe der Fährstation eine hübsche Taverne.
Leider ist schon fast alles was wir von der Speisekarte bestellen wollen aus gegangen! Das Personal ist aber sehr freundlich. Hier haben wir kleine Verständigungsprobleme! Die Service-Frau stammt aus der Ukraine und versteht kein einziges Wort in Englisch und wir kein einziges Wort in ihrer Sprache. Dafür ist Marco umso begeisterter von ihrem hübschen Lächeln!
Der Wirt und Mitbesitzer der Taverne rettet uns schlussendlich vor dem Hungertod und hilft uns bei der Zusammenstellung unserer Speisen. Mit dem Wirt haben wir sehr interessante Gespräche über Gott, die Welt und die Griechen. Wir erfahren, dass es in Griechenland absolut kein Problem ist ein eigenes Geschäft aufzumachen. Man macht es einfach!
Der Wirt ist leidenschaftlicher Koch und Rezeptesammler. Er hat auch schon eigene Kochbücher geschrieben, die von ihm kreierte Rezepte enthalten. Aus meiner hintersten Hirnwindung grabe ich noch ein ungefähres Rezept vom Schweizer Käsefondue heraus. Ob das wohl im nächsten Kochbuch unseres Wirtes erscheint? So vergeht die Zeit wie im Flug! Wir müssen uns am Schluss richtig beeilen, damit wir noch rechtzeitig zur Fähre kommen.

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Serifos - Athen - Navplion

Dienstag 12. August
Mit Sack und Pack verlassen wir die Taverne und pilgern Richtung Hafen in der Erwartung, dass die Fähre schon zu sehen ist. Weit gefehlt, denn auch diese Fähre hat Verspätung! Tja, uns bleibt mal wieder nichts anderes übrig als zu warten. Eine Stunde Später trudelt die Fähre ein. Wir suchen uns an Deck einen Schlafplatz, der einigermassen windgeschützt ist. Die Fahrt ist relativ ruhig und so kann sogar ich ein wenig schlafen.
Dank meines schlechten Schlafes kann ich um 06.00 Uhr ein wunderschönes Naturschauspiel beobachten! Zum ersten Mal in meinem Leben erlebe ich einen Monduntergang! Und das auf hoher See! Zum Sonnenaufgang ist dann auch Marco wach. Piräus rückt jetzt immer näher und bald schon verlassen wir das Schiff wieder.
In Piräus müssen wir uns erst einmal wieder orientieren und herausfinden wo wir sind. Wir entschliessen uns ein Café zu suchen, um unser weiteres Vorgehen zu besprechen. Anstatt des Cafés finden wir aber einen Bahnhof! Na wunderbar! Wir wollen sowieso mal mit einem griechischen Zug fahren. Am Bahnhof finden wir natürlich auch unseren Kaffee, den wir genüsslich schlürfen.
Wir wollen nach Navplion. Laut Travel Guides soll es ein sehr schöner Ort auf dem Peloponnes sein. Leider ist der eine Zug nach Navplion schon weg und für den Nächsten bekommen wir keine Tickets mehr, da er schon ausgebucht ist. Wiedereinmal müssen wir 3 Stunden warten, bis uns ein Zug nach Korinth bringt. Das gibt uns Gelegenheit noch etwas zu dösen, die Karte und den Travel Guides zu lesen oder Tagebuch zu schreiben.
Der Diesel betriebene Zug kommt sehr pünktlich. Wir haben sogar nummerierte Sitzplätze! Leider ist der Zug absolut blödsinnig klimatisiert! Ich muss meine Jacke ausgraben und Marco wickelt sich in sein Badetuch ein. Während der Fahrt bewundern wir die Gegend, dösen etwas und konzentrieren uns darauf, dass unsere Zähne wegen des Frostes der im Zug herrscht nicht zu laut klappern. Den Kanal von Korinth verpassen wir natürlich nicht! Wir fahren ja schliesslich darüber!

In Korinth steigen wir aus und essen auf der Bahnhofstreppe eine grosse Tomate und lassen uns von der Sonne bestrahlen. Als das letzte Eismöcklein, das uns die Klimaanlage angehängt hat, von uns abfällt sind wir für neue Taten bereit.
Wir suchen die Busstation. Wir suchen ziemlich lange! Marco ist ein Kavalier und lässt seine Liebste, mich, in einem Park auf einer Bank Gepäckwache schieben während er ritterlich und ohne zu klagen alleine auf die Suche nach der Busstation geht! Nach einiger Zeit kommt er wieder zurück und wir machen uns gemeinsam auf den Weg zur Bushaltestelle. Wir müssen jetzt nur noch den richtigen Bus  nach Navplion finden! In einer Bäckerei frage ich nach. Wir haben Glück und erwischen gerade noch den nächsten Bus. Phu! Sitzplätze gibt es aber keine mehr! Nur noch ein Platz auf der Treppe mit Aussicht auf die hochinteressante Tür! Nach einer knappen Stunde steigen endlich ein paar Leute aus! Marco und ich können endlich einen bequemeren Sitzplatz mit landschaftlicher Aussicht erobern!
In Navplion angekommen machen wir uns sogleich auf die Suche nach einer Pension, die uns für eine Nacht beherbergt. Gleich in der ersten Pension in der Altstadt ist uns das Glück hold. Wir bekommen ein riesengrosses Zimmer mit einem riesengrossen Bett für 30 Euro! Dusche und WC sind allerdings auf dem Gang. Das ist uns aber so lang wie breit. Es gefällt uns hier! Nach der ersehnten Erfrischung unter der Dusche machen wir uns auf und schauen uns das Städtchen an. Der Travel Guides hat uns nicht zu viel versprochen! Navplion ist wirklich wunderschön. Über der Stadt gibt es eine Burg, die von einer Mauer umgeben ist. Es gibt einen Fussweg dort hinauf. Nach einem stärkenden Apéro mit Bier, Wein Bohnensalat, Randensalat und gebackenem Feta-Käse, erklimmen wir ein paar Höhenmeter in Richtung Burg. Unsere Schuhe stellen sich aber schnell einmal als ungeeignet heraus! So kehren wir wieder um! Wir gehen zum Meer hinunter. Wir hoffen den Mondaufgang noch einmal zu sehen. Heute soll nämlich Vollmond sein. Wir suchen uns ein romantisches Plätzchen bei einem Leuchttürmchen und machen es uns bequem. Leider bekommen wir den Mondaufgang nicht mit, da er vermutlich hinter dem höchsten Hügel versteckt ist. Nach einer Stunde des Wartens geben wir auf und suchen uns eine schöne Taverne. Die gibt es hier wie Sand am Meer! In einer davon speisen wir wie immer vorzüglich. Hier können wir sogar draussen sitzen ohne Angst zu haben vom Wind weggeblasen zu werden! Danach suchen wir unsere Pension und schlafen im grossen Zimmer mit dem grossen Bett bald ein.

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Navplion - Olympia - Zakynthos

Mittwoch 13. August
Um 07.30 Uhr reisst uns der Wecker aus unseren süssen Träumen! Wir müssen aufstehen, denn wir wollen heute noch nach Olympia! Nichts wie unter die Dusche, packen und auf zur Busstation. Wir kaufen uns die Billette nach Tripolis und machen es uns im Bus gemütlich. Nachdem wir aus Argos, dem Nachbarort von Navplion, raus sind geht es ziemlich in die Berge. Das Gebiet am Peloponnes ist sehr grün und dicht bewaldet. Es ist eine wirklich schöne Fahrt nach Tripolis. Hier angekommen stellen wir fest, das es von hier aus bis am Abend um 18.30 Uhr keine Busse mehr nach Olympia gibt! Was machen wir nun? Wir wollen unser Vorhaben heute nach Olympia zu gehen nicht aufgeben! Mit Hilfe der Landkarte versuchen wir uns am Schalter zu erkundigen wie weit wir von hier aus in die nähere Umgebung von Olympia kommen. Nach längeren Diskussionen und einigen Sprachverständnisschwierigkeiten, finden wir heraus, dass es einen Bus quer durch den Peloponnes nach Livadaki gibt. Dort müssten wir halt ein Taxi nach Olympia nehmen. Livadaki ist zwar auf unserer Karte nicht eingezeichnet, dafür aber alle anderen Orte, die uns der Grieche am Schalter auch noch aufzählt. Den einen oder anderen Ort finden wir sogar beschrieben in unserem Travel Guides! Wir kaufen schliesslich die Tickets für den Bus um 12.00 Uhr.
Jetzt ist aber erst 10.00 Uhr. Wir sind das Warten ja langsam gewohnt! An der Bushaltestelle finden wir eine Beiz. An der Wand hängt ein grosses Schild mit allen möglichen und unmöglichen alkoholischen Getränken! Auf meine scheue Frage, ob es Kaffee gibt bekomme ich ein Kopfschütteln zur Antwort. Ok, dann eben ein Fanta für mich. Marco begnügt sich mit einem Cola. Wir sind sowieso die einzogen, die hier Soft-Drinks zu uns nehmen! Die Griechen sind schon beim Wein und essen Souvlaki-Spiesschen, und das morgens um 10.20 Uhr!
Ich übernehme wieder einmal die Gepäckwache und Marco macht sich auf, um die Gegend rund um die Busstation zu erkunden. Bei seiner Rückkehr überrascht er mich mit feinen kleinen griechischen Birnen! Nun bin auch ich noch an der Reihe um mir einen kleinen Eindruck von Tripolis zu machen. Im Umkreis der Busstation gibt es allerdings nicht viel zu entdecken! Das einzig erwähnenswerte ist der von chaotischen Griechen dicht befahrene Kreisel! So gehe ich wieder zurück zu Mann und Gepäck. Unterwegs kaufe ich meinem Schatzi noch ein Überlebenssandwich, da wir ja nicht wissen wann wir das nächste mal an was essbares heran kommen! Auch ans Wasser haben wir selbstverständlich gedacht! Jetzt ist es Zeit zu bezahlen, denn mittlerweile ist unser Bus eingetrudelt.
Mit dem Ankommen des Busses bricht auch sogleich das Chaos aus! Das Gepäck wird von zwei Griechen nach einem für uns unnachvollziehbaren System eingeladen. Dabei brüllen sie auf griechisch irgendetwas durch die Gegend! Wir verstehen natürlich kein Wort! Irgendwann meinen wir zu verstehen, dass das Gepäck nach Ortschaft sortiert in den Bus geladen wird. Also schreie ich einem von den beiden Gepäckmännern „Livadaki!" zu. Der schaut mich aber nur mit einem grossen Fragezeichen im Gesicht an. Vermutlich habe ich den Ortsnamen in perfektem griechisch ausgesprochen! So halt ich ihm dann halt mein Billett vor die Nase. Der gute Mann hat aber seine Brille nicht dabei, ohne die er so scheint’s nicht lesen kann! So hält er wiederum mein Billett dem nächst Besten unter die Nase. Der nächst Beste ist der Grieche Marco, der „Livadaki" genau so perfekt ausspricht wie ich! Der übernächst beste Grieche ist dann endlich einer, der auch wirklich griechisch kann!. Wir hören genau hin und jetzt können auch wir diese Ortschaft unseres Reiseziels aussprechen.
Nach dem das geklärt ist müssen wir aber immer noch warten! Ich schicke Marco schon mal in den Bus um unsere Plätze zu sichern. Trotz Sitzplatznummer auf dem Billett trau ich dem System nicht ganz, und ich habe keine Lust wieder einen Treppenplatz zu bekommen! Als eines der letzten Gepäckstücke verschwindet schlussendlich auch mein Koffer und Marcos Rucksack im Bauch des Busses. Als ich auch im Bus sitze stelle ich fest, das meine Skepsis bezüglich Sitzplätzen unbegründet ist. Jeder im Bus befindliche Fahrgast hat einen nummerierten Platz!
Mit ca. 10 Minuten Verspätung fahren wir los. Die Fahrt ist sehr abenteuerlich! Kurve um Kurve geht es eine Passstrasse nach der anderen hinauf und hinauf! Eine sehr grüne Landschaft mit vielen Wäldern zieht an uns vorbei. Ab und zu kommen wir an einem kleinen Bergdorf vorbei dessen schöne Häuser treppenartig in den Felsen Gebaut wurden. Das ist ein ganz anderer, aber auch schöner Baustiel als wir das von den Kykladen-Inseln kennen. Nach drei Stunden Fahrt ist uns nicht mehr ganz so wohl. Wir befürchten irgendwo in der Wildnis zu landen! Immer mehr Leute steigen aus! Unser Verdacht bestätigt sich dann auch fast. An einer Haltestelle wo es ausser einer verlassenen Tankstelle nichts ausser Wildnis gibt hält der Bus. Wir sind noch die einzigen Fahrgäste. Der Buschauffeur erklärt uns das hier Endstation ist. Na Bravo! Das ist nicht der Ort, der auf unserem Billett steht!
Unsere schlimmsten Befürchtungen zerschlagen sich als ein Kleinbus auftaucht in den wir umzusteigen haben. Der junge Fahrer des Kleinbusses sprach ebenfalls nur griechisch. Mit Händen und Füssen versuchten wir eine Unterhaltung zu führen. Das stellte sich aber als ziemliche Herausforderung heraus! Livadaki ist auch nicht unbedingt besser gelegen als die Tankstelle unseres letzten Haltes! Immerhin hat es hier ein Wohnhaus in dem der Busfahrer wohnt. Mit Händen und Füssen versuchen wir Pit, so heisst der junge Grieche, zu erklären, das wir nach Olympia wollen und ob er uns ein Taxi rufen könne. Nach langem hin und her meinen wir zu verstehen, dass Pit sowieso nach Olympia müsse und uns gleich mitnimmt. Das finden wir ausserordentlich nett von Pit! An der Ausgrabungsstätte erklärten wir die Fahrt für beendet. Erst jetzt finden wir heraus, dass der schlaue Pit nebenbei als Taxifahrer arbeitet und uns nicht aus Gefallen sondern zu 30 Euro Taxi-Tarif nach Olympia fuhr!
Immerhin sind wir jetzt tatsächlich in Olympia, unserem heutigen Ziel angelangt. Da wir nun einmal hier sind lassen wir es uns nicht nehmen, die Ausgrabungen zu begutachten. Immerhin haben hier vor x-hundert Jahren die ersten olympischen Spiele stattgefunden! Der Eintritt kostet uns noch einmal 12 Euro! Wenigstens gibt es hie ausser kaltem Gestein ein sauberes Klo, das ich dringend benutzen muss!!
Nach der Besichtigungstour inklusive Fotografieren gehen wir zum Kiosk kaufen ein Glacé und Getränke und erkundigen uns ob es weit ist, wenn wir zu Fuss ins Städtchen Olympia wollen. 10 Minuten. Das ist zu schaffen finden Marco und ich. Nach der Glacélutsch- und Trinkpause nehmen wir den wirklich kurzen Weg unter die Füsse.
Olympia gefällt uns nicht, sodass wir uns entschliessen weiterzureisen. Auf der Karte schauen Wir wo es am nächsten ist, an einen Hafen zu gelangen um mit der Fähre auf die Insel Zakynthos zu kommen. Pyrgos heisst also unser nächstes Reiseziel für heute.
Wir suchen eine Busstation und werden auch bald fündig. Um 19.00 Uhr soll der nächste Bus fahren. Unsere Uhr zeigt erst 17.00 Uhr und wir haben die Warterei langsam satt!
Ich schiebe auf ein Neues Gepäckwache, während Marco den Bahnhof sucht und sich nach dem nächsten Zug erkundigt. Ich habe mich kaum auf einer Bank niedergelassen, spricht mich auch schon ein griechischer Taxifahrer auf englisch an. Er will wissen ob ich bleibe oder gehe, wohin ich will, woher ich komme. Ich erzähle ihm von unserem Vorhaben nach Pyrgos und weiter zum nächsten Fährhafen zu gehen und das wir dann nach Zakynthos wollen. Ich erkläre ihm auch, dass Marco sich nach dem nächsten Zug nach Pyrgos erkundigt. Der Taxifahrer erklärt, dass heute kein Zug mehr fährt. Er bietet mir an uns für 35 Euro direkt nach Kilini dem Fährhafen zu bringen, wo wir noch die 20.00 Uhr Fähre erreichen könnten. Ich warte erst einmal auf Marcos Rückkehr, um mit ihm die ganze Angelegenheit zu besprechen und um von ihm zu hören, dass wirklich kein Zug mehr fährt. Marco bestätigt die Sache mit dem Zug. Ich bin sehr dafür das Taxiangebot zu nutzen, denn ich will weg hier und es reizt mich heute noch nach Zakynthos zu gelangen. Wir besprechen uns und überlegen alle Möglichkeiten.
Der Grieche erkennt unsere Sprache als Schweizerdeutsch. Eine Schwester eines seiner Verwandten lebt angeblich in Schaffhausen. Wie klein die Welt doch ist! Marco und ich entschliessen uns über den Preis zu verhandeln und erklären dem Taxifahrer, dass wir für 30 Euro sein Angebot annehmen. Er ist kompromissbereit und wir einigen uns auf 32 Euro. Wir laden unser Gepäck ins Taxi und los geht’s! Wir erfahren auf der ca. 40-minütigen griechischen rasanten Fahrt alles über den Familiennamen des Griechen! So wird die manchmal beängstigend schnelle Fahrt ziemlich kurzweilig. Schon kommen wir im Hafen von Kilini an. Wir bedanken uns beim Taxifahrer und entlöhnen ihn.

Wir kaufen sofort ein Fährbillett für die Überfahrt nach Zakynthos. Diesmal haben wir Glück und wir können noch mit der verspäteten Fähre mit, die um 18.00 hätte fahren sollen. Um 19.00 Uhr legt die Fähre ab. Marco isst sein Sandwich während ich das „Boot" besichtige. Ich kaufe mir noch ein Mythos- Bier und eine Tüte Pistazien. Ich knabbere meine Nüsse und wir teilen uns das Bier.
Nach einer Stunde kommen wir auch schon in Zakynthos an. Jetzt heisst es wieder einmal eine Bleibe suchen und finden. In Zakynthos-Stadt ist es nicht wirklich Touristen freundlich. Es hat weder Busse noch Informationszentren. Auch haben wir von dieser Insel keinen Travel Guides! Marco hat zum Glück noch dunkel in Erinnerung, dass er von Laganos schon gehört hat. Nach vergeblicher Suche nach einem Bus entschliessen wir uns ein Taxi zu suchen. Aber auch dieses Unterfangen stellt sich als schwierig heraus. Denn nicht nur wir wollen ein Taxi! Kein Wunder wenn es keine Busse gibt! Wieder einmal ist uns das Glück hold und wir kommen in einem Taxi unter indem schon eine Frau sitzt, die auch nach Laganos will.
Der Taxichauffeur will uns überreden ein Appartement zu mieten, dass irgendeinem Verwandten gehört. Dieses Appartement ist aber nicht in Laganos, sondern irgendwo. Wir wollen aber nach Laganos und bleiben stur. Das verärgert den Taxifahrer und er schmeisst uns mehr oder weniger in Laganos raus! Wir sind jedenfalls da wo wir hin wollten. Wir finden entgegen den Prophezeiungen des Taxifahrers auf Anhieb ein Hotelzimmer. Es kostet uns zwar 50 Euro, dafür ist unser Gemach gegen einen Innenhof gerichtet. Ansonsten wäre es sicher etwas laut, da Laganos ein reines Touristenkaff ist. Vergleichbar mit Malia auf Kreta. Hier fehlen aber zum Glück die vielen Engländer! Aber auch an diesem Ort gibt es ein von Einwohnern bewohntes Dorf und das wiederum gefällt uns hier.
Bevor wir aber auf Entdeckungstour gehen duschen wir erst einmal! Und jetzt müssen wir unsere mittlerweile leeren Geldbeutel wieder auffüllen! Wir finden auf unserer Entdeckungstour eine ruhige Seitengasse mit schönen Tavernen. Für unser Abendmahl suchen wir uns eine Taverne mit jungem, kommunikativem Personal. Das Essen ist griechisch und vorzüglich! Auch den Hauswein lassen wir uns schmecken. Müde und etwas beschwipst gehen wir ins Hotel und können endlich mal wieder eine Nacht in einem Bett verbringen. Mich dünkt als wäre das eine Ewigkeit her!

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Laganos (Zakynthos)

Donnerstag 14. August
Ich glaube ich träume, dass ich noch auf der Fähre bin. Es wackelt alles! Plötzlich bin ich hellwach! Auch Marco sitzt kerzengerade in seinem Bett. Das Hotel wackelt! Ein Erdbeben! Wir machen uns fluchtbereit, falls es nötig sein sollte zu verschwinden. Von überall her hören wir aufgeregte Stimmen! Nach ca. 10-15 Sekunden ist der ganze Spuk zum Glück vorbei. Es ist uns nichts geschehen und auch das Hotel hat keinen Schaden genommen. Als wir zum Frühstück gehen erfahren wir, dass das Epi-Zentrum auf der Halbinsel Lefkada war. Dort hat es einige Schäden gegeben und leider auch einige Menschen, die unter den Trümmern begraben wurden! Anscheinend bebt die Erde in diesem Teil Griechenlands ab und zu im Sommer!
Auch hier auf Zakynthos und in Kefalonia hat es in der Vergangenheit heftige Erdbeben gegeben. Die meisten Häuser sind hier nach diesen Katastrophen stabiler und nach den neusten Techniken wieder aufgebaut worden. Auf Zakynthos findet jedes Jahr am 16. August ein Gedenktag an das Erdbeben von 1953 statt.

Jetzt wollen wir endlich an den Strand! Ich muss mir aber erst einmal einen neuen Bikini kaufen. Mein anderer Bikinioberteil hängt nämlich noch irgendwo auf Kreta an einem Sonnenschirm. Vermutlich am Strand von Malia. Nach drei Läden und zig Anproben finde ich dann endlich ein Modell, dass mir passt! So jetzt aber nichts wie los und an den Strand! Einen Sonnenschirm und einen Liegestuhl erobern und endlich Sonne pur und Meer geniessen. Hier windet es auch nicht!
Später geht Marco auf Entdeckungstour in Laganas. Er kommt mit vielen Prospekten über Boot-Trips rund um Zakynthos und Tagesausflügen nach Kefalonia zurück. Es gluschtet uns sehr beides zu machen. Erst schlafen wir aber noch ein bisschen an der Sonne!
Um 18.00 Uhr machen wir uns auf den Weg um in verschiedenen Reisebüros die Angebote zu prüfen. Schlussendlich buchen wir bei einem ausgewanderten Engländer den Boot-Trip. Den Tagesausflug nach Kefalonia können wir mit der Option buchen nach der Inselrundfahrt in Kefalonia zu bleiben.
Bevor wir uns fürs Nachtleben rüsten ist wieder einmal Wäsche waschen angesagt! Nachdem die Wäsche hängt kann es dann los gehen. Bei Laganas gibt es ein kleines Felseninselchen, dass durch eine Hängebrücke zu erreichen ist. Camino ist wirklich Bilderbuch-schön! Man hat einen herrlichen Blick auf das Meer. Es gibt auch ein paar sehr romantische Bars hier. Nach diesem Inselbesuch treibt uns der Hunger wieder zurück. Wir finden eine schöne über mehrere Stockwerke verteilte Freilufttaverne namens Harbor. Hier geniessen wir ein vorzügliches griechisches Abendessen mit Blick aufs Meer und zu den Sternen.

Freitag 15. August
Um 07.30 Uhr klingelt uns der Wecker erbarmungslos aus dem Schlaf! Was, schon wieder aufstehen? Es sind doch Ferien! Ach ja, wir machen heute ja die Bootsfahrt rund um die Insel Zakynthos! Also nichts wie raus aus den Federn und unter die Dusche. Eigentlich findet das Frühstück offiziell erst um 8.30 Uhr statt. Wir haben aber Glück, denn der Kaffee ist schon parat. Marco findet noch ein paar Cornflakes um sich zu stärken. Bevor wir uns auf den Weg machen nehme ich noch vier hart gekochte Eier vom Buffet mit. Die nette Dame an der Theke gibt uns auch ein Brötchen mit auf den Weg. So  sind wir ausgerüstet für den Tag und wir können zum Treffpunkt gehen.
Der Bus, bringt uns zum Hafen in Zakynthos-Stadt. Wo unser Schiff bereits auf uns wartet. Es hat schon ziemlich viele Leute an Bord und Marco und ich finden nur noch einen Platz an der prallen Sonne. Ausgerüstet mit Hut und Sonnencreme ist das aber nur halb so wild. Es kommen immer noch mehr Ausflügler auf das Boot, bis auch der letzte Stehplatz belegt ist! Jetzt kann es los gehen.
Eine weibliche Stimme erzählt uns alles Wesentliche was es zu sehen gibt in griechisch und englisch. Wir fahren an wunderschönen Buchten und Sandstränden vorbei! Die Schildkröteninsel an der wir vorbeikommen trägt diesen Namen, weil sie aussieht wie eine Schildkröte. Ausserdem leben hier viele Wasserschildkröten. Im Frühling kommen sie hierher um ihre Eier an Land abzulegen. Dieses Gebiet ist darum zum Naturschutzgebiet erklärt und wir fahren deshalb nicht zu nahe daran vorbei! Manchmal wolle es der Zufall und man könne eines der Tiere sehen erklärt uns unsere Travel Guidesin. Heute wird uns aber kein solcher Zufall beschert.
Weiter geht die Reise an Höhlen und Caves vorbei. Das Wasser ist wunderschön türkisblau und klar. Fast wie auf einer kitschigen Postkarte! Irgendwo bei irgendwelchen Höhlen gibt es einen halbstündigen Badestop. Marco und ich nutzen diese Zeit um an den Schatten zu flüchten und um zu picknicken. Als die Meute wieder zurückkehrt geht die Bootsfahrt weiter.
Bei einem alten Sagenumwobenen Schiffswrack, das von einem Sturm in einer Felsenbucht gestrandet ist gibt es die zweite Badepause. Marco und ich gehen an Land um das Wrack in Augenschein zu nehmen. Das Baden überlassen wir den anderen. Es hat uns zu viele Leute. Mit uns sind nämlich noch fünf weitere Ausflugsboote da! Nach einer Stunde fahren wir wieder los.
Wir kommen noch einmal an wunderschönen Buchten und Höhlen vorbei. Hier gibt es Klippen, die teilweise fast bis ins Meer hinunter mit Bäumen übersät sind. Blue-Caves und Papas-Caves heissen die bekanntesten Höhlen die wir auf dieser Rundfahrt zu sehen bekommen. Um 17.30 Uhr kommen wir von unserem heissen, wunderschönen und erlebnisreichen Bootsausflug wieder nach Zakynthos-Stadt zurück. Verschwitzt und von der Sonne etwas verbrutzelt steigen wir in den Bus, der uns zurück nach Laganas bringt.

Marco und ich sind uns einig, dass der Tag super organisiert wurde vom Reisebüro „Dionisos"! Das können wir nur weiterempfehlen!

Jetzt hält uns nichts und niemand mehr auf ins Meer zu springen, um uns eine erfrischende Abkühlung zu verschaffen. Nach einer reinigenden Dusche suchen wir eine Happy-Hour-Bar. Hier bedeutet Happy-Hour aber nicht zwei Getränke zum Preis von einem. Hier ist alles etwa ein Euro günstiger.

Wir sind so müde von der Sonne, die uns heute den ganzen Tag begleitet hat, dass wir nach dem Abendessen gleich ins Bett gehen und in Tiefschlaf verfallen.

Noch eine kleine Ergänzung zum heutigen Tag: Am 15. August ist in Griechenland einer der höchsten Feiertage „Maria Entschlafung". Viele Griechen machen um diese Zeit eine Pilgerreise auf eine der Kykladen-Inseln. Ich weiss aber nicht mehr welche es ist.

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Zakynthos - Kefalonia

Samstag 16. August
Früh morgens um 06.00 Uhr werden wir auch schon wieder aus dem Schlaf gerissen! Um 06.50 werden wir vom Bus abgeholt, der uns nach Kefalonia bringt. Heute gibt es also definitiv kein Frühstück im Hotel. Mit Sack und Pack schlurfen wir zum Pick-up-Point. Irgendwie liegt ein feiner Duft nach frischem Brot in der Luft! Marco macht sich auf die Suche nach einer Bäckerei, die offen hat. Ich mache in dieser Zeit..... ja was wohl? Gepäckwache! Zur Unterhaltung bietet sich mir das Schauspiel der vom Ausgang heimkehrenden zum Teil betrunkenen Jugend. Irgendwann kommt Marco mit zwei Kaffees zurück. Brot hat er noch keines auftreiben können, aber der Kaffee hilft erst einmal um etwas in die Gänge zu kommen.
Im Bus spricht uns eine Australierin an. Sie macht den gleichen Trip nach Kefalonia ohne Rückkehr wie Marco und ich. Sie heisst Michelle und wir finden uns auf Anhieb sympathisch. Bei der Überfahrt mit der Fähre und der anschliessenden Inselrundfahrt erzählen wir uns gegenseitig unsere Reisepläne.
Kefalonia ist eine schöne grüne Insel mit viel Wald. Viele schöne Dörfer treffen wir an und keines ist ein Touristenkaff wie zum Beispiel Laganas auf Zakynthos. Nach der Inselrundfahrt mit Mittagspause verabschieden Michelle, Marco und ich uns vom Buschauffeur und der englischen Lady, die uns auf der Fahrt alles über diese Insel erklärt hat. Auch dieser Trip wurde vom Reisebüro Dionisos wieder bestens organisiert!

Michelle, Marco und ich entscheiden uns die nächsten zwei Tage gemeinsam zu verbringen. Für unseren Aufenthalt wählen wir das Städtchen Sami. Erstens hat es uns bei der Durchfahrt mit dem Car sehr gefallen und zweitens hat es dort einen Fährhafen. Wir suchen uns eine Busstation und erfahren dort, dass heute keine Busse mehr nach Sami fahren. Nach kurzer Beratung entscheiden wir uns für ein Taxi. Da wir ja nun schon Griechenland-Erfahrung gesammelt haben machen wir auch diesmal den Taxipreis zum voraus ab. Der kompetente Fahrer bringt uns drei für 20 Euro schnell und sicher nach Sami. Hier müssen wir erst einmal ein Hotel suchen, das uns drei für zwei Nächte beherbergt. Das ist gar nicht so einfach! Auch hier ist Hochsaison, was bedeutet, dass wir nicht die einzigen sind, die eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen. Nach einigen Absagen finden wir im Hotel Ionion zwei schöne, günstige Zimmer mit Meerblick.
In einer Bar am Meer gönnen wir uns einen Apéro und erzählen uns aus unserem Leben. So vergeht die Zeit wie im Flug. Langsam kommt bei uns drei der Hunger auf. Wir geniessen ein einfaches Abendessen am Meer. Danach gehen wir für einen Schlummertrunk noch in eine gemütliche Bar. Nun sind wir genug schläfrig, um uns ins Hotel zu begeben und unsere Betten aufzusuchen.

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Sami (Kefalonia)

Sonntag 17. August
Das Hotel „Ionion" ist ein wunderbar ruhig gelegenes und sehr sauberes Hotel. Wir können es nur weiterempfehlen! Es ist in der Nähe der Polizei und der Kirche. Ausserdem ist es sehr günstig. Für ein Doppelzimmer mit fliessend Wasser ohne Dusche und WC bezahlt man 30 Euro pro Nacht und für ein Doppelzimmer mit Dusche und WC 40 Euro. Und das in der Hochsaison!

Marco und ich fühlen uns hier so wohl, dass wir bis 11.00 Uhr durchschlafen! Nach der Morgentoilette klopfen wir bei Michelle an der Tür, um uns zum Frühstück zu verabreden. Michelle blinzelt uns mit ziemlich kleinen Augen an. Auch sie hat also ausgiebig geschlafen! Wir verabreden uns in einer Stunde im Café Adonis. Marco und ich nutzen die Zeit um im Supermarkt Früchte, Tomaten und Wasser zu kaufen.
Ca. um 12.30 Uhr treffen wir Michelle im Adonis. Wir trinken Kaffee und besprechen den heutigen Tag. Erst einmal suchen wir eine Bäckerei für unseren Frühstückseinkauf. Da es ziemlich heiss ist am heutigen Tag sind die Schattenplätze heiss begehrt! Den einzigen Ort am Schatten finden wir auf dem Trottoir unter einem Baum. Hier essen wir die gekauften Brötchen. Danach organisiert Michelle ihren morgigen Trip nach Athen und Marco und ich buchen unsere Reise nach Korfu. Wir müssen über Patras reisen, da es keine direkten Fähren von Kefalonia nach Korfu gibt.

Nach so viel Organisation ist jetzt Beach-Time angesagt! In der Nähe der Busstation und des Fährhafens finden wir einen schönen sauberen Kieselstrand. Das Wasser ist herrlich kühl! Ab und zu ein Sprung ins Wasser um sich dann an der Sonne wieder trocknen zu lassen! Zwischendurch essen wir eine frische Nektarine oder eine Tomate! Ferien sind halt schon was herrliches!!

Abends gehen Marco Michelle und ich natürlich wieder zusammen aus und sinnieren über Gott, die Welt und vieles mehr. Auf der Suche nach einer Taverne kommen wir noch eine Vorführung des griechischen Volktanzes zu sehen. Wir sehen eine Weile zu.
Nach dem Essen fällt Michelle und Marco nichts Besseres ein, ihre Kenntnisse über Geometrie auszutauschen. Mir ist das um diese Zeit zu hoch!
Die Zeit verfliegt und schon müssen wir uns von Michelle verabschieden. Sie wird morgen sehr früh auf ihre Fähre gehen Richtung Athen. Selbstverständlich tauschen wir noch unsere Adressen aus bevor wir auseinander gehen.

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Kefalonia - Korfu

Montag 18. August
Nach einer weiteren ruhigen Nacht heisst es für Marco und mich wieder einmal Koffer, beziehungsweise den Rucksack zu packen. Heute geht es weiter nach Korfu. Ca. um 11.00 Uhr verlassen wir das Hotel. In einem Cafe am Meer besprechen wir unsere Weiterreise. Am Samstag um 18.30 Uhr müssen wir in Brindisi den Zug nach Zürich erwischen, den wir bereits gebucht haben. Viel gibt es also nicht zu besprechen.
Ich gehe noch in den Supermarkt, um für Proviant zu sorgen. Währenddessen schreibt Marco noch die letzten Ansichtskarten. Nach getaner Arbeit gehen wir mit Sack und Pack an den Strand und geniessen noch einmal die Sonne und den Strand von Sami. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon müssen wir uns auf den Weg zur Fähre machen. Erst einmal gönnen wir uns in einer Taverne aber etwas kühles zu trinken und eine erfrischende Katzenwäsche.

Die Überfahrt ist ruhig und sehr romantisch! Wir können nämlich beobachten, wie die Sonne blutrot ins Meer versinkt! Ein sehr beeindruckendes und schönes Naturschauspiel, das wir da geboten bekommen!!

Um ca. 20.40 Uhr kommt die Fähre in Patras an. Marco und ich müssen uns erst einmal um die Bordkarten für die Fähre, die uns weiter nach Kerkyra bringt kümmern. Dabei stellen wir fest, dass hier der öffentliche Verkehr sehr gut organisiert ist. Gleich neben dem Fährhafen befindet sich die Bahnstation und ein paar Meter weiter entdecken wir bereits den Busbahnhof.

Nach kurzer Suche finden wir auch das Büro der Blue-Star-Ferris, wo wir unsere Bordkarten entgegen nehmen. Ganz in der Nähe entdecken wir eine Art Bahnhofbuffet. Da wir beide hungrig sind und uns eine Nacht auf Deck bevorsteht, beschliessen wir da etwas kleines zu essen. Der Wirt des Restaurants entpuppt sich als sehr gut deutsch sprechend. Kein Wunder, denn seine Mutter ist Deutsche und er selber hat ein en grossen Teil seiner Kindheit in Deutschland verbracht.
Hier in Patras merken wir, dass alles etwas teurer ist! Für unsere bescheidene Mahlzeit, bezahlen wir doch recht viel. Tja auch in Griechenland ist das Leben in den Städten teurer als auf dem Land! Mit leichterem Geldbeutel, dafür satt, gehen wir zum Hafen und suchen unsere Fähre.
Bis wir einsteigen können sehen wir fasziniert dem geschäftigen Treiben des Ein und Ausladens von Camions, Autos und anderen Gefährten zu. Wir staunen wieder einmal mehr darüber wie gut alles organisiert sein muss um so viele grosse Fahrzeuge in einer Fähre zu verstauen.
Nun wird es aber Zeit einzusteigen und einen geeigneten Platz für unser Nachtlager auf Deck zu suchen. Nachdem wir unser Gepäck deponiert haben genehmigen wir uns an der Bar noch einen Weisswein und ein Bier. Marco kann danach einschlummern, während ich noch eine ganze Weile in meinem Buch lese, bevor ich dann auch in einen leichten Döszustand falle.

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Kerkyra - Ipsos (Korfu)

Dienstag 19. August
Um 07.00 Uhr läuft die Fähre im Hafen von Kerkyra, der Hauptstadt von Korfu ein. Schlaftrunken schwanken Marco und ich aus der Fähre. Wir müssen uns erst einmal orientieren wo wir sind um herauszufinden wohin wir gehen wollen! Keine sehr leichte Aufgabe ohne Travel Guides. Wir versuchen uns an einem ziemlich unübersichtlichen Ortsplan zu orientieren. Es dauert eine ziemliche Weile, bis wir endlich herausfinden wo genau wir uns hier befinden! Unsere ursprüngliche Idee ist es, in Corfu-Town, wie Kerkyra auch genannt wird, zu bleiben. Wir raffen uns also auf und gehen los um ein Hotel für drei Nächte zu suchen.
Es ist noch sehr früh am Morgen und die Stadt steckt noch im Tiefschlaf. Ehrlich gesagt präsentiert sich uns ein ziemlich tristes Bild dieser Stadt! Wir haben den Eindruck, als seien wir nur von halbzerfallenen Gebäuden umgeben! Das liegt aber vielleicht auch nur daran, dass es erstens sehr früh am Morgen ist und zweitens wir noch sehr müde sind! Wir entschliessen uns deshalb in einem Park auf einer Bank zu warten, bis die Stadt erwacht um uns dann in einem Reisebüro zu erkundigen, wo wir uns für die nächsten Tage niederlassen wollen.
Ca. um 08.30 Uhr nehmen wir unser Gepäck und gehen zu einem Reisebüro, dass ich entdeckt habe. Es öffnet aber erst um 09.00 Uhr! Zum Glück befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Cafe! Hier trinken wir etwas, um uns die Wartezeit zu verkürzen und um uns auf der Toilette ein wenig zu erfrischen. Marco ist so nett und übernimmt es ins Reisebüro zu gehen, um sich über die Insel und deren Übernachtungsmöglichkeiten zu erkundigen. Ich darf sitzen bleiben und das Gepäck bewachen.
Nach kurzer Zeit kehrt Marco mit einer Hand voll Prospekten zurück! Anhand dieser und unserem Instinkt entscheiden wir uns nach Ipsos zu gehen.
Wir erreichen Ipsos mit dem öffentlichen Bus in ca. 40 Minuten. Unser Bauchgefühl hat recht gehabt! Als wir aus dem Bus steigen entpuppt sich Ipsos als einen sehr schönen Ort direkt am Meer! Beim ersten Supermarkt dem wir begegnen hängt auch bereits ein Schild: "Rooms to let". Mal schauen ob wir Glück haben und auf Anhieb ein Zimmer finden. Eine Verkäuferin führte uns zu dem Besitzer der Zimmer und der hatte doch tatsächlich noch ein Zimmer für uns! Und das zu Ziemlich günstigen Konditionen. Wir bezahlen dem Mann 105 Euro für drei Nächte. Danach geht es erst einmal unter die Dusche und danach ab an den Strand! Beim Laden kaufen wir uns noch einen kleinen Imbiss. Na dann „Kali orexi!"  was soviel bedeutet wie "Guten Appetit!".
Nach dem Essen sollst Du ruhn….! Das nehmen wir uns zu Herzen und dösen eine Runde. Zwischen durch hüpfen wir ins Meer um uns dann wieder an die Sonne zu legen. Das nenne ich Leben!!

Nach dem obligaten Erfrischungs- und Meerwasserabwaschritual am Abend, machen wir uns auf die Suche nach einem Apéro. Wir müssen nicht weit gehen bis wir fündig werden. Zwischen rauchen und Weisswein trinken schreibe ich Tagebuch. Marco verlässt für kurze Zeit sein Mythos um auf die Suche nach dem „Blick" zu gehen. Zurück kommt er zwar ohne Zeitung, dafür mit einem frisch zubereiteten griechischen Hamburger!

Wir spazieren nach dem Apero noch ein wenig in der Abendbrise, bevor wir uns in einer Taverne von einer blonden Serbin das Nachtessen servieren lassen.

Mittwoch 20. August
Nach einer herrlich ruhigen Nacht erwachen wir erfrischt und ausgeruht. Jetzt sind wir wieder für neue Abenteuer bereit. Bei einem Frühstück im Restaurant gleich um die Ecke besprechen wir unsere heutigen Pläne. Heute wollen wir mit dem Bus ganz in den Süden der Insel, nach Kavos. Zuerst müssen wir nach Corfu-Town, wo wir in einen anderen Bus umsteigen.
Wir fahren eine wunderschöne Strecke ab! Die Insel Korfu zeigt sich auch bei diesem Trip als sehr grün. Es gibt hier viele lauschige Buchten und romantische Dörfchen! Kavos selber entpuppt sich leider als das ultimative Feriendomizil der Engländer! Man könnte glatt vergessen dass das hier noch zu Griechenland gehört. Wir trinken also nur etwas und nehmen den Nächsten Bus zurück nach Kerkyra!

Am Tag, wenn die Stadt in „Betrieb" genommen wird ist Kerkyra eine wunderschöne Stadt! Vor allem die Altstadt ist sehr hübsch! Wir nutzen die Zeit und gehen auf die Suche nach einem Laden, wo Gegenstände aus Olivenholz verkauft werden. Wir finden mehrere! Wir geben uns aber nicht mit irgendeinem Laden ab! Den in einem der Prospekte, die wir vom Reisebüro bekamen, ist einer mit eigener Werkstatt beschrieben. Tatsächlich finden wir die Werkstatt! Leider treffen wir „nur" die Tochter des Künstlers an. Sie bittet uns in einer halben Stunde noch einmal zu kommen. Diese halbe Stunde nutzen wir um einen Imbiss in Form eines Gyros, ähnlich dem Kebab, zu uns zu nehmen. Danach treffen wir den Olivenholzschnitzer in seiner Werkstatt.
Wir haben einem Kollegen aus der Schweiz versprochen einen Aschenbecher aus Olivenholz mitzubringen. Bei der Auswahl schon angefertigter Aschenbecher finden wir keinen, der unseren Vorstellungen entspricht. Der Grieche verspricht uns aber einen anzufertigen. Den können wir am Freitag abholen, bevor wir auf die Fähre nach Brindisi gehen. Jetzt haben wir noch die Gelegenheit uns ein bisschen in der Werkstatt umzusehen. Der nette Mann erzählt uns viel. Und wir dürfen auch noch ein paar Fotos machen. Leider hat er keinen Internetanschluss, ansonsten hätten wir im die Bilder gemailt.

Nach weiterem Souvenir-Shopping geht es zum Fährhafen. Denn wir wollen die Billette für unsere Überfahrt nach Brindisi kaufen. Diese kosten uns 96 Euro pro Person!! Jetzt bin ich Pleite, denn meine EC-Karte ist endgültig geplündert!

Um 20.00 Uhr bringt uns der Bus nach Ipsos zurück.

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Korfu - Brindisi - Zürich

Freitag 22. August
Für uns heisst es nun unsere Sachen packen und nach Kerkyra fahren. Heute ist unser Abreisetag nach Brindisi mit der Nachtfähre.
Wir stellen unser Gepäck beim Fährhafen ein und machen uns auf den Weg in die Altstadt. Da holen wir den wunderschönen Aschenbecher in der Olivenholzwerkstatt ab. Dafür bezahlen wir ein Trinkgeld! Marco gibt dem Künstler, der das Werk vollbracht hat noch ein verdientes Trinkgeld. Dem Mann ist das aber etwas peinlich und schenkt mir einen Fingerring aus Olivenholz!
Wir schlendern noch ein wenig durch die Stadt und geniessen den letzten Tag unserer Ferien in Griechenland. Dann wird es langsam Zeit zur Fähre zu gehen, die uns nach Brindisi bringt. Erstaunlicherweise schlafe ich diesmal recht gut auf einer Bank im Restaurant der Fähre.

In Brindisi stellen wir unser Gepäck am Bahnhof ein und suchen uns danach ein Cafe. Den Rest des Tages verbringen wir mehr oder weniger dösend auf einer Parkbank. Jetzt heisst es mit dem Zug nach Mailand und dann zurück nach Zürich, wo der Alltag wieder auf uns wartet. Seufz!! Jetzt wären wir gerade so schön drin und würden am liebsten weiterreisen und noch vieles mehr entdecken! Noch ein Jahr arbeiten und dann ist es soweit! Dann starten wir unsere Weltreise: Mit diesem Ziel vor Augen lassen wir uns vom Zug nach Hause schaukeln!

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