Our passion is to travel around the world. It's our goal to learn about foreign cultures and to search for the contacts with the native ones. The impressions of the marvelous nature and the beautiful landscapes, the wonderful weather and much sunshine should be always our companion. It prepares to us a lot of pleasure to report from our experiences and adventures and to share this with many readers, Marco and Isabella

 

newest photo album newest report Home Links Members

Willkommen - Welcome - Bienvenido

Home

News

Destinations

Reports

Italien

Griechenland

Spanien und Portugal

Gran Canaria

Spanien

Frachtschiffs-Reise Calaparana

Argentinien

Chile

Paraguay

Brasilien

Uruguay

Bolivien

Peru

Travel Guides

Photo Album

We about us

Contact

 

REPORT URUGUAY

22. Februar 2006 - 3. März 2006

 

Travel route
Montevideo
Montevideo-Salto

Salto
Salto-Colonia del Sacramento

Colonia del Sacramento-Buenos Aires

Montevideo

Mittwoch 22. Februar
Nach der ruhigen Busfahrt von "Porto Alegre" nach "Montevideo" (siehe Report Brasilien) suchen wir am Busterminal das Touristenbüro auf. Hier bekommen wir eine Stadtkarte von der Innenstadt, zahlreiche Informationen und Broschüren für Ausflüge, und wir lassen uns auch gleich ein Hotelzimmer in der Innenstadt vermitteln. Der geschäftstüchtige Touristeninformierer verkauft uns dann auch gleich noch eine Citytour, die heute Nachmittag um 15.00 Uhr statt findet. Jetzt aber nichts wie raus hier und in ein Taxi. Wie üblich nehmen wir beide auf den Rücksitzen des Taxis Platz und realisieren dabei, dass wir uns wie in einem Gefängnis befinden. Tatsächlich haben alle Taxis eine Trennscheibe zwischen Fahrer und Rücksitz, was uns doch sehr befremdet. Man kommt sich wie ein Verbrecher vor, und man hat auch keine Möglichkeit mit dem Fahrer ein Gespräch zu führen. Die einzige Verbindung besteht aus einer Durchreiche unter der Glasscheibe, die ausschliesslich für die Bezahlung der Fahrt bestimmt ist. Na ja, wir kommen wenigstens schnell zu unserem vorreservierten Hotel "Arapay", an der Avenida Uruguay in unmittelbarer Nähe zu der Altstadt. Das ältere, in kolonialem Baustiel errichtete Hotel mit den typisch hohen Räumen und schmucken Wänden gefällt uns sehr gut. Wir buchen für die nächsten drei Nächte ein schönes, grosses und ruhiges Zimmer, das über ein Fenster zu einem Innenhof verfügt. Nachdem wir uns eingerichtet haben, gehen wir ein bisschen spazieren, um die nähere Umgebung rund um unser Hotel zu erforschen. In der "Cervezeria, Restaurante, Pizzeria Manchester", was uns sehr an ein spanisches Restaurant erinnert, genehmigen wir uns einen Kaffee und machen Bekanntschaft mit einem sehr netten, älteren Kellner. Um 15.05 Uhr werden wir vor unserem Hotel von Juan und Paula mit einem Minibus für die Stadtrundfahrt abgeholt. Insgesamt sind wir etwa fünfzehn Touristen, von denen wir die einzigen Europäer sind. Die Citytour dauert drei Stunden, in denen uns Juan kreuz und quer durch die schöne Stadt chauffiert und Paula uns mit Informationen über Uruguay und über die schönen Gebäude und die Geschichte der Stadt eindeckt. "Montevideo" ist das kleinste aber bevölkerungsreichste der 19 Departementos von Uruguay mit 1,5 Millionen Einwohnern. Der Name "Montevideo" entstand durch die spanische Gründung von 1724 und bedeutet "Ich sehe einen Hügel". Die ersten Siedler stammten aus Buenos Aires und den kanarischen Inseln. Sie bauten die ersten Häuser gemäss den Gesetzen der Indios von Osten nach Westen, daher lässt sich der Stadtname auch zerlegen in Monte-VI-de-Este-a-Oueste. Heute ist Montevideo Sitz des südamerikanischen Wirtschaftsraumes Mercosur. Uruguay hat 3,4 Mio. Einwohner, d.h. fast die Hälfte wohnt in der Hauptstadt. Man witzelt auch gerne darüber, dass Uruguay aus einer Stadt mit ein paar Bauernhöfen besteht. Der nette Hinweis von Paula stellt bildlich dar, dass es auf jeden Einwohner 2 Rebstöcke, 4 Kühe und 2 Hunde gibt. Uruguay verfügt über das beste Sozial- und Schulsystem in ganz Südamerika und hat somit die niedrigste Analphabetenquote. Das Existenzminimum liegt bei 55 Dollar pro Monat. Die Schulen und Universitäten sind für jedermann gratis. Die Stadtrundfahrt beginnt am "Plaza Matriz" oder auch "Plaza Constitución", dem ältesten Platz in "Montevideo" und mit der "Iglesia Matriz", der ältesten Kirche der Stadt, auch "Catedral Metropolitana" genannt. Hier steht auch der "Gabildo", das frühere Regierungsgebäude, das heute ein historisches Museum ist. Anschliessend überqueren wir den grossen "Plaza Independencia", der auch die Grenze vom Zentrum zur Altstadt bildet. Rund um den Platz stehen wunderschöne, mächtige Gebäude, wie der heutige Regierungssitz, das "Teatro Solis" und der "Palacio Salvo", einst höchstes Gebäude von Südamerika. Ab diesem Platz führt die "Avenida 18 de Julio" durch das Stadtzentrum, vorbei an wirklich noch einigen gut erhaltenen und wunderschönen Gebäude und Paläste aus der spanischen Kolonialzeit. Der Name dieser Avenida trägt das Datum der ersten Verfassung von Uruguay aus dem Jahre 1830. Heute ist die Avenida die kommerzielle Prachtstrasse. Die ganze Stadt wird aufgelockert durch viele grüne Plätze, zahlreiche Parkanlagen, einem Rosengarten, dem botanischen Garten mit Bäumen aus fünf Kontinenten und einigen Strassen, die durch grosse Platanenbäume gesäumt sind. Viele Monumente und Statuen sind Helden der Geschichte gewidmet, wie die Freiheitsstatue am "Plaza de Cagancha", wo der Kilometer Null des Strassennetzes von Uruguay festgelegt ist. Auch "José Batlle y Ordóñez", dem Präsidenten, der ein Sozialgesetz für Uruguay festlegte, ist eine Statue gewidmet. Zudem existieren grosse aus Kupfer gefertigte Monumente, die das Leben vor hundert Jahren widerspiegeln. Dazu gehört das "Monumento a la Diligencia" oder die "La Carreta", das Monument, das laut Paula auf jeder Postkarte "Montevideos" abgebildet ist. Als Andenken an den Besuch von Papst Johannes Paul dem Zweiten wurde mitten in der "Avenida General Artigas" ein riesiges weisses Kreuz und eine Bronzestatue errichtet. Ein ganzes Stadtviertel, der "Barrio Tres Cruzes" verdankt ihm seinen Namen. Auch den Charrúas-Indianern, die traurigerweise alle vom ersten Präsidenten von Uruguay ausgerottet wurden, ist ein Andenken in Form eines kleinen Monumentes gewidmet. Anschliessend durchfahren wir zwei Wohnviertel der grossen Stadt. Im "Barrio el Prado" befindet sich die Kirche "Iglesia Carmelito", eine Kopie der berühmten "Notre Dame" in Paris. Ausserdem wohnt in diesem Viertel auch der Präsident von Uruguay. Der "Barrio Carrasco" ist das letzte Viertel der Stadt und ist zudem das Nobelviertel schlecht hin. Hier steht auch das grösste und luxuriöseste Hotel der Stadt, das "Hotel Belmont House", in dem schon Hillary und Bill Clinton und auch Fidel Castro nächtigten. Ausserdem befinden sich in diesem "Barrio" auch diverse Konsulate, wie das von Kolumbien und die argentinische Botschaft, die über eine wahre Prachtsvilla verfügt. Nachdem wir natürlich auch noch das alte und ehemals grösste Fussballstadion "Estadio Centenario" besichtigen, in dem 1930 die erste Fussballweltmeisterschaft ausgetragen wurde, fahren wir an die Küste und der "Rambla" entlang. Der Begriff "Rambla" stammt aus dem arabischen und bedeutet Sandstrasse und führt in "Montevideo" zu den Stränden "Playa Malvin", "Playa del Buceo", "Playa Pocitos" und der "Playa de los Ingleses". Nach der ausführlichen und sehr interessanten Citytour werden wir um 18.30 Uhr wieder vor unserem Hotel abgesetzt. Am Abend gehen wir in die Fussgängerzone, wo auch das Nachtleben statt zu finden scheint. Zu unserer Überraschung entdecken wir unter all den Bars und Restaurants auch die "Rosti Bar", wo tatsächlich Schweizer Rösti in allen Variationen angeboten werden. Nein, wir sind nicht hineingegangen, aber das werden wir ein anderes Mal bestimmt nachholen.

Donnerstag 23. Februar
Heute machen wir uns einen gemütlichen Tag in der Stadt. Wir fahren mit einem der unzähligen Linienbusse zum Busterminal und erkundigen uns nach Ausflugsmöglichkeiten von "Montevideo" aus. Das Bussystem ist hervorragend. Es gibt dutzende von Stadtbussen, die regelmässig alle Ecken der Stadt befahren. Ausserdem existieren sicher etwa 20 Unternehmen, die Fahrten in alle Himmelsrichtungen des Landes anbieten. Auch die Nachbarländer wie Argentinien, Brasilien und sogar Paraguay sind sehr gut angebunden. Wir werden reichlich mit Fahrplänen ausgestattet, über denen wir nun brüten können. Später gehen wir in unsere Stammbeiz, ins "Manchester" und lassen uns von unserem Lieblingskellner, der Tag und  Nacht zu arbeiten scheint, mit "Cortado" und Pizza verwöhnen. Am Abend spazieren wir der Hauptstrasse "Avenida 19 de Julio" entlang, um beim "Cine Opera" das Filmangebot zu studieren. Wir schaffen es aber nicht bis zum Kino, denn auf halber Strecke werden wir von einem kräftigen Regenguss heimgesucht, und wir entscheiden uns in die "Cervezeria La Papoñita" zu gehen. Auch dieses Restaurant ist, wie die meisten angeschriebenen Häuser dieser Stadt, Bierlokal und Pizzeria in einem, das ausserdem auch gut bürgerliche Küche anbietet. Überhaupt herrscht in "Montevideo" überall eine Atmosphäre, als wären wir in einer spanischen Stadt. Die Architektur mit den breiten Trottoirs, den kontrastreichen Häuserfassaden und den typisch langweiligen Hochhäusern erinnert uns an eine spanische Stadt. Alle paar Meter gibt es ein Restaurant oder eine Bar mit einem laufenden TV, wo sich die Leute für einen Schwatz oder zum Fussball schauen treffen. Die Leute sind eher reservierter, anonymer und zurückhaltender als in anderen Ländern Südamerikas, aber sehr freundlich und hilfsbereit.

Freitag 24. Februar
Ja ja, das liebe Wetter! Leider hat die Internetwettervorhersage voll ins Schwarze getroffen, und es regnet wie aus Kübeln. Wir bleiben also noch ein wenig in unserem warmen und trockenen Bett liegen und hoffen auf Besserung der Wetterlage. Um die Mittagszeit macht Petrus tatsächlich die Schleusen dicht, und wir wagen es in die frische Luft von "Montevideo", um den Bahnhof zu suchen. Laut unseren Internetrecherchen soll es einige Eisenbahnlinien geben, die gewisse Vororte mit der Stadt verbinden. Anstelle des Bahnhofes finden wir den Busterminal der Stadtbusse, wo wir uns im Restaurant unseren ersten Frühstückskaffee genehmigen. Frisch gestärkt finden wir danach tatsächlich ein Bahnhofsgebäude, das aber ziemlich ungenutzt und leer wirkt. Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass das schmucke, alte Gebäude nur noch zur Dekoration hier steht und von einigen Pennern bewohnt wird. Aber wo ist denn der Bahnhof, von wo die Züge laut Internet mit aktuellem Fahrplan fahren sollen, wohl doch nur alles Show? Zu weiteren Überlegungen reicht es nicht mehr, denn es beginnt in diesem Moment wieder heftig zu regnen, und wir flüchten für zwei Stunden in ein Restaurant und geraten auf dem Heimweg trotzdem noch in die Fluten. Den restlichen Nachmittag verbringen wir in der Wärme und schreiben Reports. Abends hört es dann tatsächlich doch noch auf zu schütten, und wir können noch etwas in der Altstadt flanieren gehen.

Samstag 25. Februar
Nachdem es in der Nacht noch einmal kräftig regnete, empfängt uns ein bedeckter aber trockener Morgen. Bereits um 09.00 Uhr fahren wir mit dem Stadtbus Nr. 180 zum Busterminal "Tres Cruzes", erobern uns zwei Tickets nach Minas und sitzen eine Viertelstunde später bereits im "Expreso Minuano". Minas ist ein ruhiges und gemütliches, idyllisch gelegenes Dorf im grünen, hügeligen Landesinnern und mit dem Bus in zwei Stunden von "Montevideo" aus zu erreichen. Die Leute leben hier vor allem von der Land- und Viehwirtschaft, von der "Salus"-Wasserquelle und von der Bierbrauerei, die sich in dieser Gegend befinden. Um 12.00 Uhr kommen wir am Terminal an und befinden uns mitten in der Rushhour. Alle Geschäfte an der Hauptstrasse "18 de Julio" sind belebt, und es scheint, als ob alle Dorfbewohner gerade jetzt ihren Geschäften nachgehen, einkaufen oder mit dem Nachbarn ein Schwätzchen halten. Um 13.00 Uhr ändert sich die Situation schlagartig. Die Geschäfte werden geschlossen, und auf der zuvor stark befahrenen Hauptrasse kehrt Ruhe ein, und die Menschen gehen nach Hause zu ihren Familien oder ins Restaurant zum Mittagessen. In der Mittagsruhe spazieren wir durch die nun leergefegten Strassen, besichtigen den Dorfplatz "Plaza de la libertad" mitten im Zentrum und entdecken die schöne, weisse "Catedral". Das einfache, idyllische und friedliche "Minas" gefällt uns sehr gut, und wir haben auch den Eindruck, dass die Bewohner des Dorfes mit dem Leben, das sie hier führen, zufrieden sind. Um 15.50 Uhr fahren wir dann mit dem "C.O.O.M.-Bus" weiter nach "Piriápolis", einem Ferienort an der Küste. Wieder einmal mehr sind wir sehr begeistert von dem hervorragenden Bussystem in diesem Land, das die verschiedenen Dörfer und Städte miteinander verbindet. "Piriápolis" ist ein hübsches Städtchen mit einigen Sandstränden und einer schönen, mit Sitzbänken gesäumten, breiten Strandpromenade, die zum spazieren einlädt. Ausserdem liegt der Ort eingebettet zwischen sieben bewaldeten "Cerros". Der "Hausberg" "Cerro San Antonio" ist sogar mit einem Sessellift versehen, mit dem man bequem auf den Hügel gondeln kann. Natürlich setzen wir uns in eines der etwas verwittert wirkenden Sesseli und schweben bedrohlich nahe über diverse Stromkabel hinweg auf den Aussichtspunkt der Stadt. Von hier aus hat man wirklich einen wunderbaren Überblick auf all die schönen Strände, die bewaldeten "Cerros", und am Horizont erkennen wir sogar die Stadt "Punta del Este". Das "Departemento Maldonado" scheint das hügeligste Gebiet von Uruguay zu sein, wo sich die höchsten Erhebungen dieses ansonsten eher flachen Landes befinden. Allerdings steht der höchste Berg gleich an der Grenze zum nächsten Departement und protzt mit einer unglaublichen Höhe von sage und schreibe 500 Meter! Um 20.05 Uhr lassen wir uns vom Busunternehmen "Copsa" direkt nach "Montevideo" zurückfahren, wo wir um 21.30 Uhr am Terminal ankommen. Nachdem wir eine halbe Stunde vergeblich an einer Stadtbushaltestelle auf unseren Bus gewartet haben, verleidet es uns, und wir lassen uns von einem der vielen "Verbrechertaxis" ins Hotel fahren. Heute haben wir wieder einmal einen erfahrungsreichen, sehr schönen und spannenden Tag erlebt!

Sonntag 26. Februar
Der Fotograf Marco und seine Gehilfin Isabella nutzen den strahlenden Morgen, um in der Stadt auf die Pirsch nach schönen Fotosujets zu gehen. Nach eineinhalb Stunden Lauferei und Knipserei gehen wir zum "Plaza Indepedencia", nehmen den Bus 180 und lassen uns zum Terminal "Tres Cruzes" chauffieren. Wir ergattern doch tatsächlich noch zwei Tickets für den 12.00 Bus, der uns eine viertel Stunde später nach "Punta del Este" transportiert. Um 14.30 Uhr treffen wir am Terminal ein "Punta del Este" ein. Die Stadt mit den vielen Appartementhäusern, Hotels, Restaurants und Bars ist die Touristenhochburg von "Uruguay" schlecht hin. Die Stadt selber ist daher nicht gerade schön zu nennen und bietet auch keine Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel "Montevideo". Uns kommt es ein bisschen vor, als wären wir in einer Ferienstadt an der spanischen Küste. Einzig die Lage der Stadt ist einzigartig schön und umwerfend. Sie liegt auf einer Halbinsel und grenzt auf der einen Seite an den "Rio de la Plata" und auf der anderen Seite an den Atlantik. Auf beiden Seiten lädt ein Badestrand nach dem anderen zu einem Bad im Meer ein. Die Badestrände, die etwas weiter von der Innenstadt entfernt sind, kann man bequem mit einem Bus ab dem Terminal erreichen. Auch gibt es wunderbare, breite Trottoirs, auf denen man am Meer und an den felsigeren Küstengegenden entlang spazieren kann. Am äusseren Ende der Halbinsel befinden sich einige sehr schöne Villen mit englischem Rasen und gepflegten Gärten. An diesem ruhigen Ecken der Stadt lässt es sich wohl sehr angenehm leben. Uns gefällt der Yachthafen besonders gut, der in einer Bucht am äusseren Zipfel der Halbinsel liegt. Es wäre halt schon was, mit einer solchen Luxusjacht entlang der Küste bis in die Karibik zu tuckern. Uns ist es hier aber im allgemeinen etwas zu touristisch, und wir spazieren dann gegen 17.00 Uhr zum Busterminal, um zurück nach "Montevideo" zu fahren. Um 18.45 Uhr gibt es einen direkten Bus, den wir beinahe verpassen, weil auf unseren Tickets steht, dass wir mit dem Unternehmen "Copsa" fahren. Im letzten Moment, der Bus rollt schon los, merkt Marco gerade noch rechtzeitig, dass der "COT-Bus" unsere Strecke fährt, und wir können gerade noch schnell hinein hüpfen. Die Schnellstrasse ist zwar sehr angenehm zu fahren, aber auch in diesem Land gibt es Idioten auf der Strasse. Mit einem dieser Spezies machen wir Bekanntschaft. Ein kleines, altes Auto mit Nummernschild SBB3317 biegt bei einer Einfahrt so knapp vor den Bus ein, dass unser Chauffeur eine scharfe Bremsung machen muss, und das Auto vor uns noch beinahe touchiert. Die Nummer des Autofahrers wird gleich notiert und per Funk der Polizei durchgegeben. Nach dieser Episode geht die Fahrt ruhig weiter, bis wir sicher am Terminal in "Montevideo" ankommen. In unserem Hotel werden wir wieder einmal mit schöner Latino-Radiomusik empfangen, die über diverse Lautsprecher in allen Zimmern und Korridoren zu hören ist. Keine Angst, jeder einzelne Lautsprecher ist mit einem Schalter verbunden, den man jederzeit benutzen kann, um die Musik abzuklemmen.

Montag 27. Februar
Wir haben heute noch viel vor. Wir sind mit Fotoapparat, Papier und Bleistift unterwegs, um noch einmal auf Fotofang zu gehen. "Montevideo" ist die Stadt, die wir zur schönsten Grossstadt Südamerikas erkoren haben, denn sie hat auch wirklich einiges zu bieten. Die Strassen und Häuser sind auch hier, wie in den meisten südamerikanischen Städten, im Schachbrettmuster angeordnet. Ausserdem ist "Montevideo", trotz der vielen Häuser und der 1,5 Millionen Einwohnern, sehr übersichtlich, und nach wenigen Tagen hat man die Stadt bereits im Griff. Die Leute auf den Strassen sind alle sehr rücksichtsvoll und nett, und auf den breiten Gehsteigen wird man praktisch nie angerempelt. Uruguay gilt allgemein als das sicherste Land in Südamerika, und wir können diese Aussage bestätigen. Seit unserer Ankunft vor einer knappen Woche fühlen wir uns hier sehr wohl und können uns ohne weiteres überall in der absolut friedlichen Stadt frei bewegen. Nun aber zurück zum heutigen Fototag. Marco und ich spazieren zuerst durch die Altstadt, die durch schöne alte Gebäude und Gassen geprägt ist. Unter anderen schönen Sehenswürdigkeiten, wie die "Iglesia San Francisco", finden wir den "Plaza Zabala" mit dem Monument des Helden "Zabala". Auf den hohen Bäumen mit den breiten, grünen Baumkronen nisten doch tatsächlich Vögel, die aussehen wie grosse Wellensittiche. Ob es wohl eine Papageienart ist? Nach dem Ausflug in die Altstadt mit deren Fotosujets gehen wir zu der Hauptstrasse. Die "Avenida 18 de Julio" ist die schönste Strasse in "Montevideo". Ihr Charme besteht aus dem bunten Mix von Kolonialbauten und einem klassisch, modernen Baustil der neueren Häuser. Viele grüne und schön gestaltete, grosse Plätze "Plazas" lockern das Stadtbild auf und laden einem zum flanieren, ausruhen oder zu einem Schwätzchen mit einem Bekannten ein. Auf den meisten dieser "Plazas" ist ein Monument oder eine Statue zu bestaunen, die alle einem Held oder dem Gründer der Stadt gewidmet sind. Es ist bereits etwa 15.00 Uhr am Nachmittag, als wir mit einem der Stadtbusse zum "Playa Pocitos" fahren. Diesen Strand haben wir entdeckt, als wir am ersten Tag die Stadtrundfahrt gemacht haben. Es ist einer der schönsten Badestrände der Stadt mit der gemütlichen, breiten "Rambla", die dem Meer entlang führt. Zurück im Hotel "Arapey" treffen wir die Hotelfamilie an der Rezeption, die uns gleich in ein Gespräch verwickeln. Die "Uruguayos" sprechen wirklich ein wunderschönes Spanisch, das wir sehr gut verstehen! Der Hotelier händigt uns dann auch noch eine Visitenkarte seines Hotelverbundes aus, die wir für unsere weitere Reise in Uruguay sicher gut gebrauchen können. Am späteren Abend gehen wir noch ins "Manchester", um uns von den netten Leuten dort zu verabschieden. Einem der Kellner geben wir dann noch unsere Visitenkarte, worauf er uns fragt, ob er sie seiner Tochter weiterleiten darf, damit sie uns vielleicht eine Mail schreiben kann. Natürlich darf er, sogar sehr gerne! Wir freuen uns jetzt schon auf eine E- Mail Nachricht aus Uruguay.

nach oben

Montevideo - Salto

Dienstag 28. Februar
Draussen ist es stockdunkle Nacht, als um 05.30 Uhr der Wecker abgeht, aber wir müssen raus aus den Federn, um den Bus um 06.30 Uhr nach "Salto" nicht zu verpassen. Mit dem Taxi lassen wir uns dann durch die dunkle, verschlafene Stadt zum "Terminal Tres Cruces" fahren. Nur ein paar vereinzelte Nachtvögel sind um diese Zeit anzutreffen, die wahrscheinlich den Carnaval feierten, der heute Nacht zu Ende geht. Am Busterminal reicht es sogar noch für einen schnellen Kaffee, bis der Bus von "Nuñez" pünktlich in Richtung Salto los fährt. Die ersten drei Stunden Fahrt verschlafen wir. Da es aber eh noch dunkel ist, verpassen wir nicht viel von der Umgebung. Die Gegend, die wir heute durchfahren, ist sehr flach und grün. Schaf- und Rinderherden sind in dieser Graslandschaft zu Hauf anzutreffen. Ab und zu sehen wir auch ein paar "Gauchos", die hoch zu Ross ihre Herde vor sich her treiben. Irgendwann hält der Bus. Links und rechts der Strasse gibt es nur Gras und ein paar Bäume, es ist auch niemand hier, der ein- oder aussteigen will. Wir sind etwas ratlos, bis wir einen entgegenkommenden "Nuñez" sehen, der auf der Gegenfahrbahn auf gleicher Höhe hält. Unser Chauffeur und der Steward steigen aus, gehen über die Strasse und halten ein kleines Schwätzchen mit ihren Kollegen. Danach kann die Fahrt weiter gehen, und so gegen 11.00 Uhr bekommen wir zum Film sogar noch ein "Guetzli" und einen Becher Coca Cola gereicht. Wirklich wieder einmal ein Top-Service! Um 13.30 Uhr treffen wir am Terminal von Salto ein. Auf den ersten Blick wirkt Salto wie ein verschlafenes, ruhiges Dorf auf dem Land, und wir wissen noch nicht so recht, was wir hier nun eigentlich wollen. Zum Glück hat es auch an diesem Busterminal einen Infostand, wo wir uns erst einmal nach einem Hotel in der Stadt und einem Stadtplan erkundigen. Mit Hotelliste und Plan ausgerüstet setzen wir uns auf eine Bank und studieren unsere Lage. Plötzlich werden wir von unserem Buschauffeur angesprochen, wohin wir denn wollen und ob wir schon ein Hotel haben. Wir erklären ihm unsere Lage, worauf der nette Chauffeur uns dasselbe Hotel empfiehlt, wie der Mann am Infostand. Wir entschliessen uns kurzerhand in dieses "Hotel Tia" zu gehen. Der Chauffeur ist dann noch so hilfsbereit, dass er uns ein Taxi ruft, da der Weg zum Hotel doch ziemlich weit sein soll. Der Weg ist wirklich ziemlich weit, und nach etwa 10 minütiger Fahrt kommen wir beim Hotel an, wo wir ein schönes, grosses, hübsch eingerichtetes Zimmer mit Kühlschrank und Kabelfernsehen im Parterre bekommen. Die Familie, die dieses Hotel betreibt, ist so stolz auf ihr Haus, dass sie darauf bestehen uns alle Zimmer und Terrassen des Gebäudes zu zeigen. Das Hotel wurde vor einem Jahr umgebaut und erweitert und verfügt über etwa 50 moderne Zweier- bis Sechser-Zimmer, alle ausgestattet mit Kühlschrank, TV und eigenem Badezimmer mit Dusche. Auf der obersten Terrasse hat man einen wunderbaren Überblick auf die grüne Stadt und auf den "Rio Uruguay", der Grenzfluss zu Argentinien. Ein wirklich schmuckes Hotel, auf das man zu Recht stolz sein darf. Nach dieser Führung machen wir uns auf den Weg, um die Stadt zu besichtigen. Wir treffen allerdings kaum Leute auf der Strasse, die Geschäfte und Restaurants haben alle geschlossen, und die Menschen müssen sich wohl noch auf den letzten Abend des Carnavals vorbereiten. Immerhin entdecken wir den wunderschön angelegten "Plaza de los treynta y tres" mit der "Iglesia Nuestra Señora del Carmen". "Salto" ist vor allem bekannt für die heissen Termen in der Umgebung. Die meisten Touristen wohnen in den Hotels der Termen und gönnen sich da einen Wellnessurlaub. Gegen Abend spazieren wir zum Busterminal, um unsere Weiterreise am Donnerstag nach "Colonia del Sacramento" zu organisieren. Wir erfahren, dass es direkte Busse zu den nahe gelegenen "Termas del Daymán" gibt. Da in der Stadt nichts los ist, entscheiden wir uns spontan noch heute dort einen Besuch abzustatten. Die "Termas" sind in 20 Minuten mit dem Bus von "Salto" aus zu erreichen. Die Badelandschaft ist wirklich sehr hübsch angelegt, und wir planen für morgen noch einmal mit den Badehosen hierher zurück zu kommen. Für heute ist es uns zum Baden schon zu spät. Wir finden aber noch ein leckeres Restaurant, bevor wir mit dem 23.00 Uhr-Bus wieder zurück nach "Salto" fahren.

nach oben

Salto

Mittwoch 1. März
Der Carnaval ist nun vorbei, die Geschäfte und Restaurants sind alle geöffnet, und die Stadt ist wieder belebt. Wir machen noch einmal einen Rundgang durch die Innenstadt, die uns jetzt, wo sich das Leben wieder auf den Gassen abspielt, sehr gut gefällt. "Salto" ist, wie alle Orte in Uruguay, die wir kennen, ein friedliches, ruhiges Städtchen mit sehr freundlichen Menschen. In einem Kleidergeschäft, wo ich mir einen Gurt kaufe, werden wir von den netten Ladeninhabern in ein längeres Gespräch über Gott und die Welt und den Unterschied über Schweizer und Uruguayos verwickelt. Schlussendlich werden noch die E-Mail Adressen ausgetauscht. So leicht gewinnt man in diesem wunderschönen Land Freunde, und das ist auch der Hauptunterschied zwischen der Schweiz und Uruguay. Am Mittag packen wir unser Badezeug ein und fahren mit dem Bus, die Haltestelle befindet sich gleich vor unserem Hotel, zu den "Termas del Daimán". Die für die Öffentlichkeit zugängliche Badelandschaft ist wunderschön angelegt. In der riesigen Gartenanlage mit Rasen und Bäumen gibt es etwa 8 grosse Schwimmbecken mit verschieden heissem Wasser von der Daymán Thermalquelle. Es ist herrlich sich im warmen Wasser zu tummeln, obwohl uns das eine oder andere Becken dann doch etwas zu heiss ist, so dass es uns den Schweiss aus der Stirne treibt. Am Nachmittag kommt dann sogar die Sonne zum Vorschein, und wir können uns nach dem Bad noch etwas sonnen und trocknen lassen. Das Ambiente in der Badelandschaft ist sehr friedlich, und obwohl auch Kinder überall herumrennen, ist es ruhig und entspannend. Uns ist in Südamerika schon ein paar Mal aufgefallen, dass die Kinder besser erzogen sind. Sie sind im allgemeinen ruhiger, quengeln weniger herum und gehen sehr respektvoll mit den Leuten um. Um 17.00 Uhr fahren wir mit dem Bus wieder zurück in die Stadt. Das Baden im warmen Wasser hat uns doch etwas müde gemacht, und wir entschliessen uns für eine kleine Siesta, bevor wir uns ins quirlige Nachtleben von Salto stürzen. Noch eine kleine, aber sehr interessante Bemerkung am Rande. Ab heute ist in ganz Uruguay das Gesetz in Kraft, dass in allen öffentlichen Räumen ein Rauchverbot gilt. Es ist das erste südamerikanische und das fünfte Land auf der ganzen Welt, welches diese Regelung durchgesetzt hat. Sehr vorbildlich!

nach oben

Salto - Colonia del Sacramento

Donnerstag 2. März
Schon wieder ist es mitten in der Nacht, als der Wecker erbarmungslos klingelt und uns aus den Federn treibt. Um 05.30 Uhr werden wir dann auch bereits vom Taxi abgeholt, das uns mit Sack und Pack zum Busterminal fährt. Pünktlich um 05.55 Uhr fahren wir mit dem Busunternehmen "Agencia Central" in Richtung "Colonia" los. Leider gibt es nur gerade diesen Bus früh am Morgen und einen am Nachmittag um 15.00 Uhr, der "Salto" mit "Colonia" auf direktem Weg verbindet. Da die Fahrt etwa 8 1/2 Stunden dauert, haben wir uns für diese frühe Variante durchgerungen. Na ja, wir schlafen halt im Bus noch ein bisschen weiter. Nachdem wir "Paysandú", die nächste Hafenstadt, passiert haben, sind auch wir wieder wach und bestaunen bei der Weiterfahrt die wunderbare, grüne Graslandschaft mit den Rinder- und Schafherden, und ab und zu kommen wir auch an einer grosszügigen "Hacienda" vorbei. Wir überqueren den breiten, blauen Fluss "Rio Negro" und erkennen die hübsche Stadt "Mercedes" mit der schönen Kathedrale. Unterwegs steigen immer wieder Leute zu, die im Bus beim Begleiter ihre Tickets bezahlen. Jeder Fahrgast wird nach dem Fahrziel und nach der Station gefragt, wo er aussteigen will. Ein Beispiel: "Va a Dolores, baja al Terminal? Veinticinco pesos por favor." Veinticinco = 25 scheint irgendwie eine magische Zahl zu sein, denn es bezahlt jeder, der ins Nachbardorf muss, lustigerweise genau diesen Betrag. An einer Haltestelle in "Dolores" ruft der Busbegleiter "veinticinco" in den Passagierraum des Busses, und es ist doch tatsächlich eine Haltstelle an der "Calle 25 de Mayo", wo ein paar Leute aus dem Bus steigen. Da der Bus an der nächsten Haltestelle einen längeren Halt macht, klettert Marco schnell aus dem Bus und macht vom "Plaza Constitucion" ein Foto. Danach geht die Reise nach "Nueva Palmira und "Carmelo" durch die flache, grüne und teilweise bewaldete Natur weiter. In "Colonia del Sacramento" kommen wir ca. um 14.00 Uhr an. Leider gibt es an diesem Busterminal keinen Infostand, und wir haben nicht die leiseste Ahnung, wie weit der Weg ins Stadtzentrum ist. So steigen wir dann in ein Taxi und lassen uns an den Hauptplatz "Plaza Constitucion" fahren. Wir stellen fest, dass "Colonia" eine eher kleine und übersichtliche Stadt ist, und die Fahrt dauert dann auch nur gerade etwa fünf Minuten. In der Nähe des Platzes finden wir im "Hotel Royal" auch gleich ein hübsches, ruhiges Hotelzimmer für diese Nacht. Am Nachmittag spazieren wir durch die Stadt und besuchen selbstverständlich auch die bekannte Altstadt von "Colonia". Hier soll es einige alte Gebäude aus der Kolonialzeit geben. Wir sind allerdings etwas enttäuscht über die grösste Touristenattraktion, denn viele der Gebäude sind nicht unbedingt sehr alt und teilweise recht verwahrlost. Beinahe an jeder Ecke gibt es eine "Parillada" oder ein Café, und in der ganzen Altstadt kann man mit dem Auto herumfahren. Tatsächlich gibt es ein, zwei Strassen, die wirklich noch original mit grossen, unebenen Pflastersteinen gebaut sind, und auch einzelne Häuser und das berühmte Stadttor "Puerta de la Ciudadela" sind noch aus der damaligen Zeit erhalten. Jetzt ist die Altstadt aber vor allem zu einer hoch touristischen Zone mit überteuerten Preisen verkommen, schade! Überhaupt ist "Colonia" sehr touristisch, was man auch daran merkt, dass die Einheimischen sehr kurz angebunden und weniger natürlich und freundlich sind. Wir entschliessen uns deshalb, morgen schon nach "Buenos Aires" weiter zu reisen. Im Büro des Unternehmens "Bouque-Bus" erkundigen wir uns nach Preisen und Möglichkeiten, um den Fluss "Rio de la Plata" zu überqueren. Die Preise hauen uns beinahe um. Leider ist es das einzige Unternehmen, das eine direkte Verbindung von "Colonia" nach "Buenos Aires" anbietet. Vorsichtshalber reservieren wir zwei Plätze für morgen Nachmittag. Im Touristeninfo erkundigen wir uns dann nach günstigeren Alternativen, um in die Hauptstadt Argentiniens zu gelangen. Und die gibt es tatsächlich! Ausgerüstet mit Informationen von zwei Busunternehmen gehen wir zum Terminal und buchen für Morgen die Reise über "Carmelo" nach "Tigre" und weiter nach "Buenos Aires". So, das wäre geschafft!

nach oben

Colonia del Sacramento - Buenos Aires

Freitag 3. März
Wir müssen heute zum Glück nicht so früh aufstehen wie an unseren letzten beiden Reisetagen, und wir können noch gemütlich frühstücken und packen. Danach gehen wir zu Fuss zum Terminal, wo der "Berrutti-Bus" um 12.50 Uhr nach "Carmelo" los fährt. Am Flusshafen müssen wir dann das "Papelito" für den Transfer mit dem Boot gegen zwei Tickets austauschen und die Zollformalitäten erledigen. Die "Lancha" des Veranstalters "Cacciola" ist ein grosser, zweistöckiger Katamaran mit ca. 200 bequemen Sitzplätzen, einem Kiosk mit Kaffee und Fastfood. In drei Stunden navigiert uns der Kapitän durch eine unglaublich breite Flusslandschaft am Anfang des riesigen Flussdeltas vom "Rio de la Plata". Hier bekommen wir einen kleinen Eindruck, wie es sein könnte, eine Flussfahrt auf dem Amazonas zu erleben. Es regnet zwischendurch so heftig, dass der Himmel und der Fluss eine Einheit bilden und kaum noch voneinander zu unterscheiden sind. Wir durchqueren die eindrückliche Schwemmlandschaft mit vielen kleinen Gras bewachsenen und grösseren bewaldeten Inseln. Die Flussufer sind überdeckt mit Laubbäumen, und vielerorts ragen Sträucher und Gräser aus dem Wasser. Der "Rio de la Plata" ist der breiteste Fluss der Welt, jedoch nicht sehr tief und nur an bestimmten Stellen schiffbar. Auch unser Katamaran ist mit einem modernen Echolot für die Tiefenmessung ausgestattet. Den letzten Teil der Route fahren wir den Fluss hinauf nach "Tigre". Die Ufer auf beiden Seiten des Flusses sind überbaut. Sogar einige grosse Werbetafeln ragen zwischen den Bäumen heraus. Viele verrostete Wracks und vergammelte Bootshäuser trüben das Bild. Das Wasser ist schrecklich und so verschmutzt, es gleicht einer braunen, trüben Suppe mit schwimmendem Abfall. Einzig ein paar scheue Wandmalereien weisen auf die grosse Umweltverschmutzung hin. Um 18.30 Uhr kommen wir pünktlich am Hafen von "Tigre" an. Hier regnet es zum Glück nicht mehr. Jetzt müssen wir erst einmal den argentinischen Stempel abholen. In der Reise inbegriffen ist auch der Transfer Bus nach "Buenos Aires", der brav hinter dem Haus auf uns wartet. Die weiteren Berichte unserer argentinischen Abenteuer sind nun im Report Argentinien zu erfahren.

nach oben

 

last update of the website on 27.08.2006
Copyright © 2004-2006 www.reisebrief.com by Marco and Isabella